Juni 1529.
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Drei andere bezügliche Documente von Zwingli's Hand werden übergangen; ein viertes folgt unterN. 3» nach.
37) Erster Vorschlag von Zürich.
1. „Erstlich des gotsworts halb, daß man das fryg lasse predigen allenthalb on durchgcächtet, es sige inden Orten, underthancn oder znogcwandtcn. Daß ouch die fcrdinandisch püntnus, gestrar wider das Evangeliumlutend, abgesagt und hinus geben iverd.
2. „Zum andern, daß unser Herren zuosagen, so st) biderben lüten von wägen göttlichs worts gethan,bi kreften, stif und ungeändert blibe.
3. „Zum dritten, daß die Pensionen gemeinlich, durch all unser Eidgnoschaft hin, in die cwigkeit verschworenwerdint; dann si alles zwitrachts ein ursach sind.
4. Zum vierten, daß die houptsecher oder usteiler der Pensionen, als praticierer und ursechcr diserszwitrachts, nach erforschung der fach zum höchsten gestraft wcrdint. Dann wo das nit bescheche, und die Pensionkünftiger zyt glich verschworen, wurd doch ein lichtfertig gcmüct nllweg hoffen, so es glich von den Herrengemietet (?) und wie vor ungestraft bliben.
5. „Zum fünften, daß uns ein zimlicher erlitner reißkost disers zugs abtragen, deßglich Herrn JacobSchlossers seligen linden ein zimliche ußkomen und narung, damit si erzogen, verordnet werde.
6- »Zum sechßten, daß ob ein frid gcmachct, darin heiter ußgetruckt und begriffen werde, daß alle die jenen,es sigent Bremgarter, Mellinger, Thnrgöwer und ander, umb daß st) unfern Herren zuo irein zug und fürnemcnhilf, trost, zuoschuob und rat erzöngt hettint, nit gestraft werdint, weder jetz noch in künftig zit, deßglich si ouchweder mit warten noch wcrchen engelten mücßint." St. A. ZiMch: A. i. C->pp. «n-g. (»»daUrt.)
38) Fricdensvorschlag der Berner, d. d. 14. Juni.
I. „Als dann menklichem wol ze wüsten und offembar ist, uß was Ursachen gegenwürtiger krieg angefangen,und Ovhnr der sinen Ursprung hat, und aber etlich Ort der Eidgnoschaft ir crsam potschaften erstlich gan Arouivabgefertiget, das best darzno ze reden, ze mittlen und undcrhandlen, dadurch bluotvergießen vermitten und einlobliche Eidgnoschaft unzertrennt belybe, haben min Herren zuo fürdrung eins gemeinen bestäntlichcn fridens dißnachfolgend artikcl fürgeschlagcn, doch nit wyter dann uff ir Eidgnossen und christenlicher Mitbürgern von Zürichund ander ir verwandten wol gefallen w.
1. „Des ersten, dwyl der span zwüschen ininen Herren von Bern und denen von Underwalden unbetragenund unzerleit noch hanget, so sye von nöten, daß dcrselbig Handel in disem friden verlybet werde.
2. „Dem ist also, daß der beredt friden zuo Baden in kreften mit nachfolgendem anhang und lütrungbeständig belybe, welicher anhang und lütrung also lutet:
„So wellen wir, daß in oft gedachtem friden das gotzivort und evangelische warhcit bas versechen undbedacht werde; dem ist also, nämlichen daß die von Underwalden und ir anhänger in den herschaften, graf-schaftcn, vogtyen und ämptern, da wir beid stett Zürich und Bern mit inen und andern Orten gemeinlich odersonderlich ze regieren und verwalten Hand, des gloubens halb nützit handlen, gcpieten noch verpieten, ouch nie-mands darumb strafen, sonders dwyl der gloub ein frye gab von gott, und in mentschen zwang nit stat, woin denselben gmeinen Herrschaften ein kilchspel oder mer das gotzwort cinhälliklich oder mit merer Hand anncmen,daß sy darvon dheins wcgs geträngt werdind; ob aber jemands understan wurde, st) mit gwalt und nne rechtdarvon ze zwingen, wellen wir beid stett (mit gottes hilf) dieselben, so das gotzwort also angenommen, vorgwalt verhüeten und by dem gotzwort alles unsers Vermögens handhaben, schützen und schirmen, und dheinswegs strafen lassen. Hinwidcrumb, wo in gedachten gemeinen herschaften ein kilchspel oder mer sich vereinbarten,oder by jedem kilchspel das mer wurd, by den bäpstlichcn ceremonien und verwandten gotsdiensten ze belyben, wellenwir ouch sy rüewig lassen. Doch ob jemands uirder inen das gotswort hören wellt oder zuo allen zyten spißessen, die Gott nit verbotten hat, oder sunst des gloubens halb thätc, das er mit heiliger gschrift verantwurtcnmöcht, wellen wir nit, daß jemands darumb gestraft werde. Sunst in nsserlichen fachen, lyb und guot belangend