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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
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28Eine solche weise und untadelhafte Gerechtigkeitbeobachtet Gott in seinem Reiche. Der Aufmerk-same, und auf die Wege Gottes Acht habende kansie aus der Geschichte der Menschen und vielen ein-zelnen Fällen bemerken, und daher den Schluß aufdie Ewigkeit machen. Daher lernet er verstehen,was es heise: Ihre Werke folgen Ihnen nach,aus der Zeit in die Ewigkeit; und wie man dieverliehenen Gaben soll bewahren und nutzen, nichtaber vergraben und verwahrlosen. Auch über dieSünden der Unterlaßung wird Gericht gehalten wer-den. Wer da weis Gutes zu thun, und thutsnicht: dem ists Sünde.Schon hier zeiget Gott in der Erfahrung, dieder Weise und Kluge sich samlet, daß für treue Die-ner und Knechte Jesu Christi die Fülle der Gnadeoffen stehe, daraus zu nehmen eine Gnade nach derandern. ** Sie werden trunken von den reichenGütern des Hauses Gottes, und mit Wollust alsmit einem Strome getränket.*** Gesegnet wer-den sie mit allerley geistlichem Segen in himmlischenGütern durch Christum.***(Sie erhalten täg-lich neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wieAdler, daß sie laufen, und nicht matt werden, daß***sie wandelen, und nicht müde werden.DerVater unsers Herrn Jesu Christi gibt ihnen Kraft,nach* Jac. 4, 17** Joh. 1, 16.*** Pf. 367 9.*** Epheſ. 1,3.—.* * * * * *Jesaias, 40, 31.