Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
438
Einzelbild herunterladen
 

438

November 1529.

sine vorderen, nit eins so schlachten oder geringen cmsehens oder hürkommcns, als villicht ander übt nnd klöstcr,sunder wärmt die vom heiligen stuol zuo Rom, dcßglichen kciscren und künigen hochloblich begabt nnd gefrygk,und bißhär glider des heilgcn römschen Rychs gewesen, weliches sy inen allweg vorbehalten, ouch sich desselbennoch nie entzige», sunder under die Rychs stand für und für gezelt und darzuo bcrüeft und in alle hilf angeleitworden; möchte man wol gedenken, daß er sich nit so liederlich von dem synen abtryben lassen, snndcr wo er jealso mit gewalt vertribcn sin, müeßte er lnogen, wie er zuo recht käme und andcrschwo hilf und schirm suochcn,wo er möchte, wolte sich ouch dcß also hicmit entschuldiget haben.

1^. V.Die offnung dcß befälchs der Kotten von Zürich oder irer antwurt ist ouchnit gestellt, wie sy eröffnet ist"), sunder sollt also stan: Sy habend sin Verantwortung und entschnldigunggehört und lassend die syn wie die syge; habe er wol gchnndlct, möchtend sy im gunncn; dicwyl aber irc Herrenzuosampt Iren lieben Eidgnosscn von Glnrus sich vornaher zuo ansang gegen im veranlasset, so er mit heiligergöttlicher gcschrift sin vermeinten münchenstand, daß der guot und gerecht, begründen, ouch das guot, so er demgotshus abtragen und cntwert, widerkecrcn und sich dem gotswort glichförmig machen, als denn sy, was zymlichsin, handle» wcllind; da möchtind sy wol lyden, daß er solichs an dhand genommen und dem also statt gethanhettc; diewyl er aber solichs nit erstattet, sunder sin vermeinten unbegründten stand wider das gemein ansehendes gotshuscs landschaftcn beharren und sich den? gotswort nit glichförmig machen wölken, sunder erst über seehinus usser land entüsscrt, dem gotshus, als er deß selbs bekanntlich gewesen, das sin entfücrt und dcßhalb st»vermeinte gerechtigkeit verwürkt; der landsfridcn ouch vermag, wo solich verwandte gotsdicnst abgcthan, daß esdaby blybcn, und dann ire Herren den gotshusliiten zuogeseit, sy mit dcrglichcn unnützen gotsdienftcn, ouch disemvermeinten abt nit mee beschwüren ze lassen, sunder in irc bcschwärden ze sehen zuogeseit, solich zuosagen ouchmit gemeldtcm landsfridcn, daß es by kreftcn bcstan söll, bestätigt worden, dcßglichen der vermeint abt, alsder so sich, wie gehört, der Eidgnoschaft entüssert, im fridcn nit beschlossen, sich dcß ouch nit bcfröwcn mag,so sigend ire Herren des styfcn sinns und gcmüets, in nit widcrnmb inkommen ze lassen, als sy ouch vermaggöttlichs worts und gedachten landsfridcns deß nit schuldig, snndcr den bidcrwen lütcn ir zuosagen ze leistenund also in kraft desselben angends mit sampt Iren lieben Eidgnosscn von Glarus hinus ze kceren, die Verwaltung(von) land und lütcn, damit des ends nützit vcrschiuc, an dhand ze nemcn, sy mit gcbürcndcr regierung undobcrkeit, gcrichtcn und rechten nach irer notdurft zuo vcrsächen, ouch inen irer beschwärden gebürend erlichterungze thuond und die nach zimligkcit abzencmen, mit bitt, dicwyl ire Herren nit der Meinung, hinder zweien Ortenhierin durchzcgan, daß sy also mit inen hinuf'kecrcn, den bidcrwen litten tag ansetzen und inen solichs volzichcnhelfen wollten; wo sy das thuon, wäre inen am anmiietigisten und gefelligistcn; wo nit, welltcnd sy es mit-sampt gcmclten iren lieben Eidgnosscn von Glarus an dhand nemen und die biderwcn lüt wytcr nit ufzühc»,der Hoffnung, dieselben ir Eidgnosscn von Glarus sich in sölchcm nit von inen sündern werdind.

*) Die kürzere Version gibt hier folgende Stellen:

Ufs söliche siner gnaden verhörung so habent sich unser Eidgnossen von Zürich ratsbotten irer Herren und ober» ant-wurt und Meinung entschlossen, sy habent sin veranwnrtung wol gehört nnd lassent die sin, wie die sige; diewyl er abersich gemeiner Eidgnoschaft verstiegt, ouch sin und des gotshns Hab, brief und anders darns gethan und sy in dem selbendes gotshus litten zuogesagt habent, sy mit im nach einem andern Herren und abt snit?) mer zuo belade», so syge ir Herrenund ober» will und ineimmg, hinus zuo schicken, und wäre ir friintlich beger an die übrigen Ort, sölichs ouch ze thuondeund das gotshns und ander plätz im zuogehörend mit ampttiiten zuo verstehen, damit einem jeden das recht nnd billigt«!möge widerfaren und gcdienen, dann sy je vermeinen, daß nach vermög des landfridens sy deß glimpf, fnog nnd recht da>-zuo habint; dann dersclb in einem artikel gar luter nstrucke, was sy die sechs stett Mandaten nsgan lassen oder den liite»zuogesagt habent, das solle stät und nngeändert beliben; sigind ouch guoter Hoffnung, unser Eidgnossen von Glarus werdensich nit von inen snndcr».

So dann habent sich der beider Orten Luzern nnd Schmyz ratsbotten erlütert, daß ire Herren »nd ober» des Willemund Meinung sygent, dem bemeltcn Herren abt, sinem convent und gotshus brief nnd sigel ze halten, soferr und inen ver-möglichcn ist, wellent sich ouch der fryheiten und rechtnngen nach tut brief und siglen, so sy von Herr Abt nnd Gotshus zu»Sant Gallen Hand, dheins wegs verzichen noch begeben haben, mit länger» warten, on not alle zuo beschryben."