a106von dem Kelch des Herrn trinket, der ist schuldig andem Leib und Blut des Herrn. Denn welcher unwür-dig isset und trinket, der isset und trinket ihm selberdas Gericht; damit, daß er nicht unterscheidet den Leibdes Herrn. 1. Cor. 11, 27. 29.502. Wenn aber der unwürdige Genuß des H. Abendmahlsso strafbar ist, darf uns denn die Furcht, es unwür-dig zu empfangen, nicht davon zurück halten?Keinesweges, so wenig als die Furcht, es mitUnwürdigen zu genießen. Denn das erste können wirverhüten, und das andere schadet uns nicht.1. Cor. 11, 31. So wir uns selber richteten, so würdenwir nicht gerichtetRöm. 14, 12. Ein jeglicher wird für sich selbst Gott Rechenschaft geben.503. Um den würdigen Genuß des H. Abendmahls möglichst zubefördern, was ist deswegen vor demselben verordnet?Die Beichte.504. Was ist die Beichte?Eine feierliche Demüthigung vor Gott, da denen,die ernstlich bezeugen, daß sie ihre Sünden erkennenund bereuen, an Jesum glauben, und ihr Leben bessernwollen, die Vergebung ihrer Sünden und die GnadeGottes von dem Prediger verkündigt wird.Die Beichte wird in die öffentliche und Privat-Beichteeingetheilt. Siehe das weitere im kleinen Katechismus505. Wozu soll die Beichte dienen?Die Leichtsinnigen zu warnen, die Trostlosen zutrösten, die Guten zu stärken, und überhaupt einen jeden auf seinen Seelenzustand aufmerksam zu machen,und an die Pflichten des Abendmahls zu erinnern; da-her noch besondere Anreden und Vermahnungen geschehen.506. Was ist endlich bei der Lehre von dem H. Abendmahlunſer aller Pflicht?Daß wir Gott für die Stiftung desselben hochpreisen, es oft und gern in wahrer Demuth und An-dacht halten; aber auch nach demselben Gott danken,
Druckschrift
Der kleine Katechismus Lutheri mit Rücksicht auf den alten Bergischen Katechismus von neuem erklärt, u. mit Genehmhaltung zeitiger Inspectoren des Ev. Lu. Ministerii im Herzogthum Berg zum Druck befördert
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106
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