Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
436
Einzelbild herunterladen
 

/

486 November 152S.

geantwnrtet ward, sy sähen und hörten nieman zuogegcn, der ützit klagen wollte, und daruinb, ob im ferrersangelegen wäre, möchte er wol das wyter eroffnen und erscheinen, wölten sy in verhörein

Daß die Gotshuslüt nit erschinen, ward durch die botten von Zürich by discm artikel also verantwnrt,daß sölichs keiner argen oder gcfärlichen, sunder guoter Meinung und allein von unkumligkeit und ferre wegendes wegs, zuo oermydung größeren kostcns, underlassen wäre; dann ire Herren sölichs an der beider Orten bot-schasteu im Thurgöm langen lassen, discn tag gan Bischofszell ze leggen und den vermeinten Abt dahin sicherlichzuo vcrgleiten; hellend ouch wol gemeint, die botten inen gehörter Ursachen halb und den biderwen lüten zedienst gcwillfaret; diewyl aber sölichs nit sin mögen, und dann sy die vier Ort sich noch nit mit cinandern ver-glicht, Helte sy für unnot ansehen wellen, die biderwen lüt, vor und ee man wissen möchte, wie man mit denzweien Orten dran und weß sinns sy wärcnd, diser zyt mit schwärem kosten herab ze bemüegen, sunder wärindalso für diß mal, unz zu wyterer und gelegnerer tagsatzung im allerbesten geheißen daheim blyben; sölichsist durch den schriber im abscheid nit vergriffen worden.

A.Und vor disem artikel, nemlich zuo ansang siner entschuldigung, zoch der vermeint Abt an, das ouchdurch den schriber zuo Baden zuo beschriben underlassen ist, nemlich von wegen siner crwclung;diewyl by sinen gotshuslüten angezogen wurde, daß die nit förmlich und wie von altein harkonunen, sunderan eine frömden ort beschehen, und deßhalb unkreftig ?c., wäre nit minder, daß sölichs an eim frömden ort be-schehe» figc, und das Unsicherheit halb von wegen der schweren sorklichen löufen, so dazuomnln under den sinenvor ougen gewesen, dermaß daß sy besorgt, wo sy an gewonlichem ort und wie von alter har gewelt habensollten, inen daran intrag beschehen; doch so wäre soliche wal nachfolgende durch bäystlich Heiligkeit nach allersicherheit bestätigt und confirmiert.

3.Daruf legt sin gnad ein missif von sinem dcchen und gemeinein convcnt under irs capitels insigelbcsiglct ußgangcn, den vier Orten zciogehörende, in. Und als nun die im und siner fründschaft under ougen ver-lesen ward, redt darnf sin gnad diß Meinung also: In verläsendcr missif wurde verstanden, wie er von gemeinemconvcnt und nach tut ir fryheitcn zuo einein Herren und abt crwclt, darzüo er dann ouch von bäpstlicher Heil,confirmiert und bestät worden; es syg ouch darin vermerkt, daß er das cntslöchnot guot, iren und irein gotshuszuogehörend, nit hindcr inen, sunder das init ircm hilf, guiist, wissen und willen gcthan, welches dann an ortund end und mit namen der mccrer teil iii der Eidgnoßschaft versorgt und behalten syge, daß es inen und deingotshus allwcgcn gelangen und folgen möge, und wenn ouch er und sin convcnt, wie dann billich, widerumbzuo dein gotshus und zuo dem iren kunimen mögen, syg er urbüttig und bekanntlich, sölichs alles wider in dasgotshus zuo fertigen, die Notdurft wurd ouch sölichs erfordern; dann wo er und sin convent sömlich entftöchnetHab der gstalt nit versichert und versorgt hellend, wär das selbig alles ungezwyflct glichermas ivie ander desgotshus ding entfüert und verändert worden; dasselbig dann, als wol zuo ermessen, im und sinem gotshus zuoverderblichem schaden gedient helle, und vor dem selbigen ze sind, wär das allein im, ouch sinem convent undgotshus zuo ufenthalt und guotcm beschchen, achtete ouch, es könn noch möge inen deßhalber niemands übelzuosprechcn noch reden; er habe ouch sömlichs nit an(c) rat, wissen und willen etlicher der vier Orten bottengethan.

A.By discm artikel hat der schriber zuo Baden ouch underlassen, wie der vermeint Abt redt,es wäre onch nit so ein großer, sunder ein kleiner schätz oder barschaft an drygcn orten hinder sinem vorherrcufnndcn, wie er dann sölichs der vier Orten yotschaft, so by im da oben gewesen, anzöigt und nit verborgenhelle, wiewol dennocht dasselb gelt des mcerern teils vast vcrthan worden, ee er hinweg geritten wäre, und deßwenig mit im über scc bracht; er hell ouch nit den dritten teil des gotshuses guot nsser lnnd gestiert, s»»dervil den mecrern teil in einer Eidgnoßschaft gelassen und behalten, das er ouch, so er ingesctzt wurde, wol ividcrumwißte ze finden; dann sollte er solich guot zuooor crlcggen, und danncthin erst warten, ob er ingesetzt wurd odernit, wäre im überlegen; er wurde es ouch nit thuon, es wäre dann, daß er vor allen dingen widerumb iugest'vund gesichert wurd.

4.Und sitmal er dann nun ouch von sinen gotshuslüten und andern träsfenlichen gescholten, wie er