März 1530, 595;
11. „Item als si och nndcr andern artikle» fürgezogen, daß der landsfridm vermöge, wo die mess, bildcrund derglicheu cercmouicn abgetha», dz die uit mcr ufgestclt werden, sagt in, g. h., alles dz der lantsfrid ußtrnckund vermöge, dem well er trüwlich nachkamen und gleben, und wiewol auch der lantsfriden im selben artikelcrlütcrt, dz die kilchgnosscn darum zno meren und mindern habint zc., sigc er endlich nit des willens, niemantdarzno ze halten, sonder si in semlichem ircm beste» bcdnnkcn lnt des landfridens hnndlen zno lassen; der selbiglantsfrid bedingtlich vermöge, daß jederman ividerumb zno siner herlichait und gcrcchtigkait kamen; er gctrmvouch, der lantsfriden sölle glichergestalt an im och gehalten werden, denn er und sin convent von der meß undgotsdienst uß nigen willigem fürneincn nie abgestanden, sonder durch angelegten gwalt darvon genöt cnrd ge-zwungen syen, den selbigen gotsdienst dann er und jin convent nünts dester weniger inmaßen ivie von alterhargeprucht habint, und sige onch des styfen unbewegten willens, ganz darbi unverändert zno plybcn und verharren.
12. „Und wie sy dann anrneren, das bnrg und landrecht, ouch honplmanschnft sig nit uff ains Herrenperson allain gestelt, darzno sagt er ja, und aber nemlich, daß das selbig alles uff ain Herren und gemain con-vent des gotshus Saut Gallen und Saut Bencdictm ordcn gesetzt und gestelt worden sigc, wie dann semlichbrief, wie und warnmb die nngcnomen syen und nfgcricht, irs Inhalts lnt den copyen und bricfcn nnderschaidcn-lich verstanden werde.
13. „So dann, als si in ainem artikel gcschriben, wie minei» gncdigcn Herren ain verhör tag gesetzt sig,habe er sich siner nnerbarcn Handlung zno Baden in Ärgöw nit können und wissen zno vcrantwurten zc., darufgibt min g. h. diß antwnrt, dz er inen dcß ganz und gar kains ivcgs nit gstande, sonder habe er sich vor denKotten der vier Orten'aller fachen halb gnnogsamklich im grnnd und mit warheit der notdurft nach verant-wnrt und dermaßen, daß (es) damals die botten zno crlicher verantwnrtnng und gefallen angenommen und en-wedcr die botten von Zürich und Glans noch kaincr überal nie kain wort darmidcr gcredt, sonder sin erliche ant-wnrt unwidersprochen war sin lassen plyben, die selbig verantwnrtnng er lnt sins empfnngnen abschaids wal dar-znolcgcn hette, deßhalb semliche nachrcd billichen erspart und vermittcn plibint.
14. „Und als ouch in gemeltcm artikel angezogen, wie die gotshus lüt in nie für ain Herren geachtetund erkennt, im onch nie geholten habint zc., zno dem sagt er, als bald und er zno ainem Herren und abtcrwelt worden, syen schnlthais, klain und groß rät von ganzer gcmaind wegen zno Wyl in bist» bedcr OrtenLuzcrn und Swyz botten und ander, deßglichen gesandt crber botten der gotshnslüten im nndern ampt zno imkomm, ime zno der nbty glück gewünscht und sich als schuldig gotshus lüt aller underthänigkait gegen imc alsirem natürlichen Herren crpottcn, und in glichcr gcstalt syen zno Goßow etlicher sondriger gemainden des obrenampts botschaften bi im gcivcsen und sich nit weniger denn die andern als gehorsam gotshus lüt gegen imcrpottcn und in onch für ain Herren geachtet und erkennt, mit nnznignng, so semliche wal an inen gestanden,weiten si doch kam andren Herren denn in erwelt hau; darbi sy denn ouch ungezwifelt beharret, ja wenn synit durch täglich botschaften und bricfcn, darvon zeston und im nit zc hnlden und zc schweren, angctaschtetworden wärint.
15. „Item und als dann onch in ainem artikel fürgctragcn und im zno vernnglimpfnng dargcthan, daßdie gotshnslüt treffenlich beschwert syen ?c., in dem ist mins g. h. antwnrt also, daß er sy ganz mit ninichcnbeschwcrden nit überladen; denn er bißhar, wie wol er nüts dann rechts begert Hab und noch täglich sin nn-schryen sigc, nie, wie billig war, zno dem sinen komm mögen, achtet und vermaint onch nit, dz sin vorHerr seligsy unzimlicher wyß gmzlich nie beschwert, und zno gloplicher underrichtung Hab er kurz verschincr jaren mitsinen gotshus lüten ain rechtsfertgnng zno Rappcrschwyl vor dm vier Orten gehalten, in dem sy nn die »lind-sten beschwcrden, darmit sy vermaint haben überladen sin, anzogen, derhalb dann och aller Handlung nach ur-tailen ergangen, und was darinnc dem gotshus znogesprochcn sig, vermaint er, jetz unbillicher wyß widerum vonjemants als beschwcrden angezogen werden füllen, snnder hofft er, den selbigen und andern bricfcn solle trüw-lich glept, und umb willen (daß) verstanden werd, was zimlichm erpietens er gegen sine» gotshus lüten gewesen,so habe er inen mermals früntlichm gcschriben und sich im selben nnder anderm erpotten, ob und so fer vilichtetwas spenn, stöß und bschwerden vorhanden, die abweg ze thnon not wärint, wölt er dcrhalben nit bsondrcn
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