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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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Unter den Grafen Laben die von Geldern ihre Herrschaft über Lobberich und Bocholtz auszudehnengewusst. Ihr Name kommt erst auf, als die Gauverfassung gebrochen und das Grafenamt erblich geworden war. ,2 )Wie sie zu ihrer Stellung gekommen, wer ihr Stammvater gewesen, darüber herrschen verschiedene Meinungen.Einige bringen sie mit den Vögten von Pont und Andere mit einem fabelhaften Grafen Otto von Nassau in Verbin-dung, welcher die letzte Erbtochter der Vögte von Pont 13 ) geheirathet haben soll. 1 *) Urkundlich ist folgende Abstammung:

Begrinus, erster Graf von Geldern, 935 vom Kaiser Heinrich ernannt (Irenicus Germ. Exeg. L. 3. C. 80.)

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Megengoz, Mengos, 944, stiftete Vilich bei Bonn, 983, was Kaiser Otto 987, der Papst 997 bestätigt, wird 997 Graf genannt, f gegen 1001,begraben zu Vilich, als Heiliger verehrt. (Irenicus 1. c. Bondam. Lac) h. Gerberga, T. Godfrids, Herzogs (von Moselanien), ging zu Vilich

ins Kloster und f daselbst gegen 997 (vita S. Adeleidis.)r ------------------___^_^_^------------- *v -------------------------------.--------------------------------------------------------^

1. Godfrid, f im Kriege' gegen die Böhmen. 3. Alverade, h. N. (Albert) Grafen 4. Athela, erste Äbtissin zu Vilich 997, f 3. Febr. 1015,

2. Irmentrude, h. Theoderich, Herzog von von Molbach und Nolvenich (Kremer heilig gesprochen.

Lothringen und Moselanien. aoc. Beiträge III. 11.) 5. Bertrade, Äbtissin zu Maria in Capitol in Cöln.

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1. Friedrich, Herzog von Lothringen. Alverade, erbte die Grafschaft Molbach, Vogtei über Stift Vilich etc., h. 1. Wilhelm I, Graf v. Jülich

2. Otto von Wickrath.

1. Heinrich, Herzog von Lothringen. 2. Albero, Bischof von Metz, 1072.

Nach Megengosus Tod erscheint Godefrid, der Oheim Balderichs und Schwiegervater des Grafen Wichmann,als Landvogt in der Gegend von Geldern, ob aber als Besitzer von Geldern und Nachfolger des Megengos, ist nichterwiesen. Seine Verwandtschaft nach Alpertus de diversitate temporum und der Vita S. Meinwerci, dem Necrologevon Elten, ist folgende:

Meginhard, Herzog von Friesland.

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Gerberch (Spaen hält sie, wie es scheint mit Recht, für eine Frau, verheirathet mit Theoderich, Graf von Friesland, f 939.) N. N.

Wichmann, Graf von Hamaland, stiftete vor 968 die Abtei Elten, schenkte dazu seine Stammgüter in Velauund den Gauen Salon und Nerdinsland, f gegen 973, h. Luilgard, begraben zu Elten, (wohl dieselben Ehe-leute, welche in den Urkunden des Klosters Blandinien vorkommen, wonach Wichmann, Graf des SchlossesGent, für seine 961, 29. September verstorbene Frau Luitgard, Tochter von Arnold, Grafen von Flandernund Adela von Vermandois, dem gedachten Kloster das Dorf und die Kirche zu Thesla schenkt.

1. Godfrid, Landvogtzwisch. Waal u. Rhein(Graf zu Teisterband)lebte noch 1009 sehralt und theilte unterseine Kinder.

2. N. N.

1. Wirhinann, 2. Luitgard, 3. Adela, geboren circa 955, fl015, 60 Jahr alt, 1. Tochter, h Wichmann, 2. Unroch, Balderich, h.

t jung, Äbtissin Mörderin ihres Sohnes und des Wichmann zu Verden,

begraben zu zu Elten. beschenkte 1012 Kloster Hogenhorst (S. Paul), h. 1.

Elten. Imad, Graf von Redichem (Teisterband), 2. vor 997

Balderich (siehe hierneben) stiftete mit ihm 1002

Siflich, beide beschenkten 1003 und 1015 die Abtei

Deutz, f imp. 1019 oder 1020 zuSchlossHengebach, wo

er Schutz gefunden hatte, begraben zu Siflich.

Graf zu Verden 15 ) (Necrolog Graf zuvon S. Michael zu Lüneburg) Teisterband,1016 auf Befehl Adelens er- schwach-mordet, begraben zu sinnig.Verden.

