63
door Ilallands veld- cn zee-heldon hersteld en bevestigd in de krooning van Willem den derden en Maria, uit geloof-waardige Schriften enz zaamgesteld en met prentverbeeldingen versierd 1689 8vo.
Gerard von Bochold (Gerardus Bucholdanus) studirte zu Cöln und gab drei Schriften heraus: 1. Oratiopro ebrietate. Apud Joannes Poter. 1529. 8vo. 2. Minervae cum Musis in Germaniam profectio. Ebenda 1529. 8vo.3. De inventione et amplificatione oratoria seu usu locorum libri tres. Ebenda ex officina Eucharii. 1836. 8vo. ')
Adrian Anton v. Buchooltz seit 1747 1. März Hauptmann im chursächsischen Infanterie - Regiment GrafBrühl.
Adam Anton von Buchholtz, aus Bochoreck in der Woywodschaft Culm preussisch Polen gebürtig, Haupt-mann in chursächsischen Diensten im Carlsburger Regiment, starb 11. März 1777 zu Spremberg in der Niederlausitzkinderlos.
Abraham Bucholtzer, welcher dem Geschlechte unter Nr. 15 oder 27 anzugehören scheint, zu Schönau inSachsen aus einer altadligen Familie geboren, Sohn Georgs, des Probstes zu St. Nicolai in Berlin, studirte zuerst aufdem Gymnasium zu Cöln an der Spree, dann auf den Universitäten Frankfurt und Wittenberg, auf letzterer hörte erMelanchthons Vorlesungen, des Freundes seines Vaters, -wurde 23. Januar 1556 Rector der Stadt-Schule zu Grünberg,1563 Prediger zu Sprottau, 1573 Hofprediger der Markgräfin Catharina von Brandenburg am Hofe zu Crossen,1574 Prediger zu Freistadt, als welcher er 1584 14. Juni im 55. Jahre seines Alters starb. Er war ein sehr fleissigerSchriftsteller, der sich besonders um die Chronologie viel Verdienst erwarb, und hinterliess, ausser vielen anderenSchriften, 3 Werke in Folio, unter denen: Index chronologicus 1580—1634 fünf Auflagen erlebt hat. Sein SohnGottfried war Notarius zu Görlitz und folgte seinem Vater in dem Studium der Chronologie, starb aber jung. Viel-leicht ist er es, der zu Görlitz 1592 das „Passional-Büchlcin" und 1597 das „Bet-Glocklein" 12. herausgab, wenigstensführt der Verfasser, dieser beiden den Titel Gottfried Bucholtzer.
Georg Bucholtzer, höchst wahrscheinlich der Vater des obigen Abraham, zuerst Assessor consistorii zuWittenberg, dann Probst zu Berlin, ist Verfasser der Consistorial-Ordnung, welche 1542 auf Befehl des ChurfürstenFriedrich von Sachsen gemacht wurde. Georg gab sie 1563 zu Frankfurt an der Oder 4to heraus; er hat ausserdemauch ein „Trau-Büchlein" und verschiedene Predigten erscheinen lassen.
Endlich ist noch zu erwähnen Johannes Boekholt oder Beuckelz, am meisten unter dem Namen Johannvon Leyden bekannt, König der Wiedertäufer zu Münster, 1553 daselbst hingerichtet, sowie Bochuta, der als Götzein der Nordischen Mythologie vorkommt und von dem ein Bildniss aus Granit zu Liegnitz beim Ausgraben einesBrunnens gefunden wurde.
Sg£-*5>>3£r' £ S^
48. Bocholtz von der Burg Bocholtz bei Lobbrich.
liese Bocholtz führen in Grün drei (2.1) abgerissene, silberne Leopardenköpfe mit ausgeschlagener rother Zunge.IN Die Helmzierde ist in der Regel ein sitzender Schwan, zuweilen auch und zwar in der ersten Zeit, ein blosserSchwanenhals. Dieses älteste Wappen habe ich vorstehend abgebildet. Es ist später verändert und vermehrtworden, namentlich bei der Erhebung in den Freiherrn- und Grafenstand, wie unten beigebracht werden soll. Eheich auf den Ursprung und die Geschichte dieses Geschlechts übergehe, wird es der Aufgabe entsprechen, zunächsteinen Blick auf die Geschlechter zu werfen, welche ebenfalls abgerissene Leopardenköpfe führen.
zv^a^^cs^-
•) Jos. Hartzheim bibliothcca coloniensis. Coloniae apud Tli. Odondall 1747 fol. S. 91.