Januar 1530.
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III. (14. Jan.) Die Boten begehren noch eine mündliche Erklärung über die gestrige Antwort undwünschen besonders, daß sie gegen Vcrunglimpsungen sich zu derantworten beranlaßt würden. Es wird ihnendeßhalb förmlich zugesagt, beide Parteien zu verhören. Darauf haben sie die gestern gegebenen Versprechungenmit „großen hohen glaublichen" Worten bestätigt.
Das Rathsbuch gibt einen Auszng des Vortrags nnd die Antwort. Den Vortrag lassen wir wörtlichfolgen:
1530, 6. Januar (Trinm Negum), Lncer». Instruction für alt-Schultheiß Goldcr und Vogt Ainbcrg,als Boten nach Bern.
1. 1. „Erstlich unfern lieben Eidgnossen unser guotwillig früntlich dienst und was wir liebs, eren nndguots vermögen, inen zuo erbieten und ze sagen.
2. „Demnach inen anzezeigen, daß ir nit allein von den zwei) Orten Lucern und Schwyz, sonder ußbefelch und in namen unser der fünf Orten abgefertigt und usgeschickt sigen, inen ir beschwcrd und anligen znocrzelen, nämlich dise Meinung, so ufs kürzist hierin vergriffen.
3. „Erstlich, als unser Eidgnossen von Zürich vor der ufruor und embörung, so sy wider uns uf ver-meint artikel fürgenomen und uns gcwaltiklich überzogen, welche artikel ff) im truck (vor) aller menklichen usgosscn,da aber uns von nöten und billich, ouch unser begird ivöre, uns uf die selben artikel all und jeden besonder zuoverantwurten, unser Unschuld und warheit darzethuon, dermaßen daß unser lieb Eidgnossen und allermenklichsehen und erkennen möchten, ob man die warheit gegen uns gebrucht Hab oder nit; dwyl aber der landsfrideninhalt, kein teil dem andern sölich und all ergangen Händel zuo argein meiner mcr fürzeheben und ze ge(de)nken,und damit wir dann dem landsfriden niendert zuowider erfunden iverden, so lassend wir jetzmal das besterineinung ruoiven.
4. „Dwyl aber wir mit den geschwinden Händeln gcbrennt und erlernet Hand, warzuo das usgießen undverunglimpfen in gemeinen man (Gott weiß, mit was warheit das geschechen) uns erschossen und was darusentsprungen ist, so will uns bedunken, daß wir uns unser Unschuld nit getröstcn und also stillschwigend unfernunglinipf by unsern l. Eidgnossen und anderschwa inpflanzen ze lassen, erwarten, sonder dem vorzuosin, so habenwir üch zuo unsern l. Eidgnossen von Bern geschickt, inen zuo crzclcn, was uns nach dem friden begegnet undzuo Händen stoßt.
II. „Erstlich so mögend unser l. Eidgnossen in den nächsten zwei abscheiden zuo Lucern usgangen wolvernomen Hai,, was in dem Thurgöw gehandelt wirt nnd fürgat, das zum kürzesten anzezeigen.
1. „Nämlich, als der r Orten bottcn zuoletst im Thurgöw gewesen, da ein span für sy komm von wegeneins jarzits, da der stifter des jarzits vermeint, einen acher, so er um das jarzit ze halten geben, söll im wideriverden ?c., welchen span der r Orten Kotten einhellig und on alles mittel für landgricht geschiben, sich daselbsuszuotragen, und als sölcher Handel und span für landgericht komcn, habend einer zuo Frowcnfeld, der Möri-kofer, und sunst ein pur (die dann nüw landrät sind) den landrichtern verbotten, sy söllen über die sack) nitrichten, oder sy wellend ein landsgmeind haben und das glatt nit gcstattnen, mit trutzlichen tröw warten, darinnun unser Eidgnossen von Zürich den puren glimpfcnd nnd gestand gebend.
2. „Item, wiewol der kilchherr zuo Gachnang im Thurgöw gegen sinen underthanen vor der x Ortenbottcn ein abscheid erlangt, und wo sy nit güetlich möchten vertragen werden, daß sy zuo tagen ividerumb fürder r Orten bottcn komcn söllten ?c., das aber im nit hat mögen helfen, sunder ist er siderhar von den sinenvertribcn und Hand die puren nit allein sin pfruond, sonder ander sin guot im darzuo genome», und so derPriester das recht vor sinen widcrsächcr(n) zu Gachnaug hat wellen geben und »einen, Hand die puren das nitwellen thnon und im stolze täding daran geben und gsagt, sy sehend weder den landvogt noch den pfasicn an ?c.
3. „Item, wie die Thnrgöwer mit dem vattcr von Illingen gehandelt, den selben vätter(n), deren überdry oder vier nit ist, einen eignen prcdicanten, ein nsgcloffnen carthuser, mit wib nnd kinden uf den hals ze