Januar 1529.
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IN.
Aaran. 1529, 23. Januar (Samstag nach Vincentii).
Staatsarchiv Zürich : Abschiede Bd. n>, k. ss.
Gesandte: Zürich. — Bern. — Biel. —
». 1. Zuerst werden Vortrag nnd Instruction der Boten von Biel augehört und hierauf die Artikel de»Burgrechtes verglichen, wobei es für diesmal geblieben, jedoch mit der Erläuterung, weil der Bischof von Baseldas Meyeramt in Biel nach seinem Gefallen besehen könne, dem Gotteswort aber nicht günstig sei, so möchtevielleicht eine Irrung entstehen, wenn der Meyer namentlich in das Burgrecht aufgenommen würde; darumwird den Boten von Biel empfohlen heimzubringen, daß ihre Obern sich erkundigen sollten, ob der Meyerausdrücklichen Befehl und Vollmacht von dem Bischof habe, dem Burgrecht beizutreten; wäre dies nicht derFall, so dürfte nur der Burgermeister genannt werden. Nichts desto weniger will man die Briefe unterdessenin Bern aufrichten, wobei man nur für die Namen Meyer oder Burgermeister offenen Raum läßt; sobald dievon Biel diese Frage erledigt haben, sollen sie es den Herren von Bern anzeigen und diese einen Tag bestimmen,um das Burgrecht zu besiegeln und zu beschwören, und zwar zuerst in Biel, dann in Bern und zuletzt in Zürich.2. „Es haben mich die potten in iren copyen den artikel der Vorbehaltnuß, so min Herren von Bern insonderskhan Hand." I». Sodann ist den Boten von Zürich angezeigt worden, wie Bern Botschaften zu Freiburg undSolothuru gehabt, was sie dort gehandelt, und daß sie die Erklärung ausgewirkt haben, die beiden Städtewollen alles treulich halten, was die Bünde und Burgrechte vermögen. Hierauf habe sie Bern durch eine neueGesandtschaft ersucht, ihm Hülfe gegen die Unterwaldner zu leisten, und nachdem sechs Orte auf dem letztenTage zu Baden ihre Vermittlung anerboten, denselben abgeschlagen und den Boten nach Freiburg und Solo-ihurn befohlen, die bestimmte Erwartung auszusprechen, daß die beiden Orte im Recht oder in freundlicherUnterhandlung zu Bern stehen und die ihm widerfahrene Schmach als die ihrige betrachten werden. NachLueern habe es geschrieben, es wolle den Handel nicht den sechs Orten, sondern allein den ersten Mittlern zuweiterer Tädigung anvertrauen und den nach Baden angesetzten Tag besuchen. Endlich erklärt Bern denfesten Willen, auf seiner Klage wider die Unterwaldner zu beharren, weßhalb es ihre trotzige hochmüthigeAntwort in aller Kürze widerlegt habe, wie Zürich aus der mitgetheilten Abschrift ersehen könne. «. „Eshaben mich obbemeldt beider stetten Zürich nnd Bern potten beredt, wann uff nächstem tag zuo Baden nütfruchtbars gehandlet niög werden, alldanu die fach dapfer anzegrifen und kurz end geben, also wo die vonUnderwalden miner Herren von Bern klag nit geständig nnd an(e) alle fürwort und Verzug gichtig sin wellen :c.,daß alldann gemeinen potten von (den) Eidgnossen, so zuo Baden sin, rund harus gesagt fülle werden, minHerren von Bern wcklind die undertädinger und früntlich mittler nit wyter handlen lassen, sonders luogen, wieden fachen sunst ze thnon sye, und uff söllichs gmein Eidgnossen manen :c., wie dann das in der erstenminer Herren von Bern instrnction verfaßt ist. Wann dann sölichs beschcchen, alldann wyter beratschlagen, wiedie beid stett Bremgartcn und Mellingen ziw beider stetten Zürich und Bern Händen kämind :c., als jeder Pottwyter darvon zuo sagen weist, und sollend beid stett Zürich und Bern hierüber ratslagcn und iren potten, souff nächsten tag gan Baden ryten werden, sölichs anhenken nnd gwalt haben, wyter darin ze handlen, nachdem und inen begegnen Wirt w. Doch soll diser ratslag heimlich gehalten werden." «R. „Es weist ein jeder
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