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Juli 1529. ZgZ
der fach unz zuo nächstem tag gan Baden schnob geben, also daß jeder bott der bidcrwcn lüten anligcn obgeinclttrüwlich an sin Herren und oberen bringen, die mittler zyt der fach, wie sich darin ze halten, nachgedenkcn undunser Herren von Zürich uff gcmelten tag diß Handlung der übrigen drü Orten Kotten zuo Baden widerumbfürtragen, die dann von iren Herren und oberen gewalt haHcn söllcn, in der fach aller gebür nach ze handlen,und ob es sy für guot ansechcn, umb ineerer gclegenhcit willen und zuo fürderung der fach einen unverlangtentag gan Wyl ze leggen und allda ze handlen, was der biderwcn lüten nutz und notdurft erheischen will, damitsy wider nach billigkeit geregiert, by recht geschirmpt und aller unzimligkeit entladen werden mögind. Deß istzuo gedächtnuß jedem Kotten ein abscheid geben, des jares und tagcs (wie) obstat."
Das bezügliche Einladungsschreiben, d. d. Mittwoch nach Udalrici (7. Juli), das in Kürze, und großen-teils mit obiger Fassung gleichlautend, den Vortrag Zürich's entwickelt, findet sich in den Zürcher Missivcn.Der Abschied enthält auch die Antwort Lucerns in Copie, ohne Datum und Schlußformel:2) „Unser früntlich willig dienst ec. Demnach ir von wegen Herrn Abts und des Gotshus Sant Gallenuns gcschriben und ein tag in üwcr statt angesetzt; so aber wir allweg des willens gewesen und noch, dnnstder nüw crwclt Herr Abt nach alter ordnung und bruch zuo eim Herren und abt erwelt und gsetzt, daß wirdas bürg und landrccht, ouch brief und sigel nach der selben inhnlt trüwlich an im und dem gotshus haltenund dein statt ze thuon, daby wir ouch nit änderst verstanden, dann daß üwer und unser lieb Eidgnosscn vonSchwyz und Glarus desselben gmüets und willens ouch sygend; so aber wir eben von wegen diser fach vor-mals mee dann ein taglcistung gcsuocht und von üch nie endtlichcn entschluß und antwnrt verstanden, weß willensund fürnämens ir in disem fal sigcn, dnrdurch uns bedunkt, disc fürgcnomne taglcistung ze besuochen nit von nöten,bis die andre(n) zwei Ort Schwyz und Glarus und wir verständiget, weß willens und gmüets ir in disemfal sigen, und dwyl der tag zuo Baden so ganz nach vor ougcn, haben wir guotcr Meinung jetzmal von minderkostens wegen unser botschaft verhalten, mit früntlichcr bitt und beger an üch, daß ir üch nochmals entlicherantwnrt entschließen, weß willens und gmüets ir in disem fal sigen, und daß ir üwerm Kotten gen Baden uffden tag komende darumb in diser fach entlich antwnrt und befelch geben; deßglichen wellen wir nnscrn bottcnze handlen ouch befelchen, damit, als wir achten, alsdann diser Handel wol ustragen werde." . . .
Das Original (d. d. 12. Juli) befindet sich in den Acten „Abtei St. Gallen." Es berührt noch einzweites Geschäft, betreffend einen Ludwig Hölderlin, der in Luccrn um 20 st. gestraft worden und Schuldenhalber sich flüchtig gemacht w., für welchen sich Zürich schriftlich verwendet hatte.
142.
Zürich. 1529, 14. und 17. Juli.
Staatsarchiv Zürich.
tt. I. 14. Juli (Mittwoch bor Margarethä). 1. Vor kleinen und großen Rathen erscheinen I. HansCaspar Effingers scl. Witwe, ehliche Tochter bon Heinrich Lanz, mit ihren Vettern Heinrich »nd Goriusdon Ulm, ihr herzliches Leid bezeugend über den Todschlag, den der junge Lanz begangen, und dringendstbittend, nicht „ach der Strenge des Rechten zu handeln, sondern wie Bern bei der Verwandtschaft des Ent-leibten auf einen gütlichen Vertrag hinzuwirken :c. 2. Dagegen erklären die Gesandten der Thnrgauer, siewollen sich ohne Zürichs Wissen und Willen nicht gütlich einlassen, lassen sich aber wohl gefallen, wie es sichdarüber entschließe :c. 3. Darauf haben kleine »nd große Räthe die Parteien folgendermaßen verabschiedet:Nachdem die That leider geschehen, sei Zürich von den Thnrgauern und des Entleibten Verwandten mitgroßem Ernste angerufen worden, ihnen zu einem göttlichen und billigen Recht zu verhelfen; es habe, wie es