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Die dringenden Aufforderungen, auch im Theater ander Wien Concert zu geben, schlug er standhaft aus; erwar immer noch leidend und wollte fort, betheiligte sichjedoch noch an einem Concert zum Besten der Armenund unterstützte den Freund Mayseder an seinem Benefiz-abend, an welchem er das E-dur-Concert spielte.

Aus Dankbarkeit für die frohen Abende, die er unterden Ludlamiten verlebt, componirte Moscheies ihnen, mittenin seinen Reisevorbereitungen, noch einen scherzhaftenChor; die Gesellschaft erhob ihn hierauf zum Ludlams-Kapellmeister, während der kleinere, aber sehr lebens-lustige Schlaraffen-Verein ihn am 31. December unter denheitersten Scherzen zu seinem Ehrenmitgliede ernannte.So traf mich der Jahresschluss (schliesst Moscheies dieAufzeichnungen dieses Jahres) freilich sehr aufgeräumt,,aber mit der Schlafmütze und andern Insignien des Schla-raffenthums angethan. Besser das Jahr auf diese Art zuenden, als ein neues damit zu beginnen".

1824.

Am i. Januar schreibt Moscheies in sein Tagebuch:Der Abschied von den lieben treuen Freunden und Be-schützern, den Familien Eskeles, Lewinger und Artaria,wurde mir heute ungemein schwer. Mein Dank war stumm;aber ich weiss, was diese edlen Menschen seit dem Beginnmeiner musikalischen Laufbahn für mich gethan haben!Ludlam mit seinen Possen passte kaum in meine Stimmung,doch musste ich natürlich bei dem Abschiedsfest, das siemir gaben, erscheinen."

Am 3. Januar trifft er in Prag ein, kann aber kaumdie Freuden des Wiedersehens mit Mutter und Schwesterngeniessen, als er ernstlich krank wird und vier Monatelang mit einer Unterleibsentzündung und ihren Folgen zukämpfen hat. Man hatte ihn für den Winter in Bath,für das Frühjahr in London, als unfähig, seine Engage-