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der Gefahr für ihre Gesundheit in der kalten Kirche erklärtensie sich bereit, auf die Forderung der Oberbehörde unmittelbarnach jeder Predigt die eingekommenen Gelder zu zählen undzu protokolliren. Die Presbyter indessen bleiben bei ihrerErklärung, lieber auf ihr Amt zu verzichten (12. Januar 1773).Die kleinliche Mäkelei von oben steckte an und die Uneinig-keit, welche die Behörde zwischen Pastor und Presbyterstiftete, lähmte jede freie Bewegung. Als Regel protokollirtman jetzt les interminables disputes.
Es war ein Kunststück pastoraler Nachgiebigkeit undDiplomatie, dass man noch über 7 Punkte sich einigen konnte:1) Man wird im Tempel billigst eine Sacristei abschlagenlassen, damit darin das Presbyterium allsonntäglich Sitzunghält und die Kirchenbüchse zählt. 2) Im Presbyterio habendie Armen persönlich ihre Bedürfnisse darzulegen und dieAnweisung der Almosen zu empfangen. 3) Ohne Erlaubnissdes Presbyterii dürfen die Pastoren keinen Sonntag von ihrerKirche fern sein; längere Abwesenheit erfordert die Erlaubnissdes Consistoire superieur. 4) Die Rescripte sind an denSecretaire de la Compagnie abzugeben und von diesem demModerateur zu übermitteln, damit, wenn dieser sie dem Pres-byterio vorzulegen vergisst, jener ihn daran erinnert. 5) Re-paraturen am Tempel und Armenhaus müssen zuvorher vomPresbyterio gebilligt sein. 6) Zur Gültigkeit von Presbyterial-beschlüssen gehört die Mitwirkung von mindestens 3 Presbytern.7) Allmonatlich hat ein Pastor mit 2 Presbytern Schulvisitationzu halten. Findet man Kantor oder Schulmeister unverbesserlich,ist an die Oberbehörde zu berichten. Endlich 8) versprechenPastoren und Anciens jeder an seinem Theil zur Erhaltungdes Friedens und der Einigkeit mitzuwirken, indem sie ins-gesammt die Herrschsucht, das hochfahrende Wesen und deneitlen selbstgefälligen Ton vermeiden, welche die Sitzungenzum Schauplatz so skandalöser Streitigkeiten gemacht hat(28. Juli 1777).
Man sieht, noch war der gute Wille da. Dem Consistoiresuperieur indessen genügt das Mass der Nachgiebigkeit nicht.Es überschüttet das Presbyterium mit neuen Drohungen und