Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
242
Einzelbild herunterladen
 

242 Juni 1529.

Hier schließen wir einen ergänzenden Act an, dessen Datum zwar als unrichtig erscheint.

2)Der fünf Orten Lucern, Uri, Schwiz, Underwalden und Zug houptlüt, vendrich, rät und gmeinden,so setz im seid zuo Bar versamlet, fürtrag vor dero von Zürich hoptlüt, pannerherren, klein und großen ratenund burgern, auch vor ganzer Versammlung irs volks und gmeind zuo Cappel im seid uf rvj tag Juni A° 2c.rrir gcthon."

1.Demnach setz etlich zit und jar har in einer Eidgnoschaft vil und mengerlei schmach und schmützwort,ouch durch usgangen schriften, büecher und trück, onch sunst mit frevler Handlung, warten und werken, nnt Ver-urteilung und tödung etlicher tüten, bishar von beiden teilen gehandelt, sich erloffen und begeben, darvon vilze reden wäre, was grund und Meinung das gschehen, das aber setz alles anzeziechen und zuo verantwurtennit von nöten, onch uns setz unmüglich und beiden teilen allda ze ergründen und uszuotragen, wer recht odernit Hab, ganz nit gelegen, darumb so ist unser der fünf Orten Meinung,, fürschlag, bitt und beger, daß umbMich Händel und fachen widerstanden (werd), die güetlich zuo vertragen und abweg ze thuon.

2.Und wo das nit güetlich vertragen mag werden, daß dann der klagend teil das recht nach tut derbänden, so jetlichs Ort zuo dem andern hat, gegen sinen widerteil bruchen, und daß Mich fachen mit rechtusgfüert werden. Dergstalt erbäten wir die fünf Ort uns umb all und jed fachen, so die von Zürich zuo unsze sprechen Hand, inen des rechten tut der künden ze gestatten und nit vorzesin, ouch unser zuosprüch und anligendergstalt gegen inen ouch mit recht ze suochen tut der künden, so sy und wir zuo einandern Hand, mit beger daßsy uns by recht blyben lassent; deßglichen wellen wir ouch thuon.

3.Sodann von wegen der Einung, so wir die fünf Ort und könig Ferdinandus ?c. gemacht, die dochallein zuo erhaltung unsers alten waren cristenlichen gloubens ufgricht, darin ouch all elter püntnussen, so wirEidgnossen mit einandern Hand, luter vorbehalten sind und niendert mit sölchem vergriff und in der gstaügemacht ist, als von uns usgcben wirt, und dwyl die von Zürich ein nüws burgrccht zuo Handhabung irsnüwcn gloubens fürgcnomen und gemacht, *darin sy ouch die von Costanz angenommen haben,und dwyl sie die im Thurgöw, Rintal, Bremgarten und ander an sich zogen, unangsehen daß sy nit me dannein teil, als ein ander Ort, und wir fünf teil daran haben.

4.Darumb uns von nöten gwesen, daß wir ouch rucken suochten, damit wir by dem unfern, ouch byunser herrlicheit, oberkeit, gerechtigkeit und by land und lüten, so unser vordren mit dem schwert erobert alderkouft Hand, bliben möchten, desshalb wir niemand zuo Nachteil noch ze bescheinigen ald von dem sinen zuvvertriben, sonder uns und die unfern by dein unser» und vorns by dem alten waren cristenlichen glonbc» zcbliben und ze handhaben, mit könig Ferdinand ein einung ufgricht Hand, vermeinend ouch, wir habend dessfuog, recht, macht und gwalt (gehabt) und daran nit unrecht than, und beschämend uns dero nünt, und wellteGott, daß sy da jederman hören söllte, ^dwyl doch sölichs nit frömbd, dann die andern Ort nitin in der dann wir fünf Ort mit dem hus Oesterrich ein Erbeinung Hand.

5.Ob aber die von Zürich ald ander Oertcr der Eidgnoschaft vermeinten, daß wir doran unrecht gethaiyald daß wir dess nit gwalt noch macht Helten, so erbäten wir uns aber zum rechten darumb ze kommen, lutder pünden; ob sich dann mit recht erfindt, daß wir dess nit gwalt noch macht haben, so wöllen wir gern demstatt thuon, was mit recht sich erfindt und gesprochen wirt.

6.So dann begerend wir, by unser herrlicheit, grechtikeit, oberkeit, by den vogtyen, land und lüten undby dem, wie von alter har an uns kommen ist und by dem meren ze bliben, und vorns by unserm alten warencristenlichen gloubcn.

7.Wo aber die von Zürich umb dise und ander fachen gegen uns nit güetlich möchten vertragen werden,und die von Zürich je das recht nach lut der bänden nit gegen uns fürnemen und brachen, als wir doch uitverhoffcnd, so rücfen wir üch unser lieb Eidgnossen und Pnndgnossen zum höchsten an, diewyl unser pünd und

Die durchschossenen Stellen sind im Original unterstrichen.