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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
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Februar 1526.

Zu Die erwähnte Zuschrift fehlt.

Zu «I. Von bezüglichen Berichten liegen nur zwei vor:

1) 1526, 28. Januar (Sonntag »ob U, Frauen Lichtmeß), Hans Bnrrach, Commissar zu Lnggaris, anVogt Blättli, Gesandten von Uri, und den Vogt zu Bellenz. In der letzten Nacht sei ein Bote, den er an denLangensee hinab geschickt, zurückgekehrt mit dem Bericht, er habe zu Pallanza von Spaniern und andern Leutenvernommen, daß jene sich zu Einem Heere sammeln und nach Bellenz rücken wollen. Das Gleiche melde einheute Morgen aus der Gegend von Lavcno gekommener Mann, der es von Spaniern selbst gehört haben wolle.Da man diese Drohung täglich höre, so scheine räthlich, es den Herren zu schreiben, zc.

2) 1526, 29. Januar (Montag vor Lichtmeß). Obwalden an die Boten von Luccrn, klri, Schwyz, Zug undGlarus (in Lucern). Antwort über die von llri mitgetheilten Schriften zc. Es sei wohl nothwendig, sich vor-zusehen; iveil aber die Sache alle XII Orte angehe, und Uri seiner Botschaft befohlen, solches in Baden vor-zubringen, so wolle man erwarten, was gemeine Eidgenossen darin handeln. Einen so raschen Ucberfall müsseman übrigens nicht befürchten, da jene Rüstungen vermuthlich nur dem „Herzog ans Frankreich" zn lieb oderzu leid geschehen, er. Beide Stücke im St. A. Lucei'n: Missivell.

Vgl. Nr. 336, Noten le, 1 — 7.

Zu f. Basel erörtert seine Motive in einem beachtenswerthen Jnstrnctionsartikel (S. Abschiede).

Zu Ii. 1) Hier ist zunächst die Basler Instruction zu beachten. Die Boten sollen zum drnstlichstenvortragen:

„Wir, als die do ganz geneigt, guotwillig und beging wärend, guot frid und einigkcit gegen dem nächsten,darzuo das heil unserer seelen zuo fürdern, habend discr dispntation mit hohem ernst nachgedacht, und sye niton, wir syend verrückter zyt für uns selbs in willens gsin, ein gespräch mit unseren geirrten anzcsechen, aber ußbewegenden Ursachen sye es im besten von uns nnderlassen. Nun, so wir die gegenwirtigen löuf, die sich an allenorten sorklich erzeigen, darzuo die geforliche zyt bedenken, mich hicby erwegen, wann das geschrei usgon, wieein gemeine lobliche Eidgnoschaft in willens sye, ein christenlich gespräch und dispntation ze halten, daß solichsein treffenlich ansechen haben, und aber bester weniger nit zno erhalten sorklich und schwer sin wurde, den theil.so in solcher dispntation obligen, zevor, (?...) wann disc dispntation nit mit willen des Bapstes und (der)Ständen des Rychs fürgenommen, dann es ongenschinlich, daß uf beben theilen Partien und also besinnet sind,daß ir jede den waren christenlichen glauben zc haben vcrhoffet, darby wol zno gedenken, daß sich dhein teil lichtlichvon sinem erkannten glouben abtriben wurde lassen; deßhnlb davon geredt, daß es schier das best sin, daß wirEidgnossen uns vereinten, in unseren landen cinandern güetlich ze dulden, das ketzer schelten und andere schmähungenabstallten, diemyl es doch am tag ist, daß jede party das, dem sy hierin anhangt, Gott, der unser aller Herr ist,am gefclligisten sin achtet; es wäre dann fach, daß dise dispntation mit Vergünstigung des Bapstes, onch keiserlicherMajestät beschechc» und zuogan; dann möchte bester lichter, weß man sich vereinigte, erhalten werden, zc.

„Es ist onch vorhin wol zuo bedenken, wann die dispntation also fürgang haben, daß die soll und inuoßmit hoher dapfcrkeit und ernst vollfüert werden, welichs nit on schweren kosten zuogan, dann die nit so schnellsich wurde enden, sonder vilicht ein jar zwei oder drü wären wurde, daß dann zevor onch darvon geredt, wiewir Eidgnossen de» selbigen kosten cinandern wellen helfen tragen.

„Des Platzes halb, als in jüngstem abscheid ein statt Basel anzeigt, will uns gar überlegen sin, die dispn-tation by uns zuo beschechc» lassen, von wegen der übertrcffenlichen großen sorg, die wir haben müeßtcnd, onchunsere bürgere mit huoten und wachen so hart beschweren, daß es unträglich sin wurde; dann on zwifel sowurdcnd bebe Partien mit großen Hufen erschinen, da zuo besorgen, daß es knm on ein uflouf zergon möchte.

„Zuodem wirt es schwer sin, richter zc bekomen; dann wiewol das göttlich wort alle ding richtet, und vonniemandem geurteilt wirdet, jedoch diewyl bebe theil die schrift anregen, so »messend je fromme gelerte männersin, so do entscheiden mögind, welcher theil die göttlich geschrift am trüwlichisten handle oder in ein verkerlichenverstand fücre; wo aber die selbigen zuo bekomen syent, wirdet vil nachfrng haben; es wird onch frilich einemjeden frommen und verständigen beschwerlich sin, in disen treffenlichen fachen ze urteilen. Zuo dem muoß mandie selben gelerten uf unfern kosten haben" . . . K.A. Basel: Abschiede.