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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juni 1529.

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43) Erster Vorschlag der Schiedleute.

„In der vechd und findschaft, so sich haltet zwüschent mincn gnädigen Herren von Zürich und Bern samptiren Helferen und biständeren, des einen, und minen gnädigen Herren den fünf Orten Luzern, Uri, Schwyz,Underwalden und Zug, ouch sampt iren biständeren, dem andren teil, habend miner gnädigen Herren von Glariß,Fryburg, Solotorn, Schafshnsen, Appenzell, den dryen Pündtcn im gramen pundt, Rotwyl, Costenz und Saulganßratsbotten dise nachfolgenden früntlichen artiklcn uff gefallen beider obgenannten partyen entschlossen und gcmittlet.

1. „Des ersten, von wegen des göttlichen worts, die wyl und niemand zum gloubcn gezwungen soll werden,daß dann die Örter und die iren desselben ouch nüt genötiget; aber die zuogwandten und in den vogtyen, wosy mit einandren zuo beherschend Hand, betreffend, wo die selben die meß ab gestellt und die bilder verbrenntoder abgethan, daß die selben an lyb, cer und gnot nüt gestraft söllent werden. Wo aber die meß und anderceremonia noch vorhanden, die söllent nüt gezwungen, sonder was under inen den kilchgnossen, die uf oderabzcthuon, des glychen mit der spyß, so gott nüt verbotten ze essen, gemerct wirt^), daby soll es ouch gänzlichenblyben.

„Hernach folgt die Mäßigung der artiklcn, so diesrüntlichcn undertedinger fürgebracht, worby man plibcn,und wie man einen sriden annemen möge." (ZürcherGegenvorschläge und IZ).

4ell 1. ^.IZ: „uff der kilchgnossen gefallen blibcn,und wie wir iren gloubcn nit hassend, vehcnd noch strasend,also sollend sy unser» glouben weder hassen, vehen oderstrafen."

Gegenvorschläge der V Orte.

I. „Uf (den) ersten artikel, wiewol uns (der) hoch be-schwert und zuo abbrach unser oberkeit dient, nüntdcsterminder,sofer erfunden werden möchte on alls mittel, daß Salgans,ouch die gineinen fryen Aempter und die grasschaft und diestatt Baden, so noch uf dem alten glouben der merteil bliben,daß die söllen weder mit-predicantcn noch andern dingen nitangesochten, sonder rüewig glassen, und daß die Ort, so teildaran Hand, mit dem mcren da ze regieren und zc strafenhaben söllen wie von alter har; der Thurgöwer und Rintalerhalb lassen wir jetzmal gloubens halb stan, doch uns in welt-licher oberkeit und regierung unser gercchtigkcit vorbehalten."

1. IZ.. .. „Daß wir die fünf Ort und jedes Ort besonderin siner oberkeit, Herrschaft und gebiet gar und ganz by unsermvätterlichen hargebrachten glouben bliben, darin uns ouch nie-mand intrag thuon und deßhalb jedes Ort in siner oberkeit... soll und mag regieren und strafen und handle» wie unservordcrn und von alter har.

„Aber von wegen der vogtyen und gmeinen ämtern, dawir sampt denen von Zürich und andern Orten ze herrschenHand, dwyl dann der gloub ein gab von gott und in niemandze zwingen ist, da wär unser Meinung, ob glich wol in etlichenkilchhörinen, so in den vogtyen allenthalben gelegen, sich mitdem meren entschlussend, die nüwen predicantcn anzenemen,daß doch nütdestminder der minder teil, so da begerten byden sacramenten und der mess und bim alten glouben zebliben, nit gezwungen noch genöt, darvon ze ston, sonder dasssy die sacrament und mess halten und darbi bliben söllenund mögen, von iren mitkilchgnosscn und sunst von menklichemungesumt, und daß jetweder teil den andern teil ungeschmütztund ungcschmächt bliben lassen und (beide) rüewig gegen ein-ander» sin söllen."