Januar 1539.
491
245».
Wyl. l. Januar (Samstags der Veschneidnug Christi Tag).
Staatsarchiv Zürich:Absch. Vd. 10, f. soo.
„Abscheid gmeincr gotshusliitcn (von) Sani Gallen, ober und Indern ampts, den vier Orten Zürich,Luccrn, Swiz und Glarus, von ganzer landsgmcind zWil im Thnrgöw, vor der statt Wil glegen, geben" :c.
1. Auf den Vortrag der IV Orte haben die GotteShanslente mit einhelligem Rath und Mehr beschlossen:Weil die Herren von Zürich ihnen und sie hhwider jenen des göttlichen Wortes halb einige Zusagengegeben, und mittlerzeit Abt Franriscns mit Tod abgegangen, aber der neu gesetzte Abt mit Leib und Gutsich landflüchtig gemacht, so das; die Unterthanen ohne Regiment gewesen sind, so haben sie Zürich und Glarusnls ihre günstigen Herren und Obern um Hülfe und Rath angerufen, wie sie entweder sich selbst regierenoder sonst regiert werden könnten, worauf die Boten der zwei Orte sich nach Wyl begeben, mit den Anwältender Gottcshansleute gemeinsam bereitsten und ein „freundliches Landrecht" (Verfassung) aufgesetzt, auch einigedem Gotteswort widerwärtige Beschwerden abgestellt und einige Artikel ans Hintersichbringen angenommenhoben; wenn (alle) diese Artikel erläutert und mit Brief und Siegel bekräftigt werden, so wollen die Gottcs-houslente dem Hauptmann schwören, wie er Hinwider es ihnen thnn soll nach Lant und Inhalt des bezüglichenArtikels. 2. Die GotteShanslente haben Lncern und Schwyz ernstlich gebeten, sich Zürich und Glarus anzu-schließen und zu bewilligen, was diese Orte gewährt haben; wenn sie dies thnn. so wollen ihnen die Gottcs-hansleute gewärtig sein wie den Herren von Zürich und Glarus. sie als ihre günstigen Herren erkennen undkein Ort dem andern vorziehen („für dz ander söndern"); ist dies nicht möglich, so wollen sie thnn, was siedermöge des Burg- und Landrechts schuldig sind. 3. Des erwählten Abtes halb erklären sie sich willig, ihmgehorsam zu sein, wenn er seinen Stand mit neuem und altem Testament bewähren und auch beweisen könne,daß er ein Regent oder regierender Herr sein solle. 4. Die Gottcshansleute richten an die Herren derIV Orte die ernstliche Bitte, die früher verfallenen Bußen nachzulassen, weil jetzt ein neues Regiment ein-gesetzt sei.
Zur Verbindung mit Nr. 241 und genügender Vorbereitung der spätem Verhandlungen lassen wir noch
Zwei Gesandtschaftsberichte folgen:
1) 1530 l Januar (auf Circnmcisionis), 2 Uhr Nachm., (Wyl). Christinn Fridbolt an BM. Vadian(in Rurich). '.Frid'nnd gnad, -c. ec. Wissen daß nf euer schriben min Herren . . den Gaisbüeler gen Wylgesandt, nnd aber ee er wider Hain, kamen, haben nun Herren Meinrat Weniger und ...ich har verordnet ,mdnachts hargeritten nnd warlich am seltsamen Handel hie fanden; Hab wol darfür. ,r syen sy (des?) wol beruht,und wie .vir an. Donftag gen Wyl sind kamen, vermeinten .vir, die fach war ger.cht und ganz gnot; kam an.geschrai, wie der Batzenhamer käme mit 1090 mannen und wellt das hus n.nen.cn; also crschraw. duZürich und Glaris und gaben das worznichen, ließen den stürm nfwnrtS gon, der ist g""gcn bw ... dav N.ntal,nnd sind also hie bi 3000 gotshuslüt znosamcn komm uff Fntag zno nacht; sind r.e von Wyl ganz erschrocken,nnd nit ....Mich, dann sy an. wüefti kilwy Hand; Hab wol darfür der IM) sy nn.b 2 b.s ... d.e 3000 fl.gestraft, schnöde (schadete?) i»(cn) nit so vil. Nun haben die von Znruh, Mar.s, nur, B.schofzell nnd etl.chvom adel, auch die nß der grafschaft in der fach gchandlet zwischen den von Wyl »nd den 7 geg.nen des gotshnsund sy dahin bracht, 4 artikel gestellt, (anzenemen); den ersten, daß die von Wyl die gotshuslüt zuo ir