Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
454
Einzelbild herunterladen
 

454

December 1529.

vermög göttlichs wortes, und sofer jemand eigens fürnemens ühit därwider understüende, min Herren dieselbendarum strafen mögen wie vorgelütrct."

Original aus der Solothurner Canzlei. Die Gesandten sind in der Einleitung genannt. Bern hateine nndatirte Ausfertigung, die überschrieben istder erst" (abschcid), im Zusammenhang mit einem später»(der ander") und eine Reihe anderer einschlägiger Arten (bis 153K); eine andere, jedenfalls gleichzeitige Ab-schrift hat das BuchSolothurn", 2533 (irrig zu 1532 verseht).

22K.

Mnltj. 1529, 7. December (Dienstag nach Nicolai).

Ttaatsarchiv Zürich: Acten Zurzach,

1.Uff fürtrag der bidcrwen tüten don Zurzach erbar batschaft Hand mine Herren hüt datum den Kescheidgeben, was sh, die bidcrwen lüt, crkanntniß und nachlassung nehermals van mhnen Herren beschehcn, derkleinater und zierden der kilchen jetz schan dcrkanft, daß man dasselb darby bclyben lassen, sy auch das Z»aividcrkecrcn nit nöten welle; was aber und das übrig sv nach vorhanden (me), sollen sh bcrwaret beschliesscnund dasselb also sampt den Müschen darzuo bis nf wyteren Kescheid behalten und nit verändern. 2. Undals sh wytcr fürgebcn, wie sich etliche bh inen, sa dem Gattswart widrig, zna predig ze gand sperrend, deß-glichen auch ctlich Priester an ort, da man nach meß halt, gangind und allda meß haltind, und gemelte (sa)dem Gottswort widrig mit inen ziehind, damit under inen unruow und Uneinigkeit machind, da niögend shbh inen ein satzung, solichs ze dcrmhdcn, machen und darnf ein bcstimpte buaß und geltpcen setzen; wölichdann solichs whter darüber beharren, und so oft das beschicht, um dieselb gesetzte bnoß strafen »nd sh darmitzur predig und hörung des Worts gottes, auch sich in discn dingen, darum dann das wer worden ist, mitinen zuo derglhchen anhalten, darby sh mine Herren handhaben wellent."

227.

Bern. 1529, 7. und 8. December.

älantottönrchiv Areiburg: Instructionen Bd. I. 001». Nathsbtlch Nr. 47.

Stttktskrchiv Bern: Instructionen, 374. Nathsbuch Nr. 223, p. 201 300.

I. Gesandte von Freiburg Lorenz Brandenburger, Peter Tossis, Jacob Nudella, Peter Stnubisollen sich beschweren 1. über den Anspruch Berns, zu Schwarzenburg und Gnggispcrg mehr Herrschaftsrechteauszuüben als Frciburg, sei es mit Kirchcnsätzen, sei es in andern Dingen. Man habe es geschehen lassen,daß ein Prädicant dahin geschickt worden; damit wolle aber Bern sich nicht begnügen, sondern die Messe unddie Administration der Sacramente nach alter Ordnung nicht mehr dulden, wiewohl es zugesagt habe, Nie-manden zum Glauben zu zwingen; in solchen Verboten sehe man aber nichts anderes als Zwang. Da hicinitdas Mehr, der Landfriede und besiegelte Briefe außer Acht gesetzt werden, so wolle man Bern nochmals zw»höchsten und freundlichsten bitten, dies alles nochmals zu bedenken und die Landlcute bei ihrem Mehr (für