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5 (1930) Deutsche Schrifttafeln aus Papierhandschriften des XIV. bis XVI. Jahrhunderts : mit einem Anh.: Gesamtverzeichnis für Bd. 1 - 5
Entstehung
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I

aufgegangen; dagewesen müssen sie sein, denn sie sind mitgerechnet. Siekönnen hier nicht den üblichen Zweck der Anweisung für den Rubrikator haben,denn einmal stimmt gerade auch hier die Initiale nicht mit diesem Buch-staben überein und dann ist das auf die Initiale bezügliche j an seinem Platzeunter dem Rot noch zu erkennen; sie bedeuten hier offenbar eine Anweisungfür den Zeichner. Da es sich beim Wälschen Gast um einen festen Bilder-

kreis handelt, konnte man sich wohl ganz gut mit solchen kurzen Andeu-tungen behelfen und brauchte nicht, wie bei Tafel XXXVII, eine ausführlicheAnweisung hinzuschreiben. Es wäre aber auch denkbar, daß es sich umeine Zählung der Bilder handelt, nach der der Verfertiger seine Forderung be-rechnet. Oechelhaeuser, der diese kleinen Buchstaben nicht erwähnt, hält es fürnaheliegend anzunehmen, daß Text und Bilder von derselben Hand herrühren.

Geh*) verdinge 8 ) der htrren zorn . im .

Die ftete die ift gar verlorn

Von ir willen \nd von ir fchulde

Es fol nit fin wider ir hulde

Waz ich fpriche ich fprich ez durch gut

Hat min herze vnfteten müt

Ich mufz zu der vnftetikait

Mit Im wefen vil berait

Wan/z min her/ie hut vergicht

,Er welle morn vo/z hinnan nicht

So kumpt im hint ain ander müt

Der in aber duncket gut

Daz er morne fare anderfwa

So müfz ich aber liegen fa

Ich bin vor me/zger ftund gelert

hin man daz fchiffrüder kert

Daz das fchiff müfz dahin

Wandelt ain her« finen fin

Ein 4 ) lüte muffen vnftete fin

Vns ift vil dicke worden fchin

Daz vnftetter herrai müt

In der weit vil vnftette tut

Alfo ift die weite gar

Nach vnferm wille/z manigvar

Worden . vntriiwe vna" vnftete

Daz kumpt vo/z vnfer miffetete

Die weit wart ftete gemacht gar

Nun ift fie aller ftete bar

Das mag kiefen wer da wil

B

Der weit vnftete ift gar vil

Des fu/zzmers tut vns der hagel we

Des winters kumpt vns yfz vnrf fchne

Hut ift regen morn wint

Die vns dick och fchade fint &

Der durnfchlag nach liechte/zz blicke

Bringet vinfter töde dicke

Ich fiche daz es vil dicke fchnyt

Hin gegen des fumers zyt

Vil dicke fo es haifz ift »

So kumpt froft in kurezer frift

Liechtes wetter luter vnd clär

Vo/z wolcken wirt dick verdecket gar( Die weit hat vnftete/z fite

Vnfer vnftete volget mite «

Ich getar wol vil war iechen

Es enmochte ny/zzmer gefchechm

Were vnfer vnftete nicht

Die vo/z aller weite gefchicht

Waz folt min regen vnd wint 5 ) *>

Wer adam vnd fine kint

Gewefen ftete waz folt der fchne

Vns wirde vo/z keltin nymmer we(|| Als ich . E . geiprochai hin

Da got der weite erfte began «

Da ward fie ftete gemacht

Daz kielet 6 ) dar an daz die nacht

Wert vor dem tag alle zyt

Kain 7 ) hitze der fu/zzmer gyt

Wann nach dem wintter daz ift war 30

Die weite were noch ftete gar

Als fie ftete gemacht ward

Were nit vnfer vnftetter art

Der gyt ir vil vnftetikait

Die fie went an vnfer lait &

Wann ir vnftete fchadet ir nicht

Der fchade vns vil gar gefchicht 8 )

[Sie gyt vns fiechtag für gefund

So fie fich wandelt alle ftund].

*) Bei den Figuren und auf den Spruch-bändern: der herre: Schrib min Ia vnd minnain der schryber: anno domini Mcccc 0 viii2 ) Das c fälschlich wiederholt. *) Rückert: un-derdinge. 4 ) Fälschlich für Sin.

*) Rückert: nu zwiu waere regen od wint?) Der Strich über dem zweiten e ist zufällig undohne Bedeutung. ') Das K ist etwas verunglückt 8 ) Das erste h geflossen.