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Juni 1529.
6. „Zum sechsten so ist unser beger, die Hauptfächer, ußteiler oder wetterfücrer der Pensionen ze strafen.Disen artikel habent unser Eidgnosscn von Bern, Basel und Sant Gallen nit*) gwatt ghept ze verwilgen.
7. „Zum sibenden, von des zemen knchens wegen zuo Begenried oder Brunnen last man bliben, wie erstat**). Ouch des underschribens halb lat man ouch bliben, wie unser Eidgnosscn von Bern in iren artiklen Hand.
8. „Zum achtenden, des kostens halb, ouch des Turgöws halb, lat man still stan, biß zno letst, so manvon kosten redt.
ö. „Des nündcn, Jacoben Schlossers seligen linden halb, lat man bliben, wie er stat.
10. „Zum zehenden, (daß) alles zuosagen, so unser Herren götlichs worts halb gcthan, war, stät und stifbliben solle und unangriffcn von menklichem, und wo man bilder und kilchenzierd und solche Zeremonien hiu-gethan hat, nützit heißen nfrichten und jederman unangfochten lasse»; derglichen alle die, so unfern Herren z»o-zogen sind, obs glich nit unserer Herren sind, es sient snndcr Personen, gmcinden, dörfer oder stett, ungestraft,ungefecht, nngchaßt und nieman nntzit args zuofüegen; dz wend wir ghept haben. Es sol ouch ein jedes Ortsölchs zuosagen und siglen, wie meister Uorichs lcster artikel uswist.
11. „Der schand und schmachworten halb, diewil die selben nun vil zit und jar har eben grob und Ilmverschampt von den fünf Orten gebracht, und ouch recht Ursachen sind aller zwitracht und zcrtrcnnnng einerloblichen Eidgnoschaft, daß heiter in dem friden abgercdt und ingelybet werde, daß hinfür solicher schand, schmachund lasterwortcn gänzlich allcrding abgestanden und mine Herren von den vier stetten sampt iren underthanen,zuogehörigen und verivandten dcro setz und hernach überhept und vertragen heißen und sin, und welich harwidertuond und handlent, daß die ungehorsamen und überträttenden von iren Herren und ober» nach irem verdienenan lib und guot gestraft werdint; wo aber das nit gescheche, daß dann ein jede oberkeit den ecr verletzenden,so er bi und uuder inen in iren gebieten beträtten, fänklich angenoimuen und ouch nach irem (sinem) verdienenan lib und gnot nach beschuldcn gestraft werde (Äo).
12. „Daß ouch alle Hüft w. (vgl. N. 38, II. 7).
13. „Des Murners halb, diewil der von denen von Luzern für und für enthalten und aber so schantlichund lasterlich durch sine getruckten büecher und geschriften wider alle pünd gehandlot, daß er von genannten vonLuzern hertenklich an lib und guot gestraft und den beiden stetten Zürich und Bern abgenommen werde."
St. A. Lunch: A. I. Capp. Krieg.
42) „Artikel eins fridens zno gefallen den früntlichen undertädingcrn ze bewilgen und den anzenemenberatschlaget."
1. „Erstlich daß das gütlich wort in den Orten, underthanen und zuogewandten nach vermüg nüwsund alts Testaments fryg, heiter und klar gcbredigot und darum niemands, weder an lyb, eer noch guot gestraftwerde, soferr einer sin predig und leer mit gottes wort erhalten mag; daß ouch menklich zuo allen zyten spisessen möge, so von gott nit verbottcn, fry und unbeleidigot, und die den glouben und göttlich wort angenommen,darbi pliben und sy nit gestraft werden füllend dheins wegs; aber in nf oder ab thuon der meß, bildern undandern cerimonien sol menklich ungezwungen, sonders einer jeden kilchöri heimgesetzt sin, nach dem ft) des göttlichenworts bericht, hierin ze handlen.
2. „Zum andern söllcnt alle püntnussen, cinung, Pflicht und Versprechungen, die wider die fryheit desgöttlichen worts und zuo undcrtruckung desselben gemacht, kraftlos, hin, tod und ab sin, und vor us und ab dieferdinandisch vereinung abgeseit und Harns geben, und dhein sölche meiner me gemacht werden.
3. „Zum dritten, daß all und jede Pensionen, mieten, gaben und schenkungen der küngen, fttrsten undHerren in die ewigkeit durch die ganz Eidgnoschaft hin verschworen und nit mer genomcn werden, alles by straf,
*) nit durchgestrichen.
'*) Randglosse: „nit ratschlagen »nder inen, ivz unser ouch ist; aber irenthalb wz iren ist, laßt maus nach, bp ver-liirung eines jeden Ortes sitzes.