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Moscheies blieb bis zum 24. September mit Frau undKind bei den lieben Geschwistern. Wieder entstanden indiesen Wochen gemüthlicher Erholung manche Skizzen zuspäteren Compositionen. Das geliebte Kind gedieh in derreinen Landluft, und sie hatten das Glück, seinen zweijährigenGeburtstag am 10. September zugleich mit dem hundert-jährigen Moses Mendelssohn's zu feiern. „Für diesen warlauter Jubel in der israelitischen Gemeinde; bei uns iststilles dankbares Glück für den uns erhaltenen Schatz."Es ergingen an Moscheies dringende Aufforderungen zumConcertgeben, die er aber, als nicht zum Zweck seinesdamaligen Aufenthaltes passend, consequent ausschlug.Das Theater bot ihnen, den halben Engländern, garmanche Novität. „Die Stumme von Portici" mit Cornetund der jüngeren Fräulein Schröder, der Schwester derDevrient, als „Fenella", entzückte sie.
Der Hamburger Aufenthalt sollte ihm auch als Etappezu einer Reise nach Kopenhagen dienen, die er jedochallein antrat, da das zarte Kindchen Aveder mitreisen, nochverlassen werden durfte.
Einige Auszüge aus den Briefen, die er während dieserzwei Monate der Trennung an seine Frau schrieb, werdenuns Auskunft darüber geben, wie seine Reise und seineUnternehmungen sich gestalteten.
„Schleswig 27. Sept. 1829. Der ganze Weg hieher istnahe verwandt mit der Lüneburger Heide, zuweilen fiel derWagen beinahe um, er hätte mich aber nur sanft in denSand gelegt. Jetzt habe ich schon meine Schritte in dermeilenlangen Wurst Schleswig gemessen. Der Kammer-herr Ahlefeld war sehr freundlich, aber hier für etwa60—70 Thlr. Einnahme und bedeutenden Zeitverlust Con-cert zu geben, wäre lächerlich, so sind die Pferde ange-spannt und ich fahre nach Flensburg."
Am 29. September fährt er über den kleinen Belt,muss den 30., weil kein Dampfboot abgeht, in Nyborglangweilig verbringen, geht am 2. October über dengrossen Belt und kommt nach einer durchreisten Nachtendlich in Kopenhagen an. Natürlich werden die Schön-