Februar 1529.
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rent und gült durch die oberkaiten, darin si die haben, arrestiert, vorgehalten und bis zu wider anfrichtung dergestiften ordnungcn derselben abfälligen gaistlichen behalten und derselben oberkait darnmb ainich widerwertikaitvon jemands begegnen wurde, derselben oberkait soll auch hilf nach inhalt obgcschribncr mässigung erkennt werdenund beschehen. Es mag auch jeder tail die selben abtrinnigen gaistlichen, so vil der(en) in seiner oberkait sein,nach irem verdienen strafen.
7. Zum sibenden, und so sich die fachen oberzelter maßen je von des glaubcns wegen zu krieg begeben,gegen dwederm tail das fürgenomen wurde, so sollen alsdann von allen tailcn discr ainung verwandten denwiderwertigen und feinden alle profant abgeslagen und nit zncgclassen werden nach allem vermögen; aber herent-gegen sollen die kö. Mt. den fünf Oertern und deßgleichen die fünf Oerter kö. Mt., und ain jeder diser ainungverwandter dem andern auch diser ainung verwandten alle profant an wein, koren, salz, stahel, eisen und andrernotdürftiger versehungen, was ain jeder tail hat und vermag, in zimlichem und gebürlichem kauf zuegeen undwiderfaren lassen durch weg und straßen, die zu jeder zeit am sichersten erkennt und gebraucht werden mögen.
8. Zum achten soll auch andern, die glcichs gemüets sein, im alten cristenlichen glauben zu beleihen unddenselben zu erhalten, begercn in disc verständnnß mit rat und willen baider tailen zu kumcn, statt behalten unddenen, die also in dise verständnnß gcnomen, ir hilf durch baidc tail auch beshimbt und aufgelegt werden.
Und so dise verständnnß angenomen wirt, so sollen die kü. Mt. und die fünf Oerter samcntlich bei dcmHcrzogcnvon Lothringen, dem Herzogen von Saphoy und dem Bischof von Costenz mit fleiß handle», sie auch in diseverständnnß zu bringen.
Vergleich soll die kö. Mt. für sich selbs beim Phalzgrnfen, Graf Fridrichen von Fürstenberg, den Grafenvon Werdenbcrg, den Herren Drugsesscn zu Waldburg, den Stetten Ueberlingen, Ravensburg und Wangen, unddie fünf Oerter sollen durch sich selbs bei denen von Freiburg und Solothorn, auch mit der Landschaft Wallis(die noch des alten cristenlichen glaubcns sein) und andern, zu denen sie ain guet vertrauen haben, handlen, sichin dise verständnnß mit ainer gebürlichen hilf zu begeben.
9. Zum neunten soll sich kainer discr ainung verwandter sunst kaincr eltcrn fach noch Handlung, und was diseverständnnß nit begreift, nit beladen noch annemen, sunder dise verständnnß und ainung allain zu erhaltung desalten waren cristenlichen glaubcns, niemands zu belaidigen noch zu beschädigen, sunder zu berettung und gegenwereverstanden, angenomen und vollzogen, darmit aufrur und krieg destcrbas vcrhüet werden möge.
1V. Zum zehenden so sollen baiden (tailen), der kö. Mt. und den fünf Oertern samcntlich hierin aus-genomen und vorbehalten sein die Erbainung, die kö. Mt. mit gemaincr Aidgnoschaft hat, und dicselb vonbaiden tailen kreftiklich, unabbrüchig, auch on alle enderung oder cinzüg treulich an einander gehalten werden.
11. Zum allsten soll auf kö. Mt. feiten ausgcnomen werden die römisch kaiserlich und hispanische küniklichMajestät, die Ainung des löblichen Punds zu Swaben und all eltcr pündnnssen.
Vergleich sollen ans der fünf Oerter feiten vorbehalten und ausgcnomen werden all clter pündnnssen, nemlichir loblich freihaiten, alt Herkummen, gerechtigkaiten und zuegehörden, deßgleichen all vcrainigungen, so sie mitdem künig von Frankenrcich, auch andern künigen, fürsten und Herren haben. Die ding alle wie obsteet sollendurch dise verpündnuß nit abgethan noch hindersich gestellt, sunder dise verstantnnß und bericht allain (wie obsteet)zu erhaltung des alten waren cristenlichen glaubcns angenommen und vollendet werden.
12. Zum zwölften, ob sich zwischen den verwondten diser ainung künftiklich discr verainung halben miß-verstand zuctrücge, desshalben und wie solichs erlediget, soll auf nächst angesetztem tag auch beratslagt undbeslossen, darmit dise cristenliche ainung in unzertrenntem bestand möge erhalten werden.
13. Zum dreizehcndcn, so auch dise ainung entliehen beslossen, anfgericht und angenommen wirt, so solldie von den fünf Oertern allen Aidgnosscn gcmainlich und snnderlich eröffnet werden, mit früntlichem ansncchcn,sie darbe! güetlich und ruebig beleiben zu lassen."
3) Die Vergleichung dieser später» Projectc gibt der (übrigens durch nichts gestützten) VcrmuthnngRaum, daß die österreichischen Anträge den V Orten zu einer Vorberathung mitgetheilt wurden.
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