Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
123
Einzelbild herunterladen
 

April 1K29.

123

wcltind die von Zürich ouch Heimriten, und so wir sölich ir artikel und anbringen verstanden, auch darnebenhie mengcrlei scchend, das uns gar nünt gfallt, und uns die von Zürich bishar keins nie ghalten, und dievon Brcmgnrtcn gar und fast wenig, Hand wir inen gcantwurtet, ir unser Herren habind uns har verordnetden guoten, ouch einer statt von Bremgarten zuo guotem, und inen hilflich zuo frid, ruow und einikeit, ouchdaß wir und sy by einandern bliben mögind, wie unser und ire vorderen von alter har kommen sigind,ouch by denen abscheiden, so s>) um den gloubcn betreffend gc(gebe)n habind, blibcu wellind; wir habind ouchnit gwalt zuo verritcu bis uf witeren Kescheid üwer unser g. Herren und oberen. Harum wellind uns üwerswillens zum beldisten berichten; dann nit minder ist, wir nützint sust nit vil hier; dann wann etwar von üch . .harin null, so mag mau st) uit harin bringen; kumpt aber einer von Zürich und andren den iren ungehorsamenburen, so hets lützel not, und Hand ouch die Züricher und ir anhünger zuo Bremgartcn etlich zal buren ligcndero, die zuo Obcrwil . . . ouch die bildcr verbrennt Hand; Hand ouch noch nie vermögen, daß die von Brem-garten die selben habind wellen heißen hinus und heimgnn; dann die von Bremgarten fürchtend in(cn) übel,ir . . wellind etlich tüt in ir statt thuon und villicht dann die strafen, so es verdienet, und sind die bösen soMeister, daß uit guot ist jcmnn harin zuo bringen; dann st) fürchtind inen und Hand guot sorg zun torcn.So wend die guoten ouch kein verwillgung darin thuon und sprechend, wann ein zuosatz harin kam, so wiirider krieg aiigfnngcn, und vcrmeincnt, es sölle sich villicht sust güetlich zerlegen; dann st) wettind gar ungern,daß der krieg by inen söllti angfangen werden. Harum ist gar lützel hie fruchtbars zuo schaffen, es war dannfach, daß ir unser Herren in geheim etwan lüt nachts und früeg gegen tag am tor han möchtind, so wettindunser etlich unser Hut dran binden und understan, inen harin zuo helfen. Disers, so erst gemeldet, wellendnit ofsenlich lesen lassen. 2. Witer so sind wir bericht, daß die von Zürich unseren Herren, so zuo Baden ligen,kein antwurt Hand wellen ge(be)n, sy wellind vor hören, was zuo Waldshuot gemacht sig." . . . Nachschrift:Vitte um Mitthciluug an Untermaldcn; das Gleiche sei an die andern drei Orte geschriben.

St. A. Lucern: Uugeb. Absch.

ktt.

Maldshut. 1529, 7. bis 22. April.

Staatsarchiv Luccrn: Acten Oesterreich.

Gesandte: l. Luccrn. Hans Hug, alt-Schultheiß; Jacob Feer, des Raths. Uri. Josna bon Bcroldingcn,bitter, alt-Ammann; Caspar Jmhof, Statthalter. Schwyz. Gilg Rychmuth, alt-Landammann; Joseph Amberg,Raths. Obwaldeu. Hans Am Stein, alt-Ammann. Nidwalden. Anton Adacker, des Raths. Zug.^btschj Zh^g. Scckelineister. II. Oesterreich. Rudolf, Graf zu Sulz; Gabriel, Graf zu Ortcu-

'"rg, Landbogt im Elsaß; Friedrich, Graf zu Fürstcnberg; Hans Jacob bon Landau, Ritter; Jtclcck bon Rischach,'titter; Jacob Sturzel; vr. Jacob Frankfurter*).

Abschluß der christlichen Vereinung zwischen den V Orten und König Ferdinand. — Beilage S.

Ein Abschied fehlt. Auch anderweitige Aufzeichnungen über den Gang der Geschäfte sind nicht vorhanden.Zu bemerken ist mir der folgende Anhang zu dem in zweiter (resp. hier erster) Berathung vereinbarten Project,dos sich nnch in den Bcrner Abschieden (I1IZ. 3t>1—317) von gleichzeitiger (unbekannter Zürcher) Hand findet:

*) Von den Gesandten haben sich in den: vereinbarten Instrument eigenhändig unterschrieben von Oesterreich alle, voraus-"d, von den V Orten je die erstgenannten.