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net) näherte sich mir demungeachtet und erinnerte michdaran, dass wir uns schon aus Wien kennen. Wer aberfällt mir als Chordirector in die Arme? Hummel's Sohn,der mir gleich seine Dienste als Accompagnateur anbot.Ueber hiesige Familien und meine gute Aufnahme beiihnen übermorgen mündlich. O wie schön!..."

In Stuttgart sind Lindpaintner, Max Bohrer, Pischek,Molique, mit denen viel privatim musicirt wird, und die denConcerten doppelten Glanz verleihen; es sind vortrefflicheDilettanten dort, und die Aufnahme bei ihnen so herzlich,dass man sich am 27. October ungern trennt, um nachMünchen zu gehen. Von dort aus schreibt die FraurHier scheint ein längerer Aufenthalt unvermeidlich, denndie Füsse einer Ballet-Tänzerin, der Elsler, stehen Mo-scheies' Händen störend entgegen; sie tanzt bis zum6. November noch sechs Mal, und absorbirt Orchesterund Publikum. Spricht aber Moscheies von Abreise ohneConcert zu geben, so widersetzt sich Alles; KapellmeisterLachner, Graf Pocci, Graf Seinsheim, Baron Poissl, GräfinMejean, alle diese und noch Andere wollen für ihn laufen,sprechen oder schreiben, um einen früheren Concerttag,als den 9. November zu erlangen." Dennoch musste estrotz aller Bemühungen bei diesem bleiben, aber dieZwischenzeit verfliegt blitzschnell im Ansehen der Kunst-schätze, im Verkehr mit echten Kunstliebhabern undKünstlern. Die Bekanntschaft mit Kaulbach, diesein Schüler Asher vermittelt, bietet grosse Genüsse,man ist viel in seinem Atelier und Moscheies sitzt ihmfür eine Zeichnung___Er kommt wiederholt im Dämmer-stündchen, wenn ich meine Finger exercire, in's Hotel",schreibt Moscheies,sitzt, die Hand vor den Augen, nebenmir und hört zu." Die Frau beschreibt eine komischeAventüre im Kaulbach'schen Atelier:Es besteht-aus ver-schiedenen Räumen. In dem einen, grössten, malt er ebensein Jerusalem; es ist beinahe fertig und wir sehen sogern zu, wie er, in seinem Pelz dastehend, die letzte Handan das Meisterwerk legt, In einem daranstossendenZimmer steht ein Ciavier; gestern, als wir da waren, bat