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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juli 1529.

wol macht haben sollend; doch daß solich gelt zuo allen ziten den sechs stellen gen N. getrüwlich überlifert undbehändiget werde.

11. „Es sollend ouch die sechs stell Ulm zc. gedachten von Costanz zc. und den iren, die sy in thürungen,allain den iren zuo gcbruchen, und one fürkouf korn ze kaufen fertigen werdent, zimlichen failen kons uf aingeringen lidenlichen Pfennig allweg gedyhen und folgen lassen, derglichen failer kauf inen und den iren vonden(en) von Costanz zc. ouch widerfaren soll.

12. „Ob ouch ainicher Handel inuerthalb bestimptcr jarzal sich zuotragen und begeben, und der nit zuoend gebracht wurd, füllend alle Partien, so in disem chr. burgrecht oder verstand begriffen sind, unangesehen daß.die jarzal verschineu, mit angezogner bestimter hilf und bestem rat solichen swebenden Handel zuo end us undbis der zuo ruowen gestellt wirt, zuo verhelfen schuldig und pflichtig sin, und kain tail von dem andern sichsundern oder abziehen.

13. „Ob ouch aim oder dem andern tail von jemand frävler wys an sinen landen, Wen oder güeternangriff oder schad begegnete, und derselbig tail, dem solhcs begegnet, das ze strafen vermainte, und den beschädigerin schloffen oder andern vestinen ze überziehen oder ze belägern understüende und der andern tail hilf, rat oderbystand zuo solichem bedürfte, die sollend im getrüwlich mitgetailt werden; doch daß zuovor deßhalb ain taggen N. oder an ain ander gelegne statt, wie hicvor gemeldet, bescheiden und solicher zug durch die gesandten rät, diejeder tail daruf ze schicken verbunden ist, beratschlagt wcrd, und soll kain tail in solichem mit gefärden hinder-halten oder sich sümig macheu; doch soll es mit dem kosten, wie oben der hilf halb beredet, gehalten werden,daß nämlich die von Mmzc., so man inen zuoziehen mücßte, uf jedes tusent knecht ij"° gülden geben, darzuoinen notwendig geschieh sampt aller zuogehörd und artellary, ouch provand zuokummen lassen sollend, und soaber die andern tail ire find lut dis artikels belagern und überziehen wclten, sollend sy, die von Ulm zc., inenalsdann gcmcltes hilfgelt, zuo jedem mouat isi" gülden, darzuo Pulver, geschieh und provand, uf oberzelt maßund fuog laisten und raichen, und wider iren willen wyter nit schuldig oder beswert sin.

14. „Und so man ouch also mit jcmands zuo krieg kummen wurd, soll der von allen tailen getrüwlichund tapferlich beharret und kain rachtung noch vertrag dann mit aller tailen wissen und willen angenommenwerden, und darzuo vor dem verletzten und beschädigeten bekerung und crsatzung stns schadens nach billicherMäßigung beschechen uugefarlich.

15. „Und soll dis christculich burgrecht und verstand r jar die nächsten nach dato der ufgerichten briefenkünftig, oder so lang es allen tailen geliebt und gefellig ist, wären.

16. „Item, es soll ouch in disem burgrechten oder verstäntniß der stett alte püntniß und burgrecht, diesy sampt und sonders mit ainaudern, ouch sunst mit fürstcu, Herren und andern habent, vorbehalten und darbyingelibt werden, daß solich chr. burgrecht oder verstand kais. Mt. und dem hl. röm. Rych nit zuowider, sunderfrid und ainigkait im Rych zc enthalten, ufgcricht syg zc.

17. „Item, es wirt villicht ouch gehandelt werden, ob man Costanz zc. ouch hilf mit Wen zuoschickensölt, und in was wegen das sölt verhandelt werden. — Wyter müeßte von ai(ne)m ußträglichen rechten geredetwerden, ob villichter sich etlich spänn zwüschen den partyen erheben wurden. — Deßglich ob man je uß gezwungnernot kriegen müeßte, ob dann von schickung gotts etwas gewannen wurd, wie dann dasselbigge tailt soll werden."

St. A. Zürich: A. Constanz. St. A. Bern: A. Kirchl. Angelegenh.

3) 1529, 31. Juli (Samstag nach Jacobi). BM., OM. und heimlich verordnete Räthe von Zürichan Sch., Venncr und heimliche Räthe zu Bern. „Unser zc. zc. Es will je der güetig gott die bekenner und lieb-habcr siner göttlichen warheit, damit die fürbrechcu und die arglistigen gesüech der gottlosen gehindert werdenmögent, uß sunderen gnaden erhalten, ouch inen stärki und Handhabung durch ordenliche mittel zuoschicken. Unddiewyl uns dann nit zwyfclt, ir als sin snnder verordneter werchzüg zuo Handhabung und meerung siner gött-lichen eeren ganz geneigt, und üch die heimlich Werbung, deren sich die sechs stett Ulm, Mcmmingen, LindouwKämpten, Bibrach und Jsni, gegen unseren mitburgeren von Costanz eins cristenlichen burgrechtens oder Ver-stands mit inen, uns, üch und anderen unserer Eidgnoßschaft stetten, so sölichs mit inen annemen wellen,