Adele (siehehierneben.)

ex lmo. Theoderich, angeblich auf Befehl seiner Mutter 7. April 1016zu Upiaden bei Elten ermordet. 16 )

2. Meinwerk, Bischof zuPaderborn.

3. Adela, Äbtissin zu Elfen.

4. Glismond, h. Riting, bairischen Fürsten.

Die Stammfolge der Grafen von Geldern und der, aus derselben Wurzel ") entsprossenen Grafen vonKessel, von Cleve und der Herren von Heinsberg, Falkenburg ist folgende:

") Bis dahin nannten sich die Grafen nach, ihren Amtsbezirke, seit der Erblichkeit aber nach ihren Allodial-Sitzen. 13 ) Man ne.nnt derensieben in folgender Abstammung: Wichardus I., Gerlacus I., Godefridus, Wichardus II., Mengose, Wickinge, Wichardus II., Adelheid, lauterWillkür und Erfindung, wozu die früheren Genealogen, um ihre Familien alt zu machen, ihre Zuflucht genommen haben. Ritterhusenerröthet nicht, die Grafen von Schwarzenberg von Wittekind dem Schwarzen Ritter, der vor Carl dem Grossen lebte und einer Gräfin vonWinsenburg herzuleiten, unter specieller Angabe der ganzen Deseendenz; sogar die Kaiser bestätigten solche Lügen. So wird in demDiplom Leopolds vom 7. December 1G87, worin er Paul Esterhazy zum Reichsfürten macht, beurkundet, dass die Esterhazy direct von demHunnenkönige Attila herstammen, und werden ihre Ahnen bis zum Thurmbau von Babel, Hanoc und zur Sündfluth aufgezählt. Aus demgenealogischen Kalender und aus manchen Familiengeschichten der Neuzeit Hesse sich Aehnliches berichten. 14 ) Widerlegt von SpaenInled II. 42 seq. Vergleiche indessen unten Anmerkung 17. 16 ) Fretheni hat der Ann. Sax. Es kann nicht Vreden gemeint sein, wohlVerden, worauf auch der Umstand deutet, dass das Necrolog von St. Michael in Lüneburg die Todesnachrichten hat. Hätten die Besitzun-gen dieses Wichmannschen Hauses zu Vreden gelegen, wie wären die Anniversarien nach Lüneburg gekommen, oder gab es gleichzeitig einWichmannsches Haus zu Vreden und zu Lüneburg? ,c ) Man sehe über diese Abstammung die gründlichen Abhandlungen von W. A. vSpaenoordelkundige inleding tot de historie van Gelderland" Bd. I. 37154, dessen Historie van Gelderland I. 3146. ") Die erstenfünf Generationen sind in den Annales Rodenses, einer Handschrift von circa 1154 bei Ernst, histoire de Limbourg Bd. VII., Seite 3Gnachgewiesen: Fuerunt in Flandrensi provincia duo nobiles Germani fratres apud seculum preclari et potentes, quorum alter Gerardus etalter vocabatur Rutgerus, invicti videlicet patrie et reipublice tutores unde gravissimis contra se exortis a prinoipibus terre illius preliis,contulerunt se obsequio Romani imperatoris, qui locavit Gerardum apud Wassenberch et Rutgerum apud Clive, traditis utrique tot et tantisterrarum benefieiis, ut et ipsi et eorum posteri ex rerum felicitate prineipes facti sint huius regionis. Horum igitur nobili ex progenie innatali eorum terra remanente, surrexit vir illustris Amoricus nomine], habitans quidem apud oppidum, cui nomen est Anthonium non longea Thornaco civitate qui cum nobilis esset vite, nobili quoque condueta uxore, genuit ex ea dilectissimos sibi liberos unum, cui voca-bulum Ailbertus. Nachdem der Chronist weiter erzählt hat, dass Albert Priester geworden und mit seinen Brüdern Thymo und Walger aufReisen gegangen sei, um eine Stelle für ein zu gründendes Kloster zu ermitteln, fährt er fort: Sacerdos (sc. Ailbertus) et fratres eiusnatione erant cognati comitis Gerardi de Gelren et Goswini de Hemesberch et comitis Henrici de Krikenbaeh et comitis Theoderici deClyve, quos pariter et hos eodem tempore constat vita viguisse. Uli enim fuerarit pronepotes duorum fratrum illorum Flandrensium, unde

(Fortsetzung d. Anra. Seite 279.)