Januar 1528
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ainptlüt, deßglychen vnser Stetten, Landen und Gebieten ynwoner, hindcrsässen vnd vnserer Verwaltung zuogehörig,niemants vßgeschlossen, j söllich Gleyt war, stät vnd erlichen haltind, dem nachkomind vnd nützid darwider mitWorten oder werken thüegind vnd handlind, so dem zuo abbruch vnd ver- I letzung möge dienen, So lieb einemyeden syg vnser schwäre herte straff vnd vngnad zuo vermyden. Vnd als wir von frids vnnd ruowcn wägenyetz ein guote j zyt daher iro vilen, welliche dem Göttlichen wort äben fräfenlich sich widersetzt, darwider geredtvnd groß vnruow gcmachet, Übersechen habend, Ist vnser entlich s meynung vnd wellend von den selben, die sygindgeystlich oder weltlich gcheyssen, gehcpt haben, das sy sich vff obangczcygte Disputation gen Bern in jrcm kosten jverfüegind vnd alda ir widcrwertig spitzpfündikeit, ynträg vnd geprächt erhaltind, Oder aber fürterhin rüewigvnd jrcr wortcn dcst behuotsamer sycn, ouch jncn j das gfallcn lassind, So wir yc zuo zyten als ein ChristenlichcOberkcit mit guotem Nadt nach vermög des worts Gottes setzend, ordnend vnd erkennend: Dann I wo das nitbeschechen, vnd dieselben widcrwertigen von jrcm fürnemmcn nit stan, wurdind wir st) vß erheyschung der noturfftvnd billigkeit rüewig machen und ye j nach gstalt der fach straffen. Es ist onch hiemit vnser ansechen vnnd wellendgüetlich zuolassenn, das die Pfarrer allenthalb in vnscrn Stetten, Graffschafften, j Herschafften, Gerichten vndGebieten gesessen, so des lust habend vnd es gern thuon wellend, vff jren oder jrer vnderthonen kosten wol vffobgedachte Disputa ^ tion kommen mögind, doch das st) daheymen ire Küchen in mitlcr zyt der gcbür nach ver-sechind. Vnd des alles zuo warem vesten vnd rechtem vrkund, bestannd j vnd sicherheyt, So habend wir sölichvilbenampt vnser vergleytung, crkantnuß vnd ansechen mit vnser Statt Zürich vffgetrucktem Secret ynsigel vcr-wa- j ren vnd den unseren allenthalben, sich darnach müssen zuo richten, zuokommcn lassen. Mittwuchen nach Nicolai,Nach Christus geburt gezalt fünffzehcn hundert j zwentzig vnd siben jar." St. A. Zürich - A. R-ligio„ssache».
Ob ähnliche Mandate auch von andern Orten erlassen worden, vermögen wir nicht anzugeben; doch läßt sichvermuthen, daß keines die Sache mit solchem Aufwand gefördert habe.
12) 1527, 12. Deccmber (Donstag vor Luciä). Der Bischof von Sitten an Bern. „Großmächtigen ?c. ?c. Ucwerbrief, meldcnt die zweyung unscrs christcnlichen glonbcns, onch disputation uf (solich) zwytracht von üch angescchcn,haben wir mit grund ir(s) inhalt(s) wol vernommen. So nun üwer Gnaden wysheit begert unser bywcsen in solichcmHandel, wölkten wir gern derselben in allen gebürlichen fachen willfaren; doch will uns ungeschickt dunken, derzweyung einicherlei beladung nf uns ze nemcn, so gegenwärtig ist, daß allein ein gefecht (darus witer Widerwärtigkeitzuo besorgen sige) ane entlich(en) beschluß geursachet werde, so kein gemeine Versammlung christenlicher ständen(die doch fast notdürftig wäre), bi üch erschinct, und die partycn kein richter Hand, wurde e»twed(r)er teil demandren nützit nachlassen, und ist zuo besorgen, sölich disputation werde mer unruow weder eiuigkeit Ursachen, undso wir bi den gnaden des Allmächtigen in unser landschaft (berüerend den Handel) in dhciner zwytracht sind,werden wir uns dhciner disputation beladen, sonder, so üwer predicanten in dem vierten artikel ir(cr) fürwendungvermcincnt, daß fleisch und bluot Christi, nnscrs behaltcrs, durch liblich wcscu in brot und nun nit sige, und sichsolichs durch kein biblische schrift mög ivysen, darwider gar lutcr redent die heiligen Evangelisten Matthens amXXVI., Marcus am XIV., Lucas am XXII., Johannes am VI. capitcl, wie Christus, unser bchaltcr, do sinheilig lidcn nahet, am leisten nachtmal in kraft sincs Testaments allen christglöubigcn zuo bezalnuß wäre» erlösungzuo letze ließe in form brot und win sin heilig bluot und fleisch, nit under glichnus, sundcr in klarlichen förmlichenWorten, „das ist min lib", in glichcr gestalt mit dem kclch des wins, sincs heiligen blnots, und wie sin göttlichgebott ist solichs zuo nießen, ouch der heilig Apostel Paulus in siner cpistel zuo den Corinthcren am XI. capitelgar klarlichcn darvon schribt, und so dcrselb Paulus verzückt im Himmel die ewige gotthcit sich verwundern (sro)sprach: o höhe des Achtums, knnst und wysheit Gottes, wie unbcgrifenlich sind sine geeicht und »nerforschlichsine weg; wer hat bekennt den sinn des Herren, oder wer ist sin rat gesin, oder wer hat uns zum ersten gebenund wird im widerkert? dann riß Gott, durch Gott, in Gott sind alle ding; im sige gesagt ere und glorr in dieNmen.
„So nr... der heilig Apostel verzückt in, gcist un(er)grü»dlich hat erfunden die wysheit und macht des All-mächtigen, werden wir kein, predicanten losen, der doch wider die höchste gab, so Gott uf erden der Menschheithat gelassen, ze reden sich rnrdcrstat, und ist schwer ze gloubcn, daß unser beHalter s.ncn userwelten das heiligliden Christi unfruchtbar (lassen?) und rv» jar irrung des gloubens Hab wöllcn gestatten, so doch sine heiligen