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April 1529.
«3.
Zürich. 1529, 14. April (Mittwoch nach Miserirordia).
Staatsarchiv Zürich: Acte» Rh-inthal.
1. Botschaften der Höfe im Rheinthal eröffnen allerlei Beschwerden, mit denen sie unter Abt Franeiscussel. beladen gewesen, und äußern die Besorgnis;, das; sie unter dem jetzt neu erwählten Abte nicht mindergedrückt und wider das göttliche Wort bedrängt werden möchten; daher rufen sie Zürich um Hülfe an, damitsie von ihren Beschwerden befreit würden und bei dem Gotteswort bleiben könnten. II. Darauf wird denGesandten zur Antwort gegeben, Zürich anerkenne die geschehene verdächtige Wahl eines Abtes nicht »nd werdesoweit irgend möglich „davor sein", wie es auch bisher mit allem Ernst in der Sache gehandelt habe. Dabei wirdden Boten angezeigt, das; Zürich eine Botschaft nach Glarus abordnen werde, um mit demselben ernstlich z»rathschlagen und dann gleich zu den Gemeinden der Toggenburger und der Gotteshauslente, wo nöthig auchzu den Rheinthalcrn zu kommen und nach Gebühr zu handeln. Dcßhalb sollen sie dem Abte nicht huldigen,auch wenn sie darum angesucht würden, und hinter Zürich und Glarus sich in keiner Weise verpflichten.
94.
Wcinfcldell. 1529, 15. April.
Staatsarchiv Zürich: Act!» I. CappclcrNieg.
Verhandlungen einer zürcherischen Botschaft im THurgau.
Hier ist nur folgender Act einzulegen:
„Als hüt siuer dato ininer gnedigen Herren von Zürich ratsbottcn, nämlich maister Peter Mayer undHans Ruodolf Lavatcr, vogt zuo Kyburg, vor den anmalte» der gemaindcn im Thurgönm, zuo Winfelden bycinandern versamelt, erschwer, sind, haben sy eroffnot, ivie ir Herren und obern mengerlai ungeschickt reden undHandlungen angelangt, und insonders, daß inen den Thnrgöuwern von etlichen des göttlichen morts miderwertigenmit arglistigen gemüetern fürgeben werde, wie die bcrüerten min Herren von Zürich mit wen lieben Aidgnossenund cristenlichen Mitbürgern von Bern in etwas span und zwytracht ston, uß ursach, daß sy, die Berner, dengttetlichen vertrag, so zairischen inen und innren Herren von Underwalden gemacht, angenomen rc. Nun sigenit on, ir lieb Aidgnossen und cristenlich Mitbürger haben sich villicht etwelicher gestalt angeregten vertrag an-znonemen begeben; nicht bester minder, so sy verstanden, daß min Herren von Zürich mißfallen darab empfangenund na,nlich vermeint hetten, dwyl sy anfänklich den gegenteil in wer ingefüertcn klag für pundtbrüchig anzogen,sollte der Handel nit also schimpflich geacht und ermässen werden, syen sy damit so vil bewegt, daß sy widervon obangezaigtem vertrag gestanden; von deß wegen ir Herren und obern sölich oberzelt und dergelich reden,damit man sy die Thurgöwer an wem cristenlichen fürnemen des göttlichen worts halb hinderstellig zuo machenunderstüende, nit wenig bcfrömbd(e)te; deßhalben sofer sy die Thurgöwer wen natürlichen Herren in usserlichenfachen wie von alter hnr gehorsam und gewertig sin, ouch menklichem rent, zins, gült und zechenden, die sy zegeben und ußznorichten pflichtig syen, verfolgen lassen, weiten sy zuo inen ir lib, eer und guot und wes sygott je beraten hett, trülich setzen und sy kains wegs verlassen, und so dann kurz vergangner tagen von minenHerren den fünf Orten der Aidgnossen zuo Väldkilch und jetz zuo Waltshuot mit den Kaiserschen, als ainerAidgnoschaft erbfygenden, wider alle pündt tnglaistungen gehalten, und nun inen getröwt, sy werden in kurzem