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Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte
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778 Mittelalter.

aus seiner Gewahrsam gekommen waren 8 , und selbst in diesem Fallehatte der redliche Besitzer, falls er Jude war, die Sache nur gegen Ersatzdessen, was er dafür gegeben oder darauf geüehen hatte, herauszugeben 9 .War diese schon einzelnen Volksrechten bekannte Begünstigung des red-lichen Erwerbers im Mittelalter zunächst nur als ein Judenprivileg (sog.Hehlerrecht) anerkannt, so wurde sie doch vielfach erweitert, indem mansie auf alle auf Märkten von einem unbekannten Verkäufer erworbenenWaren übertrug oder das gleiche Privileg auch anderen Gewerbetreibendeneinräumte 10 oder selbst dem ganzen Eechtssatz gemeine Geltung bei-

Gierke 1167ff.). Herb. Meyer Entwerung u. Eigent. im deutsch. Fahrnis-R.1902 (vgl. Beyerle, ZRG. 36, 344ff. J. v. Gierke, ZHR. 52, 612. RehmejGGA. 1905 S. 976). A. Schultze Publizität u. Gewährschaft im deutsch. Fahr-nis-R., Jherings JBB. 49, 159ff. (vgl. n. 10). Sommerbrodt Beitr. z. G. derWegnahmerechte, Bresl. Diss. 1905. Fockema Andreae Het recht van denkooper in het oude Nederland 1904 (Versl. en Mededeel. d. Ak. v. Wet. 4, 6). Aubert(S. 720 n.). K. Beyerle Grundeigentumsverhältnisse u. Bürgerrecht in Konstanz,

1, 1 Das Salmannenrecht 1900 (vgl. Schröder, ZRG. 34, 351); Konstanzer Häuser-buch (Festschrift der Stadtgemeinde 1906), Bd 2. Brink Bestellung d. dingl. RechteBresl. Diss. 1887. Brück Eigentümerhypothek 1903. Fabricius Das älteste Stral-sunder Stadtbuch 264ff. Buch Der Notweg 1919. Auch der ganze Rechtsverkehrmit Eigenkirchen ist sachenrechtlich. Das Eigenkirchenvermögen ist nicht nurtatsächlich, sondern auch rechtlich ein Sondervermögen. Vgl. Stutz (n. 5a) 1187Ö.Die Tradition an den Altar ist eine Pertinenzierung. Der Hochaltar ist die Haupt-sache, das Zugewendete Zubehör. Stutz ebd. 1253.

8 Vgl. S. 300. 406 ff. 411. § 63 n. 20. Ssp. II 3f. 60 § 1. Außer der § 37 n. 96,n. 98 angeführten Literatur vgl. Goldschmidt, ZHR. 8, 246ff. v. Gierke Priv.-ß.

2, 552ff. Fock. Andreae 1, 393. 398ff. Huber (S. 775) 744ff.; Gewere lOff. 60f.81ff. Hübner 353ff. v. Bar Beweisurteil 152ff. Planck Ger.-Verf. 1, 393ff.2, 417ff. H. Meyer (n. 7) 29ff. Kraut Grundriß 6 § 82 Nr. 8-29. 34-36. 39ff.Loersch-Schröder-Perels Nr. 234. 239. 249. 328. Gildemeister Beitr. z. K.d. vaterl. R. 2, 159ff. Laband Vermögensrecht!. Klagen des MA. 1869. 69ö.Zöpfl RG. §§ 109f. Rauch Spurfolge u. Anfang 1908 (vgl. A. Schultze, ZRG.42, 428). H. Meyer Gerüft, Handhaftverf. u. Anefang ZRG. 50, 382ff. v. AmiraHandgebärden (S. 13) 254f. E. Meister Fahrnisverfolgung u. Unterschlagung 1913.v. Sehwind Priv.-R. 192. E. Mayer Altspanisches Obligationenrecht 1, 66ff.(ZVglRW. 38). Der SatzHand wahre Hand" fand keine Anwendung bei Sachen,die einem Handwerker zur Ausbesserung übergeben waren (Kraut Nr. 50. 53.54. H. Meyer 76ff.), ebensowenig bei Veräußerungen des Gesindes (abgetragenesGut): Ssp. III 6 § 1. H. Meyer 57ff. vgl. n. 39. Eine dem Vertrauensmann ent-wendete Sache konnte, wie in der vorigen Periode, nur von diesem verfolgt werden(vgl. Meißener RB. 4, 42 Dist. 6), doch gewährte Schwsp. L. 230 dem Eigentümerdie Klage wenigstens für den Fall, daß der Vertrauensmann bereits verstorben war.

9 Vgl. § 37 n. 114. Ssp.m,7 §4. Stadtbuch v. Oppenheim § 125 (Franck,G. v. Oppenh.). Riedel Cod. dipl. Brand. 1. Abt. 24, 32 (1341). 35 (1344). Loersch-Schröder-Perels Nr. 329. Stobbe Juden in Deutschi. 119ff. 241ff.; Priv.-R. 2§ 146 n. 22 (3. Aufl. 5 92 n. 23). Scherer (n. 18). v. Gierke Priv.-R. 1, 440. 2,557. Meibom Pfandrecht 311ff. Goldsohmidt, ZHR. 8, 226ff. H.Meyer(n. 7) 192ff. v. Voltelini (n. 18) 57. 60. Schulte, Z. d. Ferdinandeums 1907S. 570f.

10 Vgl. Stobbe Priv.-R. 2 §146 n. 20 (3. Aufl. §92 n. 21). Heusler 2,215. Laband (n. 8) 89. H. Meyer 128ff. Goldschmidt, ZHR. 8, 263. Vol-telini (n. 18) 53. 56f. Fockema Andreae 1, 402. SteenwijkStR. (Overijsselsche