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Juni 1529.
in bezalung und ußrichtung zinß, zechenden, reuten, gölten und anderer usserlicher pflichten, soll jcderman gehorsainund gewärtig sin, als sich etlich der enden erbotten, und auch jedermau schuldig ist.
3. „Wir erpietcn uns auch hinwiderumb, wie vor zuo mernmln, unser lieb Eidgnossen an denen orten,da sy allein ze regieren Hand, des gloubens halb rüewig ze lassen, und >vo st) jemands wider recht begwaltigc»weit, alldann die pünd trüwlich, als frommen Eidgnossen znostat, ze halten; dcsglichcn st) auch gegen uns thuonsollend, vermög der geschwornen pünden, also wo uns jemands begwaliigen wellt, umb was fachen das wäre,daß st) uns trüwen bystand erzöugcn und bewysen, auch wider unfern glauben nüts thüind, rcdind, handlind,ratind, praticierind, den nimmeriner durchächtind, noch jemands darzuo beholfen syend, sonders uns und dieunfern deßhalb unbekümbert, ungeschmecht und unanzogcn lassind.
4. „Und damit hin^ür gmein Eidgnossen wie von alterhar zuo tagen by cinandern sitzen, jedes Ort insinein sitz und stand belybe, und dheins, wie aber bißhar bcschcchcn, ußbcslossen werde, so ist unser beider Ortenwill und Meinung, daß in fache», so uns gemeinlich bcrüeren, dheine Ort besonder tagleistungen halten, nochdarüber ratslagen oder mceren fällend, sonders alle samenthaft bl) cinandern sitzen, nach alter loblicher ge-wonheit, und ratslagen, was zuo lob, nutz, cer und ufenthalt gemeiner unser Eidgnoschaft und der unferndienen mag. Was dann das meer under uns wirt in usserlichen fachen, den glauben nit bernerend, dem sollbillichen gelabt und statt than werden; doch die fachen und Händel des glonbeus und des gotswort hierin un-vergriffen, und demselben in allweg an(e) Nachteil und an(e) abbrach.
5. „Und als dick und vil zuo tagen geredt worden, daß etlich Ort in namen gmciner Eidgnossen vonstellen und ländern gehandlet und ußgeschriben, darinne aber ander Ort nüt gehandlct noch darzuo verwilliget,sölichs soll hinfür vermitten blyben, und die Ort, so solich ußschryben thuond, sich mit iren namen benampsenund underschryben, und die Ort, so umb sölickst fachen nüt müssen oder iren willen nit darzuo geben, underlassenund gar nüt melden.
6. „Fürer, als dann wir die von Bern den früntlichen undertädingern umb den kosten ußzesprechen ver-truwt, guoter ungezwyfloter Hoffnung und zuoversicht, (daß) st) denselben denen von Underwalden ufgestit hellend,das aber nit beschächen, harmnb nochmals ruiser bcgär ist, daß einmal aller zimlicher (er)findlicher kosten unszuogesprochen werde, und die von Underwalden uns den abtragen. Wenn das beschickst, werden wir aber thuon,was zimlich und bürlich ist, und also der artikel des kosten halb, im fridcn verlybet, unnütz und kraftloß, dnnstdoch wir der Meinung, umb den kosten ußzesprechen nit bewilliget, und auch unser pottcn denselben artikel nitangenommen haben, dann allein uff hindcrsich bringen an uns.
7. „Und als in vil gedachtem sprach bynach am end stat, wir von Bern sollend die von Underwaldenfür fromm lieb Eidgnossen han w., mögend wir das wol gereden, wann die von Underwalden den bricht mitgegenwärtigem anhang und lütrung annemen, dem nachkvmcnd und alles sins Inhalts stäts unverbrochenlichhalten, daß wir st) dannenthin für fromm lieb Eidgnossen haltind.
„Bißhar die lütrung vorberedten fridens.
8. „Es sollend sich auch die Underwaldner gcmeinlich bekennen, daß st) ane all rechtmäßig Ursachen, wideralle pünd, wider ir cid und cer nechst vergangnen herpst ein fromme Herschaft Bern mit gwaltiger Hand über-zogen habind.
9. „Und so vil wyter, daß die fünf Ort und ir mithaftcn unverscheidcnlich die banditcn von Haßlc,Jndcrlappen w. by inen nicnen dulden noch ufenthalten, sonders ane Verzug verjagind, als die geschwornen pünddas auch vermögend.
II. 1. „Deßglichen so sollen bemcldt V Ort und ir anhängcr niemands von des gloubens wegen »echten,strafen noch beleidigen, weder mit Worten noch werken, sonders (daß sy) jcderman, der zuo inen wandlet, rüewigund unbekümbert lassind zc.
2. „Ouch sich hinfür aller schmach, schand, scheltworten und schriftcn müessigend.
3. „Und als dann bißhar mängerlei grober unchristenlicher reden und Händel vergangen, daß von der-