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Aktenmäßige Geschichte der Siedelung Neu-Kelsterbach
Entstehung
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gebauten Häusern; jedes dieser beiden hat eine nicht sehrbreite Hausthüre mit demselben geschnitzten Querbalkenals Abschluss der beiden Thürpfosten. Rechts und linksführen vom Flure aus Thüren in die Wohnungen, sodassimmer zwei Familien, und wenn man den oberen Stockmitrechnet, vier Familien dieselbe Hausthüre benutzen. Derschmale, mit Backsteinen ausgelegte Hausflur führt an derKellerfallthüre vorüber, die vom Gange durch ein Holzgittergeschieden ist. Die Treppe, die in den oberen Stock führt,unterscheidet sich von unseren jetzigen Treppen dadurch,dass die Bretterverschalung an der Rückseite fehlt, wodurchsie, ohnehin schon steil, mehr das Ansehen einer Leiter erhält.Die beträchtliche Breite der Häuser, deren Tiefe nichtallzu gross ist, bedingte auch eine entsprechende Länge desfür das Balkenwerk bestimmten Holzes; deshalb war hierFlossholz nöthig, während bei den übrigen Siedelungen dienahen Waldungen das erforderliche Bauholz lieferten. Dochwurde auch hier, wie in den anderen Orten, zum Fachwerkund besonders zur Grundschwelle auf dem aus Rauhmauer-werk bestehenden niedrigen Sockel starkes Eichenholz ver-wendet, dessen Dauerhaftigkeit man heute noch bewundernkann. Da nur Handwerker diese Häuser bewohnen sollten,so war ihre innere Einrichtung recht gut gewählt. Handwerkerkonnten auch im zweiten Stockwerke ihrem Berufe leben,wenn sie diesen nicht gar ausserhalb der Wohnung betrieben.Anders war dies bei den Ackersleuten, denen die Wohnungin einem geräumigen einstöckigen Hause viel zweckdienlicherwar. Diese niederen, in Walldorf mit dem Giebel der Strassezugekehrten Häuser, haben manchmal noch die breite, zwei-theilige Hausthüre; der obere Theil kann, dabei zum Abzügedes Schwalms geöffnet sein, während der untere Theil ge-schlossen bleibt. Links und rechts führen dann ein oder auchzwei Stufen in die Wohnräume, während der hintere Theildes Hausflurs zugleich die Herdstelle mit mächtigem Rauch-fange darüber abgiebt. Derartige Häuser finden sich nochin Walldorf, wenige in Rohrbach, eine ganze Reihe noch inWembach-Hahn. Der Hofraum dieser zum Ackerbaubetriebe