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13. Januar. „Erstes Concert in Dublin in der Rotunda.In der Probe marterte ich mich mit dem Orchester, be-sonders mit den Blasinstrumenten. Auch wurde ich der„Impressario in angustia", indem der Theaterdirector Mr.Abbot meinen Sängern Mr. Kean und Latham zu singenuntersagte. Erst um 4 Uhr nach der Probe suchte ichihn durch ein Billet zur Raison zu bringen, was mir auchgelang. Abends 8 Uhr begann das Concert. Es-dur-Con-cert und Alexander-Variationen wurden mit steigendemBeifall aufgenommen. Mrs. und Miss Ashe sangen. MeinePhantasie im zweiten Theil über irländische Themenwurde lärmend applaudirt."
In den folgenden Tagen bewunderte er in der Schloss-kapelle die alte herrliche Holzschnitzerei und hörte zu-gleich eine vortreffliche Predigt. Ferner wurde er in denHibernian Catch-Club, eine seit 130 Jahren bestehende Ge-sellschaft, eingeführt. „Diner mit Speeches, viele Glees undzum Schluss eine Improvisation von mir, worauf die Gesell-schaft mich einstimmig zu ihrem Ehrenmitgliede erwählte."
Weiter heisst es: „Ein Mr. Allan, Schwiegersohnvon Logier, veranstaltete eine öffentliche Production seinerSchüler, worin auch Stücke von mir herhalten mussten.Ja herhalten, denn das wird mir immer klarer: diesesLogier'sche System kann den Schülern zwar das präciseTacthalten einbläuen, aber wo bleiben Verständniss undAuffassung der Composition, wo die Poesie ihrer Wieder-gabe, wenn sie von acht Clavieren zugleich herunter-getrommelt werden? Im Ganzen finde ich die irländischeNation musikalisch wärmer, als die englische, obwohl mirder erste ihrer Componisten, Sir John Stevenson, keinbesonderes Interesse abgewinnen kann."
Publikum und Presse kamen Moscheies auch bei sei-nem zweiten Concert liebenswürdig entgegen. „Meineeigene Stimmung (notirt Moscheies) war eine sehr geho-bene, da ich kurz vor Anfang des Concertes einen Briefvon meiner Frau erhielt, aus welchem ihre helle Freudeüber die Ankunft ihres Vaters strahlte."
Die Frau berichtet ihm getreulich den Inhalt der in