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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
Entstehung
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äufig geht man bei genealogischen Forschungen \on derAnsicht aus, dass der Name ein Hauptleitmittel für dieAbstammung sei und doch ist er, sofern nicht Wappen-gleichheit damit zusammentrifft, das allertrüglichste. Weiteher kann man aus gleichen Wappenbildern auf einengemeinsamen Stamm schliessen, weil die Wappenbilderälter als die Namen sind, und durch sie in ältesten Zeitendie Familien sich kuiti gaben. Hiermit soll indessen nichtgesagt sein, dass Wappenbilder stets eine Stammesverwand-schaft andeuten, -vielmehr ist auch Herbei strenge Critiknothwendig, um nicht in Fehler zu gerathen, wie Geleniusund Andere, die durch ihre, meist lächerliche, Conjunc-turen die Forschungen lange Zeit auf Abwege geführtund zuletzt in Misscredit gebracht haben. Findet manin einer Gegend, dicht zusammen gruppirt, mehrereGeschlechter mit ein und demselben Wappen, wenn auchunter verschiedenen Namen, so ist es fast so gut als gewiss,dass sie alle einem Stamme angehören, wie ich dieses inmeiner Geschichte der westphälischen Geschlechter nach-gewiesen habe; aber ein solcher Schluss von einem Wappenauf ein gleiches, das sich in entfernten Gegenden findet, ist in der Regel irrig, es sei denn, dassUebersiedelungen stattgehabt haben, z. B. von Westphalen nach Curland. Will man mit einigerSicherheit bei dem Studium voranschreiten, so muss man auf Namen und Wappen zugleich dasAugenmerk richten, stimmen beide und unterstützen die Erbesverhältnisse, so wird man zu einervollen historischen Wahrheit gelangen. Es ist dabei übrigens nicht nothwendig, dass die Wappenganz genau und die Namen buchstäblich übereinstimmen. Bei den Wappen müssen die Haupt-figuren des Schildes congruent sein, die Tincturen, die Helmzierde können abweichen, auch könnendie Wappenbilder durch Beizeichen vermehrt sein, z. B. durch Turnierkragen, Zeichen des Sohnes

Fahne, Boclioltz I.