Druckschrift 
Der kleine Katechismus Lutheri mit Rücksicht auf den alten Bergischen Katechismus von neuem erklärt, u. mit Genehmhaltung zeitiger Inspectoren des Ev. Lu. Ministerii im Herzogthum Berg zum Druck befördert
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33Beschluß der zehn Gebote.183. Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen?Er sagt also:Ich der Herr, dein Gottbin ein eifriger Gott, der über die, so mich has-sen die Sünde der Väter heimsuchet an den Kin-dern bis ins dritte und vierte Glied; aber denen,so mich lieben und meine Gebote halten, thue ichwohl ins tausende Glied.184. Was ist das!Gott dräuet zu strafen alle, die diese Geboteübertreten; darum sollen wir uns fürchten vorseinem Zorne, und nicht wider solche Gebotethun. Er verheisset aber Gnade und alles Gu-tes denen, die solche Gebote halten. Darumsollen wir ihn auch lieben und vertrauen, undgerne thun nach seinen Geboten.185. Was enthält dieser Beschluß der zehn Gebote?Eine Drohung und eine Verheissung.186 Warum werden mir denselben die Gebote Gottesgeendiget?Um die Menschen desto stärker vom Bösen abzu-schrecken, und zum Guten zu ermuntern.Denn wiewohl dieser Zusatz eigentlich an das erste Gebot an-gehängt ist; (2. B. Mos. 20, 5. 6.) so steht er doch auchfüglich am Ende aller Gebote.187. Was ist dabei besonders merkwürdigDaß die Drohungen Gottes bis ins dritte und vierteGlied gehen; die Verheiſſungen aber ins tauſende Glied.188. Was sollen wir daraus lernen?Daß Gott zwar keineswegs gleichgültig dagegensei,ob der Mensch seine Gebote halte, oder nichtdaß er aber viel lieber belohne, als strafe.189. ϯ Wozu muß uns also die Drohung dienen?Daß wir uns vor dem Zorne Gottes, daß ist vor