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Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte
Entstehung
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926
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926 Neuzeit bis zur Auflösung des Keiches.

oder Speziestaler) zu 68 Kreuzern, von dem neun auf die Mark feinen Silbersausgebracht wurden, an und teilte ihn in 2 Gulden zu je 60 Kreuzern- dieNeugulden beruhten also auf dem 18 Gulden-Fuß. Neben den Guldenwurden auch Taler zu 90 Kreuzern, 12 auf die Mark fein, geprägt. DieserMünzfuß wurde 1738 zum Reichsmünzfuß erklärt 9 , gelangte aber als solchernicht zur Durchführung. Dagegen kam es 1753 zu einer Münzkonventionzwischen Österreich und Baiern auf Grundlage des 20 Guldenfußes (Kon-ventionsmünzfuß), während Preußen 1764 den 21 Guldenfuß (Graumann-scher Münzfuß) einführte 10 .

Eine ebenfalls unter den Begriff der Reichspolizei fallende Neuerungwar das Postwesen 11 . Es war niederländischen Ursprungs und zunächstnur zur Verbindung der burgundisch-habsburgischen Länder mit derösterreichischen Hauptstadt bestimmt. Unter der Leitung der Herrenvon Taxis, die anfangs burgundische Beamte waren, 1595 aber die Be-stallung als Reichsgeneralpostmeister erhielten, wurde das Postwesen all-mählich auf das ganze Reich ausgedehnt. Die Kurfürsten hatten die Postschon 1570 als kaiserliches Regal anerkannt, doch wurde dem Kaiser dasausschließliche Recht zur Errichtung neuer Posten schon im 17. Jahr-hundert seitens der Reichsstände bestritten. Seit 1615 waren die Grafenvon Taxis (seit 1754 Fürsten von Thurn und Taxis) erblich mit dem Reichs-generalpostamt als Reichsregal belehnt, doch kam letzteres nur teilweisezur Durchführung, da in Österreich, Kurbrandenburg, Kursachsen undeinigen anderen Ländern eigene Landesposten errichtet wurden 12 .

§ 78. Die Territorien.

A. Allgemeine Literatur.

Vgl. S. 637 ff. uud die Lit. in den folgenden Anmerkungen, insb. n. 47, 58,67, 79a. v. Below Neuorganisation d. Verwalt. i. d. deutsch. Territorien des 16. Jh.(Territorium u. Stadt 283ff.); Ursprung der Gutsherrsohaft (ebd. 1 ff.); HB. d.Staats-W. Suppl. 2, 461 ff.; Untergang d. mittelalt. Staatswirtschaft, JBB. f. Nat.-Ök. 76, 449ff. 593ff. Berghaus Deutschi, vor 100 Jahren, 2 Bde. 1859-60. Ber-natzik Ausgestaltung d. Nationalgefühls im 17. Jh. 1912. Brunner-Heymann'296ff. Dahlmann-Waitz 8 Nr. 2081 ff. 8784ff. 10200ff. v. Daniels HB. i,

9 Gerstlacher 9, löllff.

10 Aus der 121ötigen Mark wurden 14 Taler geprägt, der Taler zu 24 Groschen,der droschen zu 12 Pfennig. Die preußische Goldmünze war der Friedrichsdor(5 Taler Goldes), der aber nur da angenommen werden mußte, wo die Zahlungvertragsmäßig oder gesetzlich in Gold zu leisten war. Vgl. Soetbeer DeutscheMünzverfassung lf. (1874).

11 Vgl. Eichhorn 4, 276f. Gerstlacher 9, 1697ff. Pütter Vom Reichs-postwesen 1790. Klüber Das Postwesen in Deutschland 1811. Flegler Zur G.der Posten 1858. Stephan G. d. preuß. Post 1859. Hartmann Entwickl.-G.der Posten 1867. Große Postw. in Kurpfalz, Heidelb. Diss. 1902. Löffler G.d. Verkehrs in Baden 1910. Über die Anfänge eines deutschen Postwesens im 15. Jh.vgl. Bettgenhäuser Die Mainz-Frankfurter Marktsehiffahrt 1896. OhmannAnfänge d. Postwesens u. die Taxis 1909 (vgl. Köstler, ZRG. 43, 384).

13 Vgl. § 67 13 .