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Aktenmäßige Geschichte der Siedelung Neu-Kelsterbach
Entstehung
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2) Die Gemeinde nimmt sie bei ihrer Ankunft auf indem Rathhaus oder in den Scheuern, soweit Platz vorhanden;

3) will die Gemeinde ihnen 150200 Morgen Landaufdem Berg" gegen billige Zahlung überlassen;

4) verspricht die Gemeinde den neuen Ansiedlern Bauholzohne Entgelt; ebenso

5) Brennholz; doch müssten die Fremdlinge sich dasHolz selbstbeholzen", da ja der Wald gross genug sei.

Im Jahre 1684 hatten in Kelsterbach 16 Bürger anherrschaftlichem Land besessen:

Land:

Guth: Mittel: Boss: Bergacker:

239 M. 2V 2 V. 90 M. 1 V. 112 M. 1 V. 460 M. 3 % V.

Im Jahre 1699 hatten 16 Bürger von diesem herrschaft-lichen Felde 140 Morgen 2 Viertel bestellt. Ungefähr 8 Bürgerkönnten noch an Feld mehr brauchen, und zwar ein jeder1820 Morgen. Zusammen würde das für diese 8 Bürgernoch erforderliche Feld 159 Morgen betragen". Rechnet mandie von den Kelsterbachern beanspruchten 140 -f~ 159 =299 Morgen von oben angegebenen 903 M. ab, so bleibenimmer noch 604 Morgen unbebautes Feld.

Doch auf das Ackerland war es hier nicht in erster Linieabgesehen, da ja eine Fabrik- und Gewerbestadt gegründetwerden sollte. Ein Theil des Feldes wird allerdings als Bau-plätze für die neue Stadt beansprucht.

Das Abstecken der Bauplätze schreitet jedoch nicht sehrrasch vor. Der Amtsverweser klagt in einem Berichte darüber,besonders auch deshalb, weil sich aus diesem Grunde schonverschiedenegute Familien" nach demCassel'schen" ge-wandt hätten.

Zur Beschaffung von Flossholz zum Häuserbau hatteman 10002000 fl. nöthig. Oberjägermeister von Uetterodberichtet, dass der frühere Pächter des Grundhofes, Joh. JostLindheimer, gegen Sicherheit sich zu einem Vorschusse er-boten habe.

Zugleich mit seinem Berichte über die Verzögerung derAnsiedelungs-Geschäfte (22. Aug. 1699) überschickt der Amts-