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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Mai 1529.

befolchm sin, daß sy darby blibint, und inen auch in allen iren fachen das best und wägst thuon als anderniren bürgern und landlüten.

Es wirt auch in den houptmanschaftbriefen grundtlich geineldt und ist also angedingt, daß die vier Ortgemeldet werden als liebhabcr aller gaistlichait und erberkait, und darum daß das gottshus by sinen lütcu,Höchen und rudern gerächten, zwingen, bannen, landen, ehaftinen, güetern, gewaltsami, gerechtigkait und altemharkomcn bliben und beston mög, und wirt zuo beschluß in dem hoptmanschaft brief mit den warten erlütcrt,daß die vier Ort sich selbs bekennen und vergechent ainer ganzen warhait, daß sy sich kainer andern wyterngewaltsanie an dem gottshus und den sinen nit annemen noch underziechen söllint, sonder sy by iren wirdigkaitcn,gewaltsame, fryhaiten und gerechtigkaiten bliben ze lassen.

Es ist ouch in dem allem haiter vorbehalten und usbedingt der Bapst, Kaiser und Küng und was diegaistlichait berüert und inen von rechts, glübt oder aiden wegen ze thuond pslichtig sind.

Dem allem nach sich min gnädiger Herr der erwelt (Abt) erbüt, ob hernach über kurz nld lang durchain gmain concilium oder durch ain angesetzte disputatz gemainer tütscher natiou oder allain besonders durch ainainhellige verainbarung und underrichtung gemainer Aidgnoschaft ichts kraft göttlicher geschrift erhalten undin der Aidgnoschaft gmainlichen angenommen werd, es sige kutten, meß oder anderlay abzethuond, welle er dem-selben dannenthin ouch gern statt thuon, uachgon und williklich geleben.

Wyter so ist setz erwelter Herr Abt von S. Gallen des gcnaigten willens und erbietens, armen Wenund den dürftigen das best ze thuond und niemands wider rechts und billichs ze beschechen verhängen, als fersin vermögen sig, wann er vermaint, von wylund sinen vorfaren seligen ouch niemands unrecht beschechen sin,als sich das in kurz vcrschinen jaren vor üwer der vier Orten wyscn botten, (so) gemainlichen by einandern zuoRapperschwyl versamt gewesen, rechtlichen erfunden hat. Doch begcrt setz min gnädiger Herr, ob setz oder her-nach von jemands klegt ab im käme, in allweg vor üch vier Orten zuo verantwurtung lassen kommen, und wosich jendert ersunde, in ungebürlich gehandelt haben und gefaren sin, well er sich gern darum rechtfertigen undwysen lassen.

Und als dann aiu ersame statt von Zürich sich bishar wider vilgedachten erwelten Herren erzöigt hat,klagt er sich deß gar fast und sagt, daß im sölcher unwill, so sy zuo im tragint, von herzen laid sig, erbarmtsich ouch, daß er deß gegen inen nit genießen soll, daß er aiu erporner Aidgnoß ist und nit waißt inen je kamlaid gethan haben, begert ouch allain ir guoter fründ zuo sin, und daß im zuo dero fründschaft geholfen werd;dann er was inen lieb und dienst sig, gern thuon well, nichts begerende dann daß sy in by brief und sigel,by sinem Habit und orden bliben lassint, als er verhofft, sy werdint in kurzem gegen im zuo güetigkait gewendtals die frommen und verständigen, (und) tuot darby üwer fromm ersam wyshait ermanen des bürg und land-rechts, ouch andrer verschribungen und alles so er üch ze manen hat, in allain bi brief und sigel und des gots-hus gerechtigkait ze schützen und ze schirmen, als er üch deß und aller eren wol getruwt, alles um gottes unddes bloßen rechten willen." SUstsarchw St. G°«°».

tsrgo: >Instruction . . ., die ist inhin geschickt uf den hailgcn Pfingstabent A° 1529 und demnachuf Zinstag daselbs irs inhalts verhört." Neben dieser Originalausfcrtigung findet sich ein Fragment des gleichenActenstücks, von der Hand Heinrich Schenkli's, und ein Concept von Gilg Tschudi, das offenbar als An-weisung diente und ziemlich genau befolgt wurde.

2) 1529, (<z. 20. Mai?). Kilian, erwählter Abt von St. Gallen, an Landammann und ZwiefaltenLandrath in Glarus. Antwort auf das durch den Nathsfreund Rudolf Stüßi übergebene Schreiben, wodurchsie erklären, ihn bei dem Burg- und Landrecht und den Hauptmannschaftsbriefcn bleiben zu lassen. Er habediese Eröffnung mit großer Freude empfangen und sage dafür den fleißigsten Dank, ?c. Da nun aber danebengesagt sei, daß Glarus, wenn er mit göttlicher Schrift erweise, daß die Messe und andere Ccrcmonicn, auch diebisher getragene Bekleidung dein Gotteswort nicht zuwider sei, ihn bei seinem Besitze ruhig wolle bleiben lassen,so (müsse er erwidern), daß es ihm jetzt nicht möglich sei, davon abzustehen, da Glarus wisse, wie das Gottes-haus auf St. Benedicts Orden gewidmet und gefreit und durch Verträge mit den IV Orten verbunden und