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nen. So notirt Moscheies: „Mit der Händel- Gesellschaft,von der ich mir grosse Dinge erwartet hatte, geht•es schlecht. In den Conferenzen erzeugen persönlicheEitelkeiten heftigen Streit statt vernünftiger Debatte, undso sind die Zustände unergiebig und unerquicklich."Nach einiger Zeit erst sagt das Tagebuch: „Endlich istdie Sache zweckentsprechend constituirt und wir beginnenmit der Herausgabe von drei Coronation - Anthems. Ineiner späteren Lieferung werde ich die Edition des Alle-gro e Pensieroso übernehmen....."
Auch in dieser Saison hat er in der PhilharmonischenGesellschaft wieder die neunte Symphonie zu dirigirenund es heisst: „Grosse Mühe, aber ein Hochgenuss."
Bunsen's veranstalteten ausser so manchen genuss-reichen Zusammenkünften im engeren Kreise und dem•diplomatischen „Empfang" drei grosse musikalische Soireenunter Moscheies' Leitung und Mitwirkung,. wobei sichjedesmal zwischen sieben- bis achthundert Personen inihren prachtvollen Salons drängten.
Um diese Zeit findet ein grosses musikalisches Ereig-niss statt: „Das Leipziger Conserratorium ist am 10. Aprildurch die erste Schüler - Aufnahme eingeweiht worden.Mendelssohn an der Spitze, kann man Grosses von demjungen Institut erwarten. Und dabei spricht er immer da-von, mich hinzuzuziehen. Es wäre ein schöner Beruf, im"Verein mit ihm zu wirken, *das Londoner Lectionenjochund den ganzen Dilettantismus abzuschütteln, um jungeKünstler zu bilden! . . . ."
Die Frau aber hat "über andere, nicht musikalischeVorgänge zu berichten: „Der Themse-Tunnel, dessen Ge-und Misslingen die Welt so lange beschäftigt hat, ist nunglücklich eingeweiht und wir wohnten der Feier um solieber bei, als uns -freundschaftliche Beziehungen an dieFamilie- des Erbauers knüpfen. Es war etwas unheimlich,als man unter dem beständigen Rauschen der Wasser-pumpe in die feuchte Tiefe hinabstieg. Es Hess Einemkeine Illusion, die Themse rollte ihre mächtigen Fluthenüber diese schon oft von ihr durchbrochenen Wölbungen