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Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte
Entstehung
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672
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672 Mittelalter.

bei Thronfolgefragen, bei denen den Ständen mehr oder weniger die Ent-scheidung zufiel, teils durch das immer wiederkehrende Geldbedürfnis derLandesherren. Das Einungswesen war namentlich von der größten Be-deutung für Ritterschaft und Städte, deren eidgenössische Bünde von derReichsgesetzgebung seit den Hohenstaufen, also schon vor der Ausbildungder landständischen Verfassung, ohne Erfolg bekämpft wurden 123 . Indemdie so Verbundenen in allen ständischen Fragen zusammenhielten, wußtensie die Geldnot der Fürsten, zum Teil auch politische Wirren, wie siez. B. während der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Österreichherrschten, klug zu benutzen. Die Kapitel ließen sich in den Wahlkapi-tulationen (S. 669) vielfach ständische Freiheiten versprechen, vor allemaber wurde jede neue Steuerbewilligung benutzt, um weitere ständischeFreiheiten zu erwerben, unter denen die vielfach ausdrücklich zugestandeneBefugnis der Stände, von dem das Landesrecht verletzenden Herrn ohneweiteres abzufallen oder gar ihm mit Gewalt zu widerstehen den Gipfel-punkt der ständischen Macht bezeichnete.

§ 51. Die Städte.

UhLirz Neuere Lit. über deutsch. Städtewesen, MJÖG. 15, 488ff. 676ff. 16,523ff. 17, 316ff. 19, 173ff. 20, 113ff. 24, 449ff. Dahlinann-Waitz 8 Nr.2276ff.;5675ff.; 6845ff. Arnold VG. d. deutsch. Freistädte, 2 Bde 1854 (dazu WaitzAbh.455ff.). Barthold G. d. deutsch. Städte, 4 Bde 185053. v. Below Entsteh.d. deutsch. Stadtverf., Eist. Z. 58. 59; Entsteh, d. deutsch. Stadtgem. 1889; Urspr.d. deutsch. Stadtverf. 1892; Landständische Verf. in Jülich u. Berg 1, 33ff. 3, 2S. 63ff. 107. 110; Terr. u. Stadt 229ff. 321ff.; Städtische Verw. o. MA., Hist. Z. 75,396ff.; Z. f. GW. 4, 112ff. 5, 139ff.; Stadtgem., Landgem. u. Gilde, VJSchr. Soz.WG. 1909, 411; Bürgerschaften u. Fürsten, Hist.Z. 102, 524; Z. Gesch. d. d. StVerf.Jb.Nat.-ök. 3 50, 651 ff.; 20, lff.; HWB. der Staatsw., unter: Bürger, Bürgerrecht,Markgenossenschaft. Bernheim Entsteh, d. deutsch. Städtewesen!?, Z. f. GW. 6,257ff. Blondel Erederic II (S.418) 281-344. Eichhorn 2, 76ff. 468ff. 3, 284ff.Urspr. der städt. Verf. in Deutschi., Z. gesch. RW. 1, 147ff. 2, 165ff. GauppDeutsche Städtegründung, Stadtverf. u. Weichbild 1824. Gierke Gen.-R. 1, 249ff.,2, 573ff. Hegel Entstehung d. deutsch. Städtewesens 1898; G. der Städteverf.von Italien 2, 379-465; Städte und Gilden der germ. Völker im MA., 2 Bde 1891;Hist. Z. 24, 1 ff.; Vergrößerung u. Sondergemeinden der deutsch. Städte (ErlangerFschr. f. Prinzregent Luitpold 4. 1901). v. Heinemann Zur Entsteh, d. Städteverf.in Italien 1896. Hellwig D. Städtewesen z. Z. der Ottonen 1875. Heusler Urspr.a. deutsch. Stadtverf. 1872; VG. 157-62. 195ff. 214ff. Huvelin Essai hist. surle droit des marches et des foires 1897. Hüllmann Städtew. des MA., 4 Bde 1826/29.Inama-Sternegg Anfänge des deutsch. Städtew., Z. f. Volksw., Sozialpol. u. Verw.1, 521ff.; WG. 2, 314ff. 370ff. 3, 1 S. 24ff. 68ff. 117ff. 3, 2 S. 24ff. 233ff. Kauf-mann Z. Entsteh, des Städtew., Münst. Progr. 1891. Keutgen Unters, über d.Urspr. d. deutsch. Stadtverf. 1895 (dazu des Marez D. Lit.-Z. 1897 Nr. 31). Korne-mann Zur Stadtentstehung in den ehemals kelt. u. germ. Gebieten des Römer-reiches 1898. Kuntze Die deutschen Städtegründungen 1891. Lambert Entw.d. deutsch. Städteverf. i. MA., 2 Bde 1865. Lamprecht, Hist.Z. 67, 385ff.v. Lancizolle Grundz. d. G. d..deutsch. Städtewesens 1829. L. v. Maurer G. d.

123 Vgl. MG. Const. 2, 191 (1231). Gold. Bulle c. 15. v. Below Terr. u. Stadt228f.