§ 38. Das deutsche Reich. 419
1881—1901; VI. (1273—1313) her. v. Redlich seit 1898; VII. (1314—47), 1839—66;VIII. (1346—78) her. v. Huber 1877—90; XI. (1410—37) her. v. Altmann1396—1900. Chmel Regesta Ruperti 1834; Regesta Friderici III (1840). StumpffKaiserurkunden des 10.—12. Jhs. (a. u. d. T.: Die Reichskanzler 2.), 1865; Actaimperii adhuc inedita (Reichskanzler 3.), 1865—81. Böhmer Acta imperii selectaher. v. Ficker 1870. Winkelmann Acta imperii inedita, 2 Bde 1880—85. WaitzUrkunden z. deutsch. VG. im 10.—12. Jh. 2 1886. Altmann u. Bernheim Aus-gewählte Urkunden z. Erläuterung der VG. Deutschlands im Mittelalter 3 , 1904.Zeumer Quellensammlung z. G. d. deutsch. Reichsverfassung in MA. u. Neuzeit'1913 (vgl. Stutz ZRG. 39, 379). H. 0. Lehmann Quellen z. deutschen Reichs-u. RG. 1891. v. Schwind u. Dopsch Ausgewählte Urkunden z. VG. der deutsch-esten-. Erblande 1895.
Franklin Sententiae curiae regiae, Rechtssprüche des Reichshofes im Mittel-alter 1870. Hauck KG. Deutschlands III 3 . IV. 1906. 1903. OsenbrüggenStudien z. deutsch, u. Schweiz. RG. 1868. A. Schultz Das höfische Leben z. Z.d. Minnesinger 2 , 2 Bde 1889.
Erstes Kapitel.Das deutsche Reich und Land und seine Bewohner.§ 38. Das deutsche Reich.
H. Conring De finibus imperii Germanici 1654. Usinger Das deutscheStaatsgebiet bis Ende des 11. Jhs., Hist. Z. 27. Waitz 5 2 , 3ff. 128 ff. VigenerBezeichnungen für Volk und Land der Deutschen vom 10.—13. Jahrhundert 1901.Brunner RG. I 2 , 277f.
Der Vertrag zu Verdun (S. 107) hatte nicht die völlige Auflösungdes fränkischen Reiches bewirkt, denn solange die einzelnen Reichsteilevon Angehörigen des karolingischen Hauses regiert wurden, galten sieals Glieder desselben Leibes. Diese ideale Einheit dauerte selbst fort, alsnach Beendigung der vorübergehenden "Wiedervereinigung sämtlicher Teileunter Karl III. (885—87) in Westfranken, Hochburgund, Mederburgund(Arelate) und Italien Könige emporgekommen waren, die dem karolingi-schen Hause nicht angehörten; eine gewisse Oberhoheit erkannten sie demostfränkischen Arnulf immer noch zu. Nachdem aber auch das deutscheReich sich der Herrschaft der Karolinger entzogen hatte (911), war voneiner Oberhoheit, welche die wieder zur Herrschaft gelangten westfränki-schen Karolinger etwa hätten beanspruchen können, keine Rede mehr.Den Namen Ostfranken, Austrasien, Ostreich behielt das deutsche Reichnoch längere Zeit, bis der erstere als engere Bezeichnung an den fränkischenMainlanden, der letztere an der bairischen Ostmark haften blieb. Auchin der Bezeichnung des Reiches als regnum Francorum und dem fränki-schen Recht des deutsehen Königs sowie in der Bestimmung der Wahl-und Krönungsorte blieb noch die Erinnerung an den alten Zusammen-hang gewahrt.
Auf alle Fälle hat sich die Ausscheidung des französischen unddeutschen Nationalstaates aus dem Verband des fränkischen Reiches, dasdie verschiedensten Nationalitäten in gleichmäßiger Berücksichtigung um-
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