112 Fränkische Zeit.
§ 17. Das Königtum.
Brunner 2, 7—95. v. Amira 3 149—158. Sohm R.- u. GV. 9—37.Waitz II 3 . 1, 99—106. 136—216. 2, 350—60. III 2 . 76ff. 221—327; Das alteRecht 201—14. v. Sybel Königtum 2 241—371. Heusler VG. 22f. DahnKönige VII. 1, 25—68. 3, 367—494. VIII. 5, 338. 6, 15. XL 245. XII. 270;DG. 2, 514. W. Sickel Entstehung der fränkischen Monarchie 234—59. 317ff.;Zum karolingischen Thronrecht 1903; GGA. 1889 S. 944fL; Beiträge z. deutsch.VG. des Mittelalters, MJÖG. Erg. 3, 451ff. Glasson a. a. O. 2, 243—97. 396ff.Havet Questions Merovingiennes 1885. Fahlbeck La royaute et le droit royalfrancs 1883 (vgl. Zeumer GGA. 1885 S. 97). Schücking Regierungsantritt(S. 26) 1, 22ff., besonders 108—75. Hubrich Fränkisches Wahl- und Erbkönig-tum z. Merowingerzeit 1889. H. Schultze ZRG. 7, 323ff. v. Pflugk-Hart-tung ebd. 21, 66ff. 23, 203ff. 24, 177ff. v. Bethmann-Hollweg a. a. O. 1,147ff. 187ff. 407ff. Gierke Genossenschaftsrecht 1, §§ 6. 18. Hegel G. derStädteverfassung von Italien 1, 446ff. Büdinger Engl. VG. 66ff. 76ff. KöpkeAnfänge des Königtums bei den Goten 1859. K. Lehmann Königsfriede derNordgermanen 1886; Die Gastung der germ. Könige, Abhandlungen lff. KeyserNorges Stats- og Retsforfatning 20—107. Maurer Altn. RG. I. 1 S. 214ff.v. Schwerin GGA. 1909 S. 825ff. Brandt Forelesninger 2, 200ff. (S. 6).Taranger Udsigt IL 1 S. 48ff. 172ff. (S. 7). Liebermann Gl. 548ff. v. BelowDer deutsche Staat 1, 139ff. 163ff. 209ff. E. Mayer Deutsche u. frz. VG. 2,379ff.; Italien. VG. 2, 162ff.; Zu den germ. Königswahlen, ZRG. 36, lff. Stutzebd. 34, 167ff. v. Halban a. a. O. 3, 176ff.
Nach einer alten Überlieferung der Franken lebten die Salier, langebevor es dem großen Sprossen des Merowingerhauses gelang, den ganzenStamm unter seiner Königsgewalt zu vereinigen, nach Gauen und Volk-landen unter gelockten, aus ihrem adeligsten Geschlecht erwählten Königen 1 .Die Zustände waren demnach ähnlich wie bei den Norwegern, bei denenbis zur Vereinigung ihres Landes unter Harald Härfagri (Ende 9. Jahr-hunderts) Hundertschafts- und Volklandskönige Qieradskonungar, fylkis-konungar) sich in die Herrschaft teilten 2 . Bei den Quaden scheint es in der2. Hälfte des 4. Jahrhunderts unter einem gemeinsamen Volkskönig teilseinzelne Gaukönige, teils Gaurichter (iudices) im Sinn der alten principesgegeben zu haben 3 . Auch salische Gaukönige lassen sich bei den Batavernbis um die Mitte des 4. Jahrhunderts zurtickverfolgen; während die denBömern von diesem Volk gestellten Bundestruppen nach Tacitus untereinem Herzog, die einzelnen Kohorten unter einheimischen Fürsten standen 4 ,wurden die batavischen Hilfstruppen Julians 357 in der Alamannenschlacht
1 Gregor. Tur. Hist. Franc. 2, 9 (MG. Scr. rer. Mer. 1, 77): iuxta pagos velcivitates reges crinitos super se creavisse de prima et, ut ita dicam, nobiliore suorumfamilia. Daß vel hier für et steht, ergibt sich aus dem Sprachgebrauch Gregors.Vgl. MG. a. a. O. 963. Waitz 1, 305 n. Anderer Meinung v. Sybel 160ff.
2 Vgl. Maurer Island 20ff.; Kr. VJS. 10, 370—74. Lehmann Königs-friede 168. 172 ff.
3 Amm. Marc. 17, 12 §21: quorum regalis Vitrodurus, Viduari filius regis, etAgilimundus subregulus aliique optimales et iudices variis populis praesidentes.
* Annal. 2, 11: Chariovalda dux Batavorum. Hist. 4, 2: cohortibus quasvetere instituto nobilissimi popularium regebant.