220
Juni 1529.
gebracht wurde. Das habe» wir üch also im besten nachgeschriben . . ., damit ir darob und an syend, daßnützit gewaltigs, nach vermög üwers bcfelchs, wo unser g. l. Eidgnossen . . (von Zürich) von jemands uitgenötiget, fürgenommen noch gehandlet werde; darnach wüßt üch dest bas ze halten."
St. A. Bern: T-iltsch Miss, n. SS« b.
17) 1529, 7. Juni, 11 Uhr Vormittags. Bern an Frciburg und Solothurn. Abschriftliche Mitthcilungeines Briefes ihrer Boten aus Unterwalden, mit freundlichem Dank für diese treue Unterhandlung, zc.
N>, ili. f. 2S5».
18) 1529, 7. Jnni, 11 Uhr Vormittags. Bern an seine Boten in Lcnzburg. Abschriftlichc Mittheiluugdes soeben aus Unterwaiden gekommenen Briefs. Man habe denselben auch den Zürchern geschickt mit demBegehren, daß sie nun abziehen; darum scheine nicht nöthig, daß alle Boten in Lenzburg bleiben, sofern sie nichtanderes vernehmen, das ihre Gegenwart bei dem Vogt erheische, zc. ib. k. -sz».
19) 1529, 7. Juni, 11 Uhr Vormittags. Bern an Zürich, mut. innt. auch an dessen'Truppen imFelde. Mittheilung des Berichts der Boten in Unterwalden. Man vernehme denselben mit großer Freude undsage Gott dafür Dank, daß die Sache gestillt sei; darum sei nun nicht mehr nöthig, daß die Leute im Feldebleiben, und wünsche man, daß sie abgemahnt werden, zc.
St. A. B-rn: T-Utsch Miss. Ii. SSSb. — St. A. Zürich: A. I. Capp. Krieg.
Zu bemerken ist noch der Eingang im Rathsbuch (222, x. 55), „Venner Manuel Hab nüt (anders) dar-than, dann min Herren im befolchcn."
29) 1529, 7. Juni, (Montag vor Medard!), 1 Uhr Nachmittags. Ammann und Rath von Stadt undAmt Zug an Lucern. Auf den von Heinrich Schönbrunncr gebrachten Bericht habe man sich entschlossen, nachVermögen Hülfe zu leisten. Man habe übrigens gute Kundschaft, daß die Nachbarn im freien Amt (Knonau)und am Zürichsee noch alle daheim seien, Tag und Nacht wachen und den diesseitigen Aufbruch erwarten; alleZufuhr sei daher abgeschlagen und jeder Verkehr schon eingestellt, sodaß mau keine Stunde wisse, wann sieeinen Ueberfall thun wollen. Ein Fähnchen habe man ausgezogen, Lucern zur Hülfe, könne aber, als an derGrenze gelegen, nicht mit ganzer Macht wegziehen; darum ermahne man Lucern, auf den Fall daß man zuerstangegriffen würde, treulich mit seiner Hülfe beizubringen, zc. St. A. Luc«»: MW»-».
21) 1529, 7. Juni (Montag vor Medardi). Caspar von Mülinen und andere Gesandte von Bernan Hauptmann und Räthe von Zürich, im Feld zu Muri. Gestern um 5 Uhr Nachmittags seien sie von ihre»Obern abgefertigt worden, nach Muri zu reiten, um gemäß der beigelegten Instruction zu handeln. Da sie dieganze Nacht geritten, naß und müde geworden, so werden sie diese Nacht in Lenzburg zubringen, aber morgen Z»„frühem Imbiß", wie sie hoffen, in Muri erscheinen, um ihre Befehle zu eröffnen und nach Nothdurft ZUrathschlagen. St. Zürich : A. I. Capp. Krieg.
22) 1529, 7. Juni, 7 Uhr Vormittags. Mühlhausen an Zürich. In dieser Stunde habe man dessenMahnschreiben erhalten, die Klagen über das ungöttliche Lästern zu Herzen gefaßt und ohne Verzug eine Rüstungangeordnet, um zu treuem Aufsehen bereit zu sein; sobald ein weiteres Gesuch eintreffe, werde die Stadt mitwahren Treuen zuziehen und nach bestem Vermögen handeln. St. A. Zürich: A. >. Capp. Krieg.
23) 1529, 7. Juni, 10 Uhr Vormittags. Basel an Zürich. Dessen Schreiben sei gestern um 5 UhrNachmittags eingetroffen, und sofort der kleine Rath, heute auch der große berufen worden; man habe über dasUnternehmen Zürich's großes Bedauern empfunden nnd bitte Gott, daß er die Sachen zum gemeinen Wohlund zur Erhaltung seines Wortes leiten wolle. Obwohl jetzt der harten Theurung wegen, und weil dieFrüchte im Felde stehen, die bedenklichste Zeit zum Kriege sei, so sage Basel, ans weiteres Begehren hin, seineHülfe nach bestem Vermögen zu. . . . St. A. Zürich : A. i. C°pp.-Kri-g.
24) 1529, 7. Juni (Montag nach Erasmi), 11 Uhr Vormittags. Hauptmann und Räthe zu Muri a»Zürich. In dieser Stunde seien die Boten von Basel, Solothurn und Schaffhausen angekommen;die erstern, die zu Lucern und in Unterwalden gewesen, berichten daß dieses den Landvogt nicht aufführe», son-dern bis auf den Tag in Baden damit zuwarten wolle zc., weßhalb sie gebeten, weil doch dieser Span nichts