December 1527. 1203
Aidgnosscn dic statt by der grafschaft handhaben sollten. 7. Item daß die Aidgnosscn die statt schützen sollten,ob etwar sy von diser püntnuß wegen anfechten wurd. 8. Item daß die Aidgnossm der statt und iren burgernhilflich sollen sin, daß si von keis. Mt. und dem hus Oestrich bczalt werd. 9. Item, wie jcklicher theil demandern hilf und bystand in aller Widerwärtigkeit thuon söll. 10. Item daß jede party die ander umb hilf zemanen Hab. 11. Item was man eroberte, daß die statt ouch theil daran Hab. 12. Item daß kein theil denandern beschädigen soll und den iren noch jemands ze thuon nit gestatten. 13. Item wie die frefel und wer deinandern schaden thät, sollte gestraft werden. 14. Item, ob die Aidgnossm zwyträchtig wurden, daß die statt Costenzsich kcins teils annemm soll. 15. Item daß man einandcrn feilen kons solle zuo lassen gan. 16. Item daßniemands den andern des sinen entsetzen sölle. 17. Item daß kein theil des andern lnt oder bnrgcr in schirmannemm sölle. 18. Item daß die statt Costenz mög bnrgcr annemm, wen sy will. 19. Item wie man ein-andcrn rechtfertigen und by recht söll bliben lassen."
(Das Ganze in sehr flüchtiger, oft kaum lesbarer Schrift, von G. Vögeli). —- Vgl. Nr. 490 x.
Zu » und v. 1) 1527, 5. December, Constanz. Instruction für Hans Wellenberg, als Gesandten nachZürich. Er soll, mit Anknüpfung an das empfangene Schreiben, erinnern, daß die diesseitigen Verordneten schonvordem erklärt haben, der Rath sei nicht befugt, ohne Wissen und Willen der Zünfte etwas zu beschließen, daßalso die (nächstens abzuschickende) Botschaft nicht mit Vollmachten versehen werden könne; man erachte aber nichtfür fruchtbar, die Sache der Gemeinde vorzubringen, ehe man sich vereinbart habe; zudem wisse man nicht, wiedie Andern, die etwa in dieses Burgrecht zu treten gedenken, sich über die aufgesetzten Artikel entschlossen haben;sobald Zürich deren Meinung kenne, dieselbe anzeige und einen Tag bestimme, werde man wieder eine Botschaftabordnen, um eine Abrede zu treffen, die dann, wie man hoffe, auch von der Gemeinde gebilligt würde.
Stadtarchiv Constanz (Concept).
2) 1527, 14. December (Samstag nach Luciä). Bürgermeister, Obristmeister zc. von Zürich an JacobZeller, Burgermeister, Ruland Muntprat und Hans Wellenberg, Räthe der Stadt Constanz. Sie haben durchdie Gesandten vernommen, was letzten Mittwoch und Donnerstag über das Burgrecht verhandelt worden, undsetzen voraus, daß alles gebilligt werde; man stoße sich nur daran, daß im Eingang der aufgesetzten Schrift Con-stanz vor Zürich genannt sei, und fürchte, dies möchte hierseits im Großen Rathe „allerlei Red verursachen"und für den Fall, daß andere Eidgenossen beitreten wollten, ein Hinderniß werden. Darum, mit dem Vorbehaltaller Ehren der Stadt Constanz, die freundliche Bitte, dem eidgenössischen Brauch gemäß Zürich den Vorgangzu gestatten, damit es bei den Eidgenossen nicht verkleinert würde; nicht aus Uebermuth, sondern aus redlichenund christlichen Ursachen stelle man dieses Gesuch, dessen Gewährung mit gutem Dank angenommen und freundlichvergolten werden solle. St. sr. Ztm-h: MUive».
Ein anderes Concept (Acten Constanz) hat als Datum Sonntag nach Luciä.
3) 1527, 16. December. Constanz an Zürich. „Wir habent iiwer schriben, das ir etlichen der unferngethon habent, uf Hut verlesen und füegent daruf üch ze wissen, daß wir in den fachen nit fyrent, besunder fürund für handlent, und darumb, so wir wyter zuo tagen zuosamen kumment, getruwent wir, wir wcrdint uns desHandels, darumb ir gcschribcn habent, wol verglichen. Das wellend guotcr mainnng verstou und darby wissen,
daß wir guotwillig sind, üch allerzit was üch früntlich, lieb und dienst ist, ze bewysen." Datum zc.
St. A. Zürich: Acten Constanz.
4) 1527 (c. 15. December), Constanz. Instruction für Jacob Zcller und Haus Wellenberg, als Gesandtezu den Eidgenossen.
1. „Erstlich sollen sy gen Zürich ritcn und daselbst den verordneten, die by inen zno Stain gewesen sind,anzöugen und fürhalten, als sy inen zuo Stain den Handel ainer durchgenden verpüntnus mit gmainer Aidgnoschaftfürghaltcn und by inen gefunden habint, daß es inen ain wolgcfallen syge, uf das habiut groß und tlain Rätvom Handel geredet, ouch mit den gmainden gehandelt und an dcnsclbigcn willen gfnnden, also daß dic gmaindendie fach großen und klainen Räten endlich und bcschlicßenlich ze handle» übergeben und bcfolchcn habent. Ufsolche befelch, ouch uf deren von Zürich guoten willen und molgfallcn habint groß und klain Rät beschlossen, ufain durchgcnds mit gemainen Aidgnosscn ze handkrn. So man sich aber nit möchte am selben ort verglichen, so