Februar 1529.
47
9) 1529, 22. Februar. Bern an den Herzog. Antwort auf den Vortrag seines Bote», Herr von St. Martin.Wiederholung des Begehrens, die Vorschläge anzunehmen und wegen eines solchen Falles keinen Krieg zu be-ginnen, zc.
19) 1529, 22. Februar. Bern an Genf. In gleicher Sache, zur Erwiderung des durch die Boten Eröffneten.Ernste Empfehlung der Annahme. St. A. B -r»-. W-lsche Miss. x. 12« 0,127 »,
11) Laut des Nathsbuches (Nr. 220, p. 201) wurde auch an die Boten (von Bern?) geschrieben, siesollen allen Fleiß anwenden, damit die Friedensmittcl angenommen würden; im Fall des Abschlags solle dasNecht entscheiden, inzwischen aber keine Partei Gewalt brauchen.
12) Demgemäß wurden auch die Knechte ermahnt, sich ruhig zu verhalten, und den Amtleuten in ver-schiedenen Landschaften befohlen, keinen Aufbruch zu dulden, zc. w. 202.
2l.
Basel. 1529, (11. bis 18.) Februar.
Staatsarchiv Zürich: Acten Pasel. Staatsarchiv Ncrn: Allgemeine eidgen. Abschiede UV. 365.
Gesandte: Zürich. (M. Rudolf Thumisen; Jacob Werdmüller.) Bern. (Niklaus Manuel.) Freiburg. —^olothurn. — Schaffhansen. — St. Gallen. — Mülhausen. — Eonstanz. —
Gütliche Vermittlung zwischen den Rüthen und der evangelischen Partei der Burgerschaft, infolge desAufruhrs vom 8. Februar. ?». Die Boten (von Zürich und Bern) sollen auch treulich heimbringen, was derRath von Basel des christlichen Burgrechts wegen mit ihnen geredet hat.
Ein Abschied wurde nicht ausgefertigt. Was die Gesandten der vermittelnden Orte schriftlich heimbrachten,>st bloß die Copie der zwischen dem Rath und den Bürgern gepflogenen Schlußverhandlung, wovon unten.Anhangsweise ist der Passus betreffend das Burgrecht aufgenommen.
Zu a.. Wir lassen einige bezügliche Acten folgen:
1) 1529, 9. Februar, 0 Uhr Nachmittags. Statthalter und Rath von Basel an Zürich, (dcßgl. Bern.),,Jn großer il fliegend wir üch zc müssen, daß sich leider größere Widerwärtigkeit dann by uns je gsin, uf dise stundhaltet; dorumb bitten wir üch zuo dem allerhöchsten, daß ir ilcnds ilends und treffcnlich schnell üwer ecreubotschaftZuo uns abfliegend, mit ernstlichem bcfelche, unverdrossen ze handien, was zuo der eereu Gottes, friden und einigkeitdienen mag. Wellend ouch sölichs andern üwern und unsern Eidguossen obcrthalb üch gelegen umb unser bitt(willen) verkünden, damit sy, ob (es) inen geliebcn, ir botschaft zuo uns abfliegen mögend."
St. A. Zürich: A. Basel. — St. A. Berti: Kirchl. Angelejzenh.
2) 1529, 9. Februar. („Uf der jungen faßnacht, nach dem nachtmal"). Durs Hugi au Schultheiß undRath in Solothurn. „Min früntlichen gruoß, zc. zc. Ich lass üch müssen, daß abermals ein großer ufruorzuo Basel ist. Uf Mentag (3. Febr.) ze abend sind die Luterschen zuosamen gcluffcn mit geweer und Harnischund haben in etlich gasscn groß und klein büchscn gestellt und die isinen kettinen über die gassen gcspanneu unddie thor beschlossen; bis uf Zinstag um die zwölfi haben si nummen das klein thürli ufthan und uieman hinus-gelassen, er Hab dann ein Wortzeichen gebracht; wollt er dann hinin, so muoßt man inis erwerben in der statt,und ist ir ansprach, daß sy keinen dolcn (dulden) wölkend, der dem Bischof anhanget, und ouch zechen der Rätenandren, und ist der Bürgermeister Meltiger und Junker Egli Offenburg und fünft noch einer der Räten in einschiff gesessen und darvon gefaren, und sagen mir die puren von Dorneck, die haben über nacht do innen »messenbeliben bis uf Zinstag um die zwei, daß sy nit konnten haruskommen, . . daß die uf dem alten glauben sich stillhaben, aber die uf dem nüwen glouben, die thüiud als hnssig, als sy dcssgelichen uie gesechcn haben, daß si lutcr