Oetober 152«
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Kaufmannsgüter" um Geleil, wie es Andern gegeben worden, weil doch die Eidgenossen davon nur Nutzenund keinen Schaden hätten. Heimzubringen. K. Ueber den ab dem letzten Tage zu Baden in den Abschiedgekommenen Vorschlag, denen von Basel zu schwören, wird jetzt mit der Mehrheit beschlossen, einstweilen dieSache zu verschieben. I», Da Basel und Solothnrn noch keine Antwort gegeben haben, ob sie den zu Badenvon sechs Orten aufgesetzten Vergleich annehmen wollen, und man sieht, daß die beiden Orte „eben hitzig" gegeneinander sind, so wird abgeredet, es sollen sich dieselben ans dem nächsten Tage erklären, ob sie dem entworfenenVertrage nachkommen wollen oder nicht, und in der Zwischenzeit nichts Unfreundliches gegen einander versuchen,sondern gemäß den Bünden das Recht erwarten, I. Solothurn, das sein Begehren um Besieglung des Briefesüber Landeron erneuert, erhält den Bescheid, es solle den fraglichen Brief auf den nächsten Tag bringen, damitman ihn verhören und darüber gebührende Antwort geben könne. Ii. Obwohl ab dem letzten Tage zu Badendem Vogt zu Lauis geschrieben worden, er solle kein Vieh vorbeiführen lassen, das den Feinden zukommen möchte,hat setzt doch der Bote von Schwyz im Namen seiner Herren, erklärt, daß sie dies nicht ertragen können undbegehren, ihr Vieh bis nach Lauis und der Umgegend führen und daselbst verkaufen zu dürfen, ohne Rücksichtdarauf, wohin es dann komme. Heimzubringen. I. l. Eine Gesandtschaft des Königs von Frankreich übergibtein Schreiben desselben und meldet dabei mündlich, daß viele Knechte aus dem Lager vor Mailand abziehen, unddaß auch einige Hauptleute heimzukehren drohen, ivas dem König zu großem Nachtheil gereiche. 2. Sie zeigtferner an, daß der Markgraf von Saluzzo den Eidgenossen daselbst bedeutende Verstärkung, nämlich 6000 MannFußvolk und 600 Pferde, gebracht; endlich daß der Cardinal „Coloneser" (Colonna) und die Neapolitaner denPapst überfallen, sodaß er sich in die Engelsburg habe flüchten und init dem Kaiser einen Waffenstillstand aufdrei oder vier Monate schließen müssen, mit dem Beding, seine Truppen im Feld vor Mailand zurückzuziehen;übrigens haben der König von Frankreich und die Venetianer einander neuerdings versprochen, nicht aus demFelde zu ziehen, sondern Leib nnd Gut daran zu setzen bis zu Ende des Krieges, i» Ein Eilbote aus Frank-reich berichtet, nach Wiederholung obiger Nachrichten, es sei des Königs Begehren, daß die Eidgenossen an ihreHauptleute nnd Knechte schreiben (befehlen), nicht aus dem Feld zu ziehen, bis sie durch andere ersetzt wären'Heimzubringen, ob man ihnen schreiben will oder nicht, i». Der alte Laudvogt im Thnrgau, Joseph am Bergvon Schwyz, erneuert sein früher (mehrfach) gestelltes Gesuch um Entschädigung, das durch ein Empfehlungs-schreiben seiner Herren unterstützt wird, mit Rücksicht darauf, daß bisher noch keinem Vogt solche Unfälle zugestoßen,Und daß ihm ein Ersatz durch einen besiegelten Abschied versprochen worden sei; dabei erklärt derselbe, daß er ohneRechtsspruch seine Anforderung nicht aufgeben werde. Heimzubringen. «. Den Hauptleuten im Lager vor Mailandist geschrieben worden, sie sollen „gut Sorg haben" und auf nächsten Tag berichten, ob sie länger diene» wollenvder nicht, y». Es wird deßhalb ein Tag angesetzt ans Sonntag vor Allerheiligen (28. Oktober) »ach Lucern.<I» Die Gcsandschaft des Herzogs von Savoyen begehrt Antwort über ihr jüngst gestelltes Begehren. Die Botender beiden Städte Bern und Freiburg sind zwar ohne Instruction, begehren aber, daß ihnen der Vortrag „derSavoyer" mitgetheilt werde. Darauf erklären die übrigen Orte, ihren Instructionen gemäß, daß es nicht fruchtbarsein dürfte, Botschaften zu den beiden Städten zu senden; hingegen werden ihre Gesandten ernstlich gemahnt, dahinzu wirken, daß ihre Herren auf dem nächsten Tage die Antwort geben, die Eidgenossen gütlich vermitteln zu lassenvder das Recht anzunehmen, i. Das Fenster, das man denen von Unterwaldcn bei der Bundesbeschwörnng für>hre Rathsstnbe zugesagt hat, sott auf dem nächsten Tage bezahlt werden. «. ^chaffhausen wird ersucht, seinem»ach Luggaris verordneten Zusätzcr, der jetzt „auch" vor Mailand liegt, zu schreibe», daß er sich wieder nachZuggans verfüge, oder einen andern dahin zu schicken.