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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
279
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Juni 1529. 279

14. „Zum vierzechenden**, berüereud den bericht und abgeredten friden zwüschent* miueu Herren von Bernund Underwalden, habent min Herren die schidlüt den Handel eigenlich crwegcn, und ist hicruf ir trungenlich undernstlich pitt an ir getrüw lieb Eid und pundgnosscn von Bern, sy wöllent den selbigen abgeredten friden insincn kreften bestan und belibcn lassen, die wyl doch der nüt von des kostens wegen underlassen, als man weißt,uß was Ursachen der nüt nfgericht; wo aber sölichs also güetlich nit gsin möchte, daß doch dcrselbig widernmzno lütrnng für die schidlüt kommen und nüt Hann gezogen solle werden.

15. „Zum fünfzechenden*, so wäre unser der schidlüten ernstliche Meinung und willen, daß obgemclt bcidPartien by irem glouben blyben, so lang und inen der gefellig, und kein teil den andren nüt darvon trengennoch triben**, und sunst söllent sy zno beider syt usserthalb diser artiklen by allen iren frygheitcn, grechtikeitcn,gcwonheiten, alten harkommen und guoten loblichen brächen blyben, ane aller menklichs intrag, sumnnß undwiderred.

16. „Und zno letst, von wegen als dann die Thurgöwcr ouch etlich artikel, so sy bcschwerent, für unsgelegt, und als wir die selben verläsen und verstanden, und diewyl dann die gedachten Thurgöwer in disenartiklen von wegen irs zuozugs und hilf vcrlybct und vergriffen, daß es daby blyben, und von wegen der andreniren beschmerden, diewyl und dann ir widerpart nüt vorhanden, daß sy ir gegenrcd ouch darthuond, und aberuns etlich artikel nüt unzymlich bedunkt, sollend die also setz in ruowen blyben, stillstan biß uff nächsten tag;dann söllent sy zuo beider syt verhört werden und darin gchandlot, als sich wirt gebüren."

St. A.Zürich: A. I. Capp. Krieg. — St. A. Lucern: Acten Religionshändel.

dz so obstat in xiiij tagen den nächsten nach beschlossncmsriden volstrcckt, und wo das (nit?) in der zyt beschicht,dz die vj stell inen den v Orten seilen kons und spisabschlachen söllcn."

.Vcl 14. .V: * „Zürich und Bern eins, und denenvon Underwalden anders teils, sol diser Handel bisuff witcr Kescheid schmal also stan."

IZ: ** „den underwaldischen friden betreffend, dz derselb setz angestelt sin, und sol darin von den schidlütenuff dem tag, so sy des kostens halb, wie obstat, lütrnnguird entscheid geben, gehandlet werden, und doch sölicheHandlung, ob die von (den) schidlüten güetlich oder recht-lich sol gebebt werden, an einer statt Bern stan, wz inenze luon gemeint sin welle."

^.cl IS. * „daß bed parlyen bi irem glouben" :c.H.L: ** „und sust zuo beben teilen usserthalb diserartiklen bi allen iren fryheiten, gewanheiten, alten Har-komen" rc.

16. cVlt: „Zum sechszechenden und leisten, alsdann die Thurgöwcr ouch etlich artikel, so sy beschwerend,sür die schidlüt gelegt und verhören lassen, dwil danndie gedachten Thurgöwer in Visen artiklen von wegenires zuozugs und hilf verlibet und begriffen, daß es darbiPliben, und von wegen der andren iren beschwcrden,daß vie still gestelt, biß der artikel des kostens, des Thur-göw und ander ingcnomncr Herrschaften und Plätzen halbusgcmacht Wirt."

St. A. Zürich: A. I. Capp. Krieg.

14. 15. 16. „Sunst der letsten und andern artikelhalb achten wir, sofcr die obgeschribnen artikel möchten ge-mittlet werden wie obstat, so wurden wir der andern ouchwol eins, doch daß der letst artikel wol erlütert werd."

„Item daby, daß ouch der Herr Abt zuo Sant Gallen,dcßglich ander Preisten und Edellüt (und) jederman by demsinen beliben (soll) wie vor der scchd und wie von alter har."

St. A. Lucern: A. Religionshändel.

Der als L angeführte Gegenvorschlag der V Orte, vonder gleichen Hand (nämlich Huber's) wie scheint unvoll-ständig erhalten zu sein; das eingelegte Blatt enthält nämlichnur eine Abschrift von drei Artikeln aus dem Vorschlag derSchiedlcutc, die kaum hieher gehört. Das übrig gebliebeneMaterial ist überhaupt sehr lückenhaft.