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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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December 1529.

entsprungen, mit Worten oder werken, wie dos von beiden partyen gcbrncht, nfgchcpt, hin und ab sin, also daßsi einandren beider syt zuo argein deß nit gedenken noch fürhalten söllen, usgesatzt die zwen büchsen Meister söllendarum von mincn Herren gestraft, deßgclychcn der alt lütpriester, diewyl dcrselb sich erbotten, das fändli an dieBiterschen ze tragen, mit dem eide von statt und land gewiscu werden.

2.Und nachdem des göttlichen ivorts halb bishar inangel gewesen und einem predicanteu nit möglich,dasselb täglich zuo verkünden, soll ein gelertcr geschickter prcdicant zuo dem jetzigen bestellt und angenommenwerden, ivölich all Werktag ein predig zno den barfuoßen und uff den fyrtagen zwo zuo Sant Ursen thüegen,eine an dem morgen und die andren nach üubis, damit menklich des göttlichen ivortes durch sie bericht mögewerden; doch daselbs zuo Sant Ursen des psalmen gesangs müeßig gangen, aber zuo den Barfuoßen singenwie bißhar gebracht, und jederman fryen willen haben darzno ze gand, suuderlich die so der Räten und Burgernsind, sich beflyßen, an den fyrtagen, wo inen solichs au den Werktagen nit fnoklich sich darzuo ze fliegen, undbitten si min Herren die schidlüt, von der ere gottes wegen geflisseulich darum.

3.Aber antreffend die meß, diewyl deren, so derselben begeren, ein große anzal, damit dann dieselbeniro nit beraubet werden, ist beredt, daß man zuo Sant Ursen meß, metti, vesper, begrebden, jarzyt und anderccremonicn halten solle wie von alter har, und jederman frycn willen haben, darzuo ze gand nach sinein gefallen,von mcnklichem ungeirrt.

4.Doch ist darby beredt, daß min Herren klein und groß Rät zuo erfarung der warheit beid teil ufein fuoklich zyte, so inen das wolgefüllig, zesamcu berüefen, dieselben mit cinanderu um die späunigcu artikeldisputieren lassen und nach verhörung desselben zuo miner Herren von Räten und Bürgern guotem fryem willenund gefallen stau söllc, in discn dingen fürer ze handle», nachdem gott der Herr gnad gibt, und si nach besaggöttlichs worts geschickt und zimlich wirt beduuken.

5.Berüercnd die bildcr und kilchengezicrdcu, söllen die selben zuo den Barfuoßen gerumpt werden,nämlich also daß min Herren und mcistcr von den Zünften, die schützen und ander Personen, so ützit an demende hätten, solichs indert acht tagen den nächsten daunen thnon und behalten mögen »ach irem guotcn willenund gefallen, sunst mcnklichs darzwüschcn unsnogs oder muotwillcus gcrücwigot sin und danncnthin die, so sichgöttlicher schriftc gebrochen wöllcn, vollen gemalte haben, mit denen bilden, so noch vorhanden sin wurden, undanderm, so si an dem ort ärgerte, ze handle» nach irem guoten gefallen, damit si also onc hindrung sölicherdingen das nachtmal des Herrn bcgan mögen; aber die tafele», so von dem orte genomen, söllen ingeschlossen,weder zuo Sant Ursen noch andren orten gczöigt und dargestellt werden.

6.Aber zuo c^ant Ursen söllen gedachte bilder sampt den ceremonieu als obstat in irem wese», wie stdiser zyte an dem ende sind, gehalten werden, und dhein zunft noch sunder Personen dcrohalb einiche uüwrungbnicheu noch fürnemen anders dann mit beivilligung miuer Herren von beiden Räten, ob sich dieselben einesandern hienach wurden vereinbaren.

7.Und so vil die Priester in der statt antrifft, söllen die selben bcliben, nämlich die corhcrrcn wie bißhauund der caplancn halb, diewyl dieselbe» pfrüend durch etlich zünft, ouch alte geschlccht und ander biderb liit(ivic si verhofft, inen zuo heile) gcstift, können min Herren dcro halb auch nit ändrung thnon und lasseil esalso bcliben, wie solichs bishar gebracht, es wäre dann, daß solich zünfte und andre bnrger, als stiftcr derselbe"eaplanien, solich Priester ires guotcn willens wurden äudren, daß si desselben vollmächtig sin söllen. Dochsolich ungeschickt nncrber personell nnder inen erfunden, die zuo ir(er) Verwaltung nit tongcnlich, mögenHerren dieselben abstellen und hinweg fertigen, nachdem si zimlich und geschickt wirt bedanken.

8.Und sollen die corhcrrcn und caplän by einer straf, so min Herren daruf mögen setzen, täglich by denpredigen sin und zuoloscn, ob mau die warheit fürtrage oder nit, und sofer si bedttcchte, daß dem göttlichenworte nit gclychförmig gcprcdigct wurde, söllen si dasselb nunc» Herren Schultheiß und Räten anzeigen, dochniemand den predicanteu an dem canzel widersprechen.

RAber betreffend die Priester nf der landschaft, söllen die undcrthan mit tougcnlichcn Pfarrern, die das)e>lig Uvangclium und göttliche schrift (nach) Inhalte des Mandats sürtragcn, verschen werden, und ob dieselben sich