December 1527.
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Orte dafür, niemand dahin zn senden; der Bote von Solothurn gibt leine bestimmte Antwort, bemerkt aber, das;seine Herren, wenn die sieben Orte niemanden schicken, es ohne Zweifel auch nicht thnn werden. Da Schwyzhingegen Willens ist, Boten dahin abzuordnen, — wahrscheinlich um eine Antwort betreffend das Kloster Ein-siedeln zu fordern, — so werden Schwyz und Solothurn dringend ersucht, von den andern Orten sich nichtzu söndern und niemanden zu senden; wünsche es Schwyz, so werden die acht Orte auf nächsten Tag die berührteAntwort von Zürich schriftlich einfordern, v. Der Abt von Muri stellt persönlich das Gesuch, man möchte ihmdie anbegehrtc Rechnung erlassen. Heimzubringen. «I. Der Vogt von Siders im Wallis hat einen Streithandelmit dem Herzog von Savoyen, der ihm ganz ungebührlich begegnet, seine Zusagen nicht hält und keinen Obmannaus der Eidgenossenschaft haben will. Heimzubringen und aus dem nächsten Tag Antwort zu geben, was demguten Mann zu rathen sei. v. Die von St. Gallen entschuldigen sich schriftlich des Klosters St. Katharinawegen; sie geben jedoch keine bestimmte Antwort und äußern nur, daß sie verunglimpft werden, t. Dagegenberichtet der Hauptmann von St. Gallen im Auftrag des Abtes, wie dieselben die Capläne im Münster vorsich beschieden und sie zum Besuch der Disputation in Bern aufgefordert haben, um die Messe zu „beschirmen" zc.Es wird ihnen geschrieben, sie sollen niemanden dahin nöthigen; übrigens hat man die Sache in den Abschiedgenommen, um auf dem nächsten Tag Antwort zu geben, was mit denen von St. Gallen vorzunehmen sei,„dieweil sie so gar ungeschickt sind." K. Da in dem Rechtshandel zwischen dem.Abt von St. Gallen und seinenGotteshausleuten, worüber zu Rapperswyl ein Urtheil ergangen, einige Artikel nur für Jahresfrist beschlossenworden, und nun über zwei Jahre seither verflossen sind ohne Erläuterung, und der Abt nicht begreifen kann,warum sich niemand der Sache angenommen, so begehrt er, daß die drei Orte darüber Kundschaft einziehenmöchten. Heimzubringen. I». Es wird ein anderer Tag angesetzt auf Sonntag vor dem Neujahr (29. December),»in obige unerledigte Geschäfte zu behandeln, I Nach Eröffnung der Instructionen über das Gesuch von Bern,daß man die Gelehrten auf die dorthin ausgeschriebene Disputation senden möchte, zeigen sich die VII Ortedarüber einstimmig, niemanden zu schicken und auch niemandem die Erlaubnis) dafür zu geben. Da indeß Glarussich äußert, es werde zwar niemanden abordnen, wolle aber auch niemandem wehren dahin zu gehen, so wird esvon den VII Orten dringend ersucht, sich von ihnen nicht zu söndern und an seinen Versprechungen festzuhalten.Auch ist die Mehrheit der acht Orte entschlossen, auf diese Disputation kein Geleit zu geben. Ii.. Ueber dasHauptgeschäft dieses Tages, nämlich die Abordnung einer Botschaft nach Bern, um es von der Disputationabzumahnen, wie die V Orte vorgeschlagen haben, sind die Boten verschieden instruirt; es meinen nämlich einige,lind vor allen Uri, dies würde keinen Erfolg haben, während andere keine Vollmacht haben, für rechtliche Mahnungzu stimmen. Da man sich hierüber nicht verständigen konnte, so wird mit der Mehrheit beschlossen, an Bernnoch einmal dringend zu schreiben: Man wundere sich, daß es so sehr auf dieser Disputation beharre, währenddoch die Artikel, worüber disputirt werden soll, gegen die christliche Ordnung und Ehrbarkeit, gegen die Disputationzu Baden, gegen die geleisteten Eide und die gegebenen Briefe und Siegel seien; darum bitte man es nochmals,von seinem Unternehmen abzustehen, oder dann die Aeinter zusainmenzuberufen, damit die Boten der VII Ortesie fragen tonnen, ob sie das Vorhaben der Obrigkeit billigen; darüber solle es auf nächsten Tag zu LucernAntwort geben.
Im Freiburger Exemplar fehlen », v, v—A, im Solothurner nur «I—8
Zu I». Dieser Artikel ist im Lucerner Abschied in zwei nach Umfang und Inhalt ziemlich abweichendenFassungen gegeben: die ausführliche für Schwyz und Solothum bestimmt, die andere für die übrigen Orte.
Zu f. Das bezügliche Antwortschreiben der acht Orte, dd. Mittwoch vor Thomä, findet sich im Stadt-archiv St. Gallen. Es entwickelt die im Abschiedtcxt berührten Motive in breiterer Redactiou und knüpft au das