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April 1529.
halben vortel. Sönd wir dann also hie ligen und sechen fürgan, das uns allen zuo Nachteil reichen wirt, mächtman uns schuldigen, als ob wir die fach vcrwarloset. Harum lassend wir üch sölichs als unfern g. l. Herrenim aller besten müssen und daruf üwers Kescheids zuo erwarten. Darby müssend auch, daß unser Eidguosscnvon Uri noch kein Kotten by uns Hand, da wir wol möchtind erliden, sy hcttind ir botschaft auch gschickt, dannwir iren und anderer hilf fast wol bedörftind. Witer ... so sind wir bericht durch etlich von Bremgnrteu,daß unser botten ir klag zuo Baden gethan, und uf sömlichs die schidlüt gan Zürich geritten, mit denen vonZürich zuo verschaffen, von sölichem ircm fürnemeu abzestan, da wir in Hoffnung sind, sy werdind etwas guotsschassen; ob aber das nit bescheche, wirt not sin anders dann bishnr zuo Bremgarten zuo handlen." . . .Nachschrift: Das Gleiche sei au Zug geschribcn, das Uri und Schmyz darüber berichten solle; Lucern mögees Nach UnterwaldeN Melden. St. A. Lucern: Ungebund. Absch. — A. Reltgionshiwdcl.
2) 1529, 8. April. „Artikel so gemacht und abgercdt sind durch min Herren Schultheiß, Rät, Vierzigund ganz(e) gmeind zuo Brcmgarten uf Doustag nach Quasimodo geniti Anno rrviiij°."
„Des ersten, als dann vormals auch vor einer gmeind abgercdt ist, daß min Herren Rät, rl und ganzgmeind uf Saut Marx tag (25. April) nächst künftig mit merer Hand mit einander einen lütpriester erweleuund demselben in befelch geben sollen, nüt anders dann uüw und alt testament zuo bredigen und Gott waltenze lassen, daß es nochmals by demselben beliben und bestau soll.
„Zum andern, so soll man mittler zit lassen bredigen umb soliche pfruond, wer da kumpt.
„Zum dritten, daß man ungcsumpt diss alles by allen sacrameuteu beliben welle uugemiudert nnd nicmau,wer der ist, dhein bild oder ander gottsgezierd in cinichen weg vcrrilckcn, danncn thuon oder zerstören sölle hinderwüsten und willen mincr Herren Räten, Vierzigen und ganzer gmeind.
„Zum vierten so soll nun fürhin nieman dhein hilf, rat oder bystand suochcn dann hie, under und byminen Herren Nät(en), Vierzigen und ganzer gmeind diser dingen halb, usbedingt all ander fachen, wie diserstatt recht und von alters harkommen ist, sunder soll fürhin (das) bcschcchen nachlaufen und schriben (nach Zürich,Lncern zc. ?) abgestellt sin.
„Zum fünften soll aller unwill, bis uf hütigen tag verlaufen, ganz tod, hin und ab sin, all gmeinlichby und mit einander bürgerlich, güctlich und fründlich leben und einander das best thuon, niemand den andern,weder wib noch man, sins gloubens halb schelten ketzer oder lutherisch zc., Hinwider auch nit gottlos, messknechtoder dcrglich, sunder jeklicher den andern solicher gestalt gcrüewiget und ungeschmützt lasten beliben, er gang zurmess oder zur bredig.
„Zum sechsten, daß wer Hiewider täte, nieman durch sich selbs, sundcr min Herren von beiden Rätenstrafen sollen, und ein ganz gmeind inen hilf und bystand thuon, daß si dasselb destcr stattlicher mögen voll-bringen.
„Und zum leisten, nachdem diß alles wie hievor stat abgeredt und beschlossen, so ist daruf ein ganzgcmeind zuo minen Herren beiden Räten, und hinwiderumb min Herren zuo einer gmeind gestanden und Handallda zcsamen geschworen einen cid zuo Gott und den Heiligen, einer statt Brcmgarten trüw und warheit zuoleisten zc., darzuo lib und guot zuosamen ze setzen und all mit einander zuo ir(er) statt sorg zuo haben, damitsy die zuo iren nnd gmeiner Eidgnossen von den acht Orten Händen behalten mögen, und wer si davon tringenoder zwingen wellt, si demselben widerstand thüegen, darzuo in all ander weg einer statt, inen selbs und unferngnädigen Herren wie obstat das best ze thuond." Schodoler.
St. A. Bern: Absch. NU. Sgl—g!>8 (Originalhandschrtst). — St. A. Lucer»: A. Religionshsindel (Copie aus Brenigarte»).
3) 1529, 9. April (Freitag nach Onasimodo), 1 Uhr Nachmittags, Bremgnrtcn. Die Boten von denIV Waldstättcn und Zug an Lucern. 1. „Uf die embörung und ufruor, so wir uf nächst Mittwuchen verschinengehebt, Hand sich die von Brcmgarten als uf gester die Rät und Vierzig, auch ein ganze Gmeind versamlct,diser artikel, so wir üch . . hiemit zuoschickend, vereinbart und uns demnach sölichs auzöugt, Hand auch witermit uns geredt, das die von Zürich begcrt; dess glichen möchtind sis ouch liden, daß wir heim rittend, so