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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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März 1530.

Versprechen, Alle» mildes Gehör zu schenken und das Gute anzunehmen, hoch erheben würden; diese Schriftenwill man aber zurückbehalten, um dieselben je nach dem Gang der Sachen auf dem Reichstage dem Kaiser zuübergeben (oder nicht). 7. Wenn der Kaiser nur eine Partei, nämlich die Zwinglischen, angreifen und dieLutherischen in Ruhe lassen wollte, so ist ein Weg zu suchen, wie man die letzterenüber ihren Willen" auchin das Spiel bringen möchte. 8. Es soll Niemand Ursache zum Kriege geben; damit aber nichts Argesbegegne, soll man sich inzwischen gerüstet halten und wohl vorsehen. I». Jeder Bote weiß seinen Herrenanzuzeigen, was mit den Boten von Straßburg des Korns und Pulvers wegen, das sie erlegen sollen, geredetworden ist. v. Es weiß auch jeder Bote, was man denen von Mühlhausen gesagt hat betreffend die Antwort,die den Städten von der Regierung zu Ensisheim,ihres" Guardians halb, zugekommen ist; es soll jetztnämlich die Sache anstehen bis auf spätere Tage; deßgleichen daß sie gebeten worden sind, dem guten Gesellen,der ein Jahr lang ihre Stadt hat meiden müssen, ferner ihre Gnade zu beweisen. «I. Die Boten wissen zuberichten, was man denen von Schaffhausen geschrieben hat des Prädicanten wegen, der, wie zu vermuthen,aus göttlichem Eifer etwas gepredigt hat, wodurch er in ihre Strafe gefallen ist; man hat sie ersucht, dieseStrafe zu erlassen oder zu mildern, und ihrem Boten empfohlen, diese Bitte seinen Herren vorzutragen.

Die Boten von Zürich sollen eingedenk sein, bei ihren heimlichen Rüthen Folgendes anzubringen: Weil zurZeit in diesen Sachen kein bestimmter Kriegs-Rathschlag zu fassen möglich, indem noch kein Feldzug vorhandenist und niemand die Städte angreift, so sind sie auch nicht geneigt, jemanden etwas Arges zuzufügen und Anlaßzum Kriege zu geben, sondern allein des Willens, bei Frieden, Ruhe, Einigkeit, göttlicher Wahrheit und evan-gelischer Lehre zu bleiben, und dcßhalb nur auf den Fall, daß jemanden sie ans diesem Grunde beleidigen wollte,zur Rüstung und zur Gegenwehr entschlossen, und der Meinung, daß damit viele Anschläge, die durch die Be-friedung zwischen dem Kaiser und dem König von Frankreich begünstigt werden könnten, eher abgewendetwerden. Da nun aber der König in der angenommenen Richtung dem Kaiser eine namhafte Zahl von Reiter-und Fußvolk für seine Unternehmungen zugesagt haben soll, so wird für gut angesehen, daß ihm durch ge-schickte Personen, welche in der Eidgenossenschaft wohl zu finden sind, insgeheim folgende Meinung vorgetragenwerden sollte: Der Kaiser habe jetzt überall in Italien die Dinge so gerichtet, daß die Mehrzahl der Fürsten,Herren und Städte ihm anhangen und zu seiner Partei halten; auch der König habe mit ihm einen Friedengeschlossen; es sei vorauszusehen, daß er in den deutschen Landen ebenfalls darnach strebe, die Städte auf seineSeite zu bringen und seinen Absichten dienstbar zu machen; wenn solches gelänge, so wäre nichts gewisser, alsdaß die deutschen Fürsten, die bisher einige Freiheit behauptet haben, aucheingethan" und unter des KaisersJoch gebracht würden; sobald aber dieser Plan verwirklicht werden könnte, wäre der König zwischen derdeutschen und der spanischen Nation eingeschlossen, und müßte es ihm fernerhin unmöglich werden, deutschesKriegsvolk, namentlich Landsknechte, zu bekommen. Dabei soll ihm die Frage vorgelegt werden, wessen sichdie Städte von seiner Seite zu versehen hätten, wenn der Kaiser sie des göttlichen Wortes wegen angreifenund überziehen wollte, alles mit mehrerem Inhalt, wie die Obern es weiter bcrathen würden. Wenn derKönig mit guter Antwort begegnete, so würde man ihn ersuchen, ans gleichen Ursachen die Herzoge vonLothringen und Savoyen zu bewegen, daß sie in dem angedeuteten Falle sich dem Kaiser nicht anschließenmöchten gegen die Städte, t.Gedenket auch deS Herzogthums Würtemberg." K. (Es wird der Abt st-gallischen Händel wegen eine Botschaft nach Zürich abgefertigt.)

8' aus dem Schaffhauser Exemplar, dem dagegen v und t fehlen; v8 fehlen im Verner und Comstnuzer Abschied. Basel hat nur n, 17; das klebrige scheint verloren.