Januar 1526.
uf das mclle sy bedanke», daß ctlich Personen inen sömlichs verkercn wellend, nnd nämlich vcr stundend sy, wieMeinrad der antwnrtcr der sige und sich habe lassen merken, daß irc Herren von Zürich nnd Schafshusen vondenen, die die im Cleggöu überzogen Hand, gelt gnomcn und somlichs lassen beschcchcn, damit arm lüt im Cleggöuüberzogen sind worden."
2. Meinrad antwortet, er anerkenne gern, daß die von Zürich nnd Schaffhansen das Beste gcthan, unddanke ihnen dafür mit andern Leuten; er habe sich aber nicht geäußert, wie sie klagen, sondern gesprochein„Mine Herren von Zürich und Schasfhnsen Machend die nit, die die im Cleggöu überzogen Hand, ur,ach shhabend ein vertrag mit ciuandcrcn, daß sy nit wider einanderen thücnd;" was er weiter übe» sie gesagt, )a eer unbedacht geredet und begehre von ihnen Gnade.
3. Die Kläger begehren eine runde Erklärung, ob er die angeführten Worte gebraucht oder nicht. Ergesteht es ein, mit der Erläuterung, es sei ihm ein Sohn umgekommen, der kleine Kinder habe; das habe ihn„widerwärtig" gemacht, und er hätte nicht erwartet, daß die beiden Städte seine Rede so übel nufnehme» wurden;er bitte daher sie, den Landvogt nnd das Landgericht um Gattes willen um Barmherzigkeit.
4. Die Boten von Zürich und Schaffhansen reden weiter i Da Meinrad zugebe, was sie gegen ihn klagen,so müssen sie Recht und Gericht verlangen, weil er sie an Leib, Ehre und Gut angegriffen. Ferner haben voreiniger Zeit Etliche von Lottstetten nach Thayngen laufen wollen nnd irr Schaffhausen gesagt, es brenne dort,daß die Herren es in Abrede gestellt nnd ihnen zwei Kronen angeboten, haben sie dann verdreht und ausgestreut,man habe ihnen Geld aufdringen wollen, damit sie denen von Thayngen nicht zu Hülfe kämen. Als die vonSchaffhansen Boten hinaus geschickt, um zu vermitteln, damit arme Leute nicht so zu Grunde gerichtet würden,haben der Mciurad und Andere eine» derselben ab dem Roß geschlagen. „Wyler habe man ze Dagingen »messenstürmen, darum daß man in sorgen stuond, daß der gwalt von Schnsfhusen ze grund gicng." Meinrnd habe imWirthshaus daselbst offen gefragt, wo in», die seien, die Geld von den Herren nehmen -e.? Alles Warnen sc,umsonst gewesen. Darum meinen die Boten, er solle bußwürdig erkannt werde».
5. Meinrad erwidert, was denen von Schafshauscn begegnet sei, thue ihm leid; er habe keinen Antheildaran; die angezogenen Worte habe er „in eim bekümcreten gemüet onbedacht anhc geredet;" er wisse von denbeiden Städten nichts als Gutes und wolle sie gern „entschlagen," vcrhoffe daher, daß ihm das Geschehene anLeib und Gut nicht schaden solle.
6. Nach beidseitigem Nechtsatz und gewohnter Umfrage wird Mcinrad bußwürdig erkannt und einhelliggcurtheilt, „daß er somlichc wort mit der zungcn büessen solle;" darum solle der Nachrichtcr ihn zu Händennehmen und seine Zunge schlitzen, womit er nach dem kaiserlichen Recht gebüßt haben werde. Dieses llrthcilwird denen von Zürich und Schaffhansen ans Verlangen schriftlich zugestellt nnd besiegelt von Junker Konradvon Jestette» und Konrad Heggenzer von Wasserstclzen, Vogt zu Kaiserstuhl. (P°rg.-Urk»nd-n mir h-wgmdm Si-g-w.»
SSN.
Mern. 152«;, 31. Januar.
Staatsarchiv Bern: Acten Kirchlich- Ang-l-g-nhcitm.
Bortrag eirrer Botschaft der VII Orte, betreffend die Händel mit Zürich. .
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und geantwortet, man werde sich mit Stadt und Land berathen.
2) „Der siben Orten, nämlich Luzcrn, Uri, Schwiz, Undcrwaldcn, Zug, Fryburg und Solotorn sandbottcnfürtrag" ...
I. „Anfangs, als dann verganges sars ein anlaß beschcchcn und an min gnädig Herren ^'»^'n by denenvon Zürich hinfür uii ze tagen, sonder zno inen de., vis Orten ze stau, von wegen daß be.ne.R von Znr.ch